Erstellt von helmut mueller

Ein Gastkommentar von Eva Maria Barki*)

Merci au peuple hongrois!Thanks to the hungarian people!

Dank gebührt dem ungarischen Volk, dass es trotz massivster Angriffe aus dem Westen und trotz intensivster versuchter Wahlbeeinflussung, standhaft und unbeirrt die Fortsetzung der nationalen Regierung und damit Freiheit und Selbstbestimmung gewählt und dem neoliberalen Totalitarismus eine Absage erteilt hat.

Das überungarische Wahlergebnis geht in seiner Bedeutung weit über die Grenzen Ungarns hinaus, da es gleichzeitig eine Absage an die von vielen westlichen Politikern immer noch angestrebte Globalisierung im Sinne des konzipierten „Great Reset“, sohin eine Absage an die Schaffung einer unipolaren Weltordnung ist.

Eine gerechte und auf Freiheit beruhende Weltordnung kann nur auf der Grundlage und Achtung des Selbstbestimmungsrechtes alle Völker, deren Kultur, historischen Entwicklung und Tradition, sowie der Souveränität ihrer Staaten im Sinne eines gegenseitigen Verständnisses und respektvollen Umganges bestehen.

Hierbei ist nicht nur die geographische, sondern insbesondere die kulturelle, auf gemeinsamen Werten wie Grund- und Freiheitsrechte, Christentum und Familie Gesellschaftsmodell beruhende Einheit zu beachten und zu bewahren.

Ungarn verteidigt in Entsprechung seiner jahrhundertealten Tradition diese Werte. Vor genau 800 Jahren hat Ungarn die erste kontinentaleuropäische Verfassung, nur 7 Jahre nach der englischen Magna Charta Libertatum verabschiedet, in welcher bereits Grund- und Freiheitsrechte verankert sind, und in weiterer Folge die ersten europäischen Gesetze für Autonomie, Religionsfreiheit, sowie Nationalitätenrecht und Minderheitenschutz.

Die  ungarische Revolution von 1956 hat das Ende der kommunistischen Diktatur und Sowjet-herrschaft eingeleitet und damit die Voraussetzungen für die Wiedervereinigung Europas geschaffen.

Die ungarische Revolution, die ein Kampf für Selbstbestimmung war, hat in der Folge die Selbstbestimmungsdiskussion bei den Vereinten Nationen ausgelöst, mit dem Ergebnis, dass bereits 10 Jahre später, sohin im Jahre 1966 das Selbstbestimmungsrecht der Völker in den beiden Menschenrechtspakten der Vereinten Nationen jeweils in Artikel 1 verankert wurde und seither nicht nur anerkanntes, sondern auch zwingendes Recht ist. Inhaltlich dieses Rechtes können alle Völker frei über ihrem politischen Status entscheiden und in Freiheit ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung gestalten (Artikel 1).

Diese Freiheitsrechte werden heute zunehmend unter angloamerikanischem Einfluss, insbesondere von der Europäischen Union bedroht.

Ungarn widersetzt sich diesem Versuch den Einflussnahme und Einschränkung seiner Souveränität, weshalb es zu Konflikten mit der Europäischen Union kommt, welche die Angriffe auf die Souveränität Ungarns mit der Scheinbegründung zu rechtfertigen versucht, dass in Ungarn Demokratie und Rechtstaatlichkeit gefährdet sind.

Das Gegenteil ist der Fall: Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Freiheit der Ungarn sind von der sich zu einer Diktatur entwickelnden Europäischen Union gefährdet, nicht von der ungarischen Regierung. Ungarn erfüllt wieder gemäß einem historischen Sendungsbewusstsein seine Pflicht, Freiheit und Recht gegen Willkür und Diktatur, sowie Freiheit und Selbständigkeit gegen hegemoniale geopolitische Ansprüche zu verteidigen.

Das ungarische Volk hat hierzu eine überwältigende Zustimmung erteilt und ist damit Vorbild in Europa, und bahnbrechend für eine Zukunft in Freiheit und Frieden. Dank an alle Ungarn!

—–

*) Anwältin und Expertin für Nationalitätenfragen

www.conservo.blog    

Von conservo

Conservo-Redaktion