Eine noch stärkere NATO – war das das Ziel Putins?

(www.conservo.blog)

Von Peter Helmes

Finnland will dem Verteidigungsbündnis NATO schnell beitreten

Die Abkehr von der Neutralität und die Entscheidung für den NATO-Sicherheitsschirm ist ein schwerer Schlag für Putin, der mit Drohungen vor jedweder Ausbreitung des Bündnisses gewarnt und sogar den Rückzug von NATO-Truppen aus den östlichen Mitgliedstaaten gefordert hatte. Der Überfall auf die Ukraine treibt die Finnen und Schweden regelrecht in die Arme der NATO. Putin hat sich das selbst eingebrockt, wie Finnlands Präsident zu Recht anmerkte. Putin bekommt, was er nicht haben wollte: eine stärkere NATO. Die Botschaft ist deutlich: Abschreckung eines durchgeknallten Russlands.

Nato lebendiger und gesünder denn je

Finnlands und Schwedens Beitrittspläne sind ein Gewinn für das Bündnis. Nordeuropa würde zu einer großen NATO-Zone. Das verschiebt Gewichte in Ostsee und Arktis. Es gefällt auch den verunsicherten Balten. Finnland hat zwar nur 5,5 Millionen Einwohner, aber eine der größten Reservisten-Armeen Europas. Sein Arsenal an schweren Waffen ist groß und modern.

Finnland und Schweden machen den Nordatlantikpakt nicht nur militärisch stärker, sondern  auch politisch. So scheint nun nicht nur klar, daß die NATO an ihrer Nordostflanke mit Finnland ein potentes Neumitglied bekommt: Das Land kann im Kriegsfall 280.000  Soldaten  mobilisieren, besitzt Europas größte Artillerie und erfüllt theoretisch schon heute das Zwei-Prozent-Ziel der NATO. Damit wird die geopolitische Landkarte Europas neu gezeichnet. Die Geschichte, die mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und ihres Imperiums am Ende schien, wird mit Putins Krieg gegen die Ukraine neu geschrieben. Die Nato ist lebendiger und gesünder denn je.

Moskaus Drohungen haben nicht funktioniert.

Der Kreml wird wahrscheinlich noch versuchen, den schnellen Marsch der Finnen und Schweden in die NATO zu stoppen. Moskau wird sich bemühen, ein schwaches Glied im Bündnis zu finden, in dem wichtige Entscheidungen einstimmig getroffen werden. Ganz unerwartet könnte der kroatische Präsident Milanović diese Rolle übernehmen, der kürzlich sagte, er würde gerne ein Veto gegen die NATO-Erweiterung um Schweden und Finnland einlegen. Aber er wird keine Chance haben, weil die kroatische Regierung mit ihrer Mehrheit im Parlament anderer Meinung ist.

Trotz seiner Neutralität war sich Finnland seit dem Zweiten Weltkrieg stets der Gefahr bewußt, die von Russland ausgehen kann. Das kleine Finnland mit 5,5 Millionen Einwohnern hatte daher ein besonderes Verteidigungssystem aufgebaut. Nach Ansicht vieler Experten ist Finnland das am besten auf einen russischen Angriff vorbereitete europäische Land. Sollte Finnland tatsächlich NATO-Mitglied werden, wird die europäische und weltweite Sicherheitslandkarte in einer Weise umgestaltet, die zuvor undenkbar war und die enorme Konsequenzen für Russland haben könnte.

Der wahrscheinliche Beitritt zweier bisher bündnisfreier nordischer Staaten in die Atlantische Allianz ist ein bezeichnendes Beispiel für die kontraproduktiven Ergebnisse von Putins Krieg gegen die Ukraine.

Alle Annahmen des Kremls haben sich als falsch erwiesen: Er hat die Stärke der ukrainischen Verteidigung unterschätzt und fälschlicherweise angenommen, interne Spaltungen auf beiden Seiten des Atlantiks würden dafür sorgen, daß Moskau nicht auf eine einheitliche Reaktion treffen würde. Die sich nun abzeichnenden Veränderungen zeigen, wie Putin die westliche Sicherheitspolitik nachhaltig verändert hat, wenn auch nicht auf die von ihm beabsichtigte Weise.

Furcht vor „Nebenwirkungen“

Die Konfrontation zwischen den demokratischen Staaten und autoritären Staaten wie Russland oder China spitzt sich somit weiter zu. Der Beitritt der Skandinavier bedeutet nicht nur eine Stärkung der NATO. Vor allem der Kurswechsel der Bundesregierung bei der Aufrüstung zeigt deutlich, daß sich Europa selbst verteidigen muß.

Neben der Sorge, daß ein durch die NATO-Erweiterung gereiztes Russland einen Dritten Weltkrieg beginnen könnte, gibt es andere Nebenwirkungen: Die Europäer verlieren eine ihrer Stärken, nämlich die Rolle des Vermittlers. Insbesondere die neutralen Skandinavier hatten in der Weltgeschichte für eine Lösung der angespannten Lage – etwa im Nordkorea-Konflikt – eine wichtige Rolle gespielt.

Finnland war einst der Zankapfel zwischen Schweden und Russland, bis es sich schließlich in einem blutigen Krieg mit der Sowjetunion seine Unabhängigkeit erkämpfen konnte. Es ist kaum zu erwarten, daß der Kreml dieser fortschreitenden Ausdehnung der NATO, der sich auch Schweden anschließen dürfte, tatenlos zusehen wird. Der russische Bär wird sich zunehmend in die Ecke gedrängt fühlen. Ein besiegter Putin könnte sich dann aber als noch gefährlicher erweisen, als er es für Europa jetzt schon ist.

Und der Druck wird noch größer werden: Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat viele wachgerüttelt, mehr für die Verteidigungsfähigkeit ihres Landes zu tun. Auch in Nato-Ländern wie Tschechien wurde der Weckruf gehört. Die Regierungskoalition in Prag will das Nato-Ziel erfüllen, zwei Prozent der Wirtschaftskraft für Verteidigung auszugeben – und das schneller als erwartet. Man plant, moderne westliche Waffen zu beschaffen, um die alten sowjetischen zu ersetzen, die auf das Schlachtfeld in der Ukraine geschickt wurden.

Bei alledem braucht Europa nicht zu befürchten, als „Kriegstreiber“ oder Anheizer dargestellt zu werden. Weder die EU noch Europa als solches haben Putin gereizt – und schon gar nicht militärisch bedroht. Das behaupten nur die, die vor lauter Putin-Verehrung den Bezug zur Weltlage verloren haben. Bei mehr Ehrlichkeit zu sich selbst kämen nämlich auch sie zu der Feststellung: Diesen Krieg hat Putin angezettelt – und damit trägt er die ganze Verantwortung für das große Leid, das er den Ukrainern zufügt.

www.conservo.blog     13.05.2022

35 Kommentare

  1. Aufnahme Schwedens und Finnlands in die NATO, in dieser kritischen Zeit, wo wir Entspannung brauchen, nicht gerade glücklich gewählt. Die Türkei stellt Bedingungen, trägt die NATO den Überfall Erdogans auf den Irak mit, wo sein Sohn Bilal Öl fordert? Diese Logik soll man mir erst einmal erklären.

    1. US-Wirtschaft schrumpft überraschend im ersten Quartal um
      1,4 Prozent.
      War das das Ziel der USA?
      https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/konjunktur-us-wirtschaft-schrumpft-im-ersten-quartal-ueberraschend-um-1-4-prozent/28287380.html

      https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/us-wirtschaft-schrumpft-ueberraschend-im-ersten-quartal-17990198.html

      Ich empfehle jedem sich eine der letzten Reden von US Senator Rand Paul anzuhören. Er bringt es wirklich auf den Punkt. Er hat keinen Bock darauf ständig neue Gelder für die Biden-Regierung freizugeben, damit diese das Geld aus dem Fenster rausschmeissen für die Ukraine und andere Staaten (40 Mrd. € sind zustätzlich für die Ukraine vorgesehen), während die US Wirtschaft schrumpft
      und die Preise in den USA allgemein stark steigen (höchste Inflation seit 40 Jahren). Vor allem an den Zapfsäulen , um bis zu 48% in den letzten 4 Monaten gestiegen !

    2. Möglich ist es schon, denn keine Weltmacht möchte ein beklopptes Europa, welches nach Ziel der Gründerväter ein starkes Europa zwischen den Weltmächten hätte sein können als Konkurrenten haben.

      Bei unserer französischen Schönheit LaGarde, im IWF involviert geht es jetzt um den Überlebenskrieg im West Ost Konflikt. Wenn selbst die USA aus Angst den russischen Bären für die globale Alleinherrschaft nicht erlegen können, gibt es schon das Angebot der USA den Dollar als internationale Weltwährung und Handelswährung zu behalten und den Petro Rubel gleichzeitig als Sekundärwährung zu behalten. Wir werden dann als Europäer um Devisen für den internationalen Handel betteln, hatten wir schon. Aber innbrünstig jubeln wir unserer Geistesgröße Uschi zu, mal sehen wann der Brüsseler Laden auseinanderfliegt, Prophezeiungen dazu gibt es.

  2. Liebe Foristen,
    ich möchte Euch nochmals ganz herzlich bitten, freundlich miteinander umzugehen, auch wenn wir alle nicht die gleiche Meinung teilen.
    Liebe Grüße von Maria

  3. Hier zeichnet sich immer mehr eine Aufspaltung an, zwischen republikanisch nationalistisch Denkenden und konservativ globalistisch “demokratisch” Denkenden.

    Grosse Teile von Russland und der Ukraine leben auf 3. Welt Niveau. Denen geht es nicht besser, als Leuten in meinem Umfeld in der ‘echten’ 3. Welt, trotz eines erheblich hoeheren Durchschnitts-IQ. M.A. liegt das an einem antiquierten unzuverlaessigen Rechtssystem und den diktatorischen Regierungssystemen, die eine kleine Oligarchie stuetzen.

    Wisst Ihr, dass Sucharit Bhakdi wegen ‘Volksverhetzung’ angeklagt werden soll, weil das System, welches wir im Osten bemaengeln, auch bei uns langsam Einzug haelt? Ich will mich mit keinem System gemein machen, welches solche abstrusen Aktionen durchfuehrt, egal welche historischen Verdienste es sich zuschreibt.

    Es ist m.A. eine grandiose Dummheit der Finnen und Schweden, sich der NATO und damit der USA unterzuordnen. Die 5-Eyes Kooperation der USA mit ausschliesslich englischsprachigen Nationen demonstriert doch, wo deren Prioritaeten liegen. Der Rest der nicht-englischsprachigen NATO Laender sind nur usefull idiots fuer die Globalpolitik der USA.

    1. Riochtig, luisman.

      Zwei Anmerkungen noch:

      Über die absurde Anklage gegen Prof. Bhakdi habe ich hier: ceterum_censeo sagt:
      13. Mai 2022 um 09:50 Uhr, ff. im Strang https://www.conservo.blog/2022/05/12/volldampf-voraus-fuer-schwarzgruen/#comment-110918
      berichtet.

      ‘.. eine grandiose Dummheit der Finnen und Schweden, sich der NATO und damit der USA unterzuordnen.’ – Sehe ich auch so Hier wird genau das, noch verschärft durch geplanten NATO – Beitritt als Szenario erzeugt, was eben jetzt gerade zu der hochgefährlichen Situation Ukraine geführt hat.
      Bei allem Verständnis für die Sicherheitsinteresse beider Staaten – wie lange will man den ‘russischen Bären’ noch reizen, bis es dann wirklich zum ‘ganz großen Knall’ kommt?

    2. Zum wiederholten Male weise ich eindringlich hin auf das Kapitel
      ‘Ukraine’ in dem großartigen Buch von Peter Scholl – Latour hin
      ‘Rußland im Zangengriff’, bereits von 2006.
      Mit dem, was damals bereits absehbar war, können die heutigen
      Geschehnisse nicht im Mindesten verwundern.
      Und daß der gesamte Westen der clownesken ‘Führungs’-Truppe der Ukraine
      mit ihrer Kriegspropaganda auf den Leim geht – sh. auch Deutschland mit
      der verbaerBockten AnalSchnatterlena, M(a)erz(-hase) und andere, sowie
      auch der abscheulichen kriegslüsternen Furie (vgl. ‘PI’), Hetzerin *ack – Zimmerzwerg, einfach nur erbärmlich –

      Putin, Münchner Sicherheitskonferenz 2007

      Ohne weitere Kommentierung – nur eins:

      Ich verstehe nicht, warum man das sz. nicht als Warnsignal ernst genommen hat, vor allem angesichts der Rede im Bundestag 2001 ….

      1. NATO verleiht Flüüüüügel !!! Größenwahn als Beilage !!!

        Eine militärische Einrichtung als Ersatz für IQ. Bist du nicht Willig, so brauche ich
        Gewalt. Basisdenken der Milliardäre und WEF – Schwab.

      2. Und noch etwas: «Putin-Rede 2007»

        Im Gegensatz zu Russland habe der Westen auch den A-KSE-Vertrag immer noch nicht ratifiziert. (Er machte es übrigens nie, worauf Russland den Vertrag im Dezember 2007 aussetzte und im März 2015 schließlich kündigte, nachdem die USA beschlossen hatten, für ein Manöver zeitweise 3.000 Soldaten ins Baltikum zu verlegen). Im Gegenteil: In Bulgarien und Rumänien entstünden sogenannte leichte amerikanische Vorposten-Basen mit jeweils 5.000 Mann.

        „Das bedeutet, dass die NATO ihre Stoßkräfte immer dichter an unsere Staatsgrenzen heranbringt, und wir, die wir uns streng an den Vertrag halten, in keiner Weise auf dieses Vorgehen reagieren. Ich denke, es ist offensichtlich, dass der Prozess der NATO-Erweiterung ein provozierender Faktor ist, der das Niveau des gegenseitigen Vertrauens senkt. Gegen wen richtet sich diese Erweiterung? Und was ist aus jenen Versicherungen geworden, die uns die westlichen Partner nach dem Zerfall des Warschauer Vertrages gegeben haben?“

        Und Putin warnte vor neuen Mauern: „Jetzt versucht man, uns schon wieder neue Teilungslinien und Mauern aufzudrängen – wenn auch virtuelle, trotzdem trennende, die unseren gesamten Kontinent teilen. Soll es nun etwa wieder viele Jahre und Jahrzehnte dauern und den Wechsel von einigen Politiker-Generationen, um diese neuen Mauern zu ‚demontieren‘?“
        „Ein Hauch von Kaltem Krieg“ – Die Reaktion des Westens

        Als Putin seine Rede beendet hatte, herrschte im Auditorium zunächst konsterniertes Schweigen. Bis schließlich der Herausgeber der ZEIT, Josef Joffe, aufstand und in Richtung des russischen Präsidenten den vorwurfsvollen Satz schleuderte: „Sie sprechen die Sprache des Kalten Krieges!“

        Damit war der Grundton in den westlichen Medien bis auf den heutigen Tag gesetzt. In den Headlines der überregionalen deutschen Tageszeitungen war tags darauf nur noch vom „Hauch des Kalten Krieges“ die Rede, der das Auditorium des Bayerischen Hofs durchweht habe. Auf die Aussagen Putins inhaltlich genauer einzugehen, hielt niemand für nötig. Die Arroganz des Westens verhinderte es nicht nur, Putins Aussagen zu verstehen, nein: sie überhaupt verstehen zu wollen!

        Unwillkürlich fragt man sich, wo wir heute stünden, hätte man die Brandrede des russischen Präsidenten damals ernst genommen und auf sie rechtzeitig reagiert.

        Aber mit dem Scherbenhaufen und der unerbittlich folgenden neuen Aufrüstungsdynamik sind nun heute alle konfrontiert.

        zu :Putin Rede auf der Münchener Sicherheitksonferenz 2007, Auszug)

        von: https://ostexperte.de/die-zweite-rede-des-wladimir-putin/

        Originaltext der Rede (deutsch): z.B. https://ostexperte.de/die-zweite-rede-des-wladimir-putin/

        ….. im Februar 2007, hielt der russische Präsident Wladimir Putin eine damals vielbeachtete Rede, in der er den anwesenden Staatsmännern und Politikern klarmachte, dass Russland eine unipolare – sprich: eine nur noch von den USA dominierte und gesteuerte – Welt nicht akzeptiert. Und er machte damals, darauf aufmerksam, dass Russland das unaufhaltsame Näherrücken der Nato und ihrer Raketenbasen an Russland als klare Provokation versteht.

      3. Nomsm, es geht hier um Krieg und Frieden, nicht um eine Liebeserklärung, weil Krieg ist furchtbar und eine Ausweitung können wir nicht wollen. Niemand hat Putin hier heilig gesprochen, lediglich die Motivlage zu Hintergründen dieses Krieges wurden erötert und der Westen muss sich fragen, in wie weit er mit an der Kriegszündelei schuld ist. Punkt

    3. @Luismann

      Es ist nicht nur eine grandiose Dummheit der Finnen und Schweden, sich der Nato und den USA unterzuordnen, es grenzt wahrhaftig an Idiotie. Damit treiben diese Staaten die Weltmachtansprüche und den geradezu psychotischen Größenwahn der USA immer weiter auf die Spitze. Jeder, der die immer neuen Hiobsbotschaften in Richtung USA-Weltherrschaft aus dem Brüsseler USA-Parlament verfolgt, weiß das. Und die Nato ist nicht nur eine Bedrohung für Russland, sondern für uns ALLE ! Es ist mir einfach unverständlich, warum die große Masse der Europäer das nicht versteht. Sind die denn alle inzwischen ebenso hirnlos wie Biden ??? Es sieht fast so aus ! Und was glauben wir denn, WER hinter der Volksverhetzungs-Klage gegen Prof. Bhakdi steht und wer die Fäden zieht ??? Etwa der kleine Hampelmann-Staatsanwalt ?? Ganz sicher nicht !!

      Es mag auch sein, daß viele Menschen in Rußland arm sind, aber das sind immer mehr Menschen in Deutschland auch. Kapiert das auch niemand ?? Wir haben mehr al 1 Million Obdachlose, die auf den Straßen und unter Brücken hungern und frieren. Die genaue Zahl kennt niemand, denn schon A.Merkel hat sich dauerhaft und vehement geweigert, eine Erhebung der realistischen Obdachlosen -Zahlen durchführen zu lassen. Sie wird gewußt haben, WARUM !! Über deutsche Kinder und Rentner, die in Armut leben, will ich jetzt nicht wieder reden. Das ist ja bekannt (oder auch nicht). Und all das sind AMERIKANISCHE Zustände, denn die USA sind mit astronomischen Summen verschuldet und in großen Teilen ihrer Bevölkerung bettelarm. Aber wir baggern gerade wieder die Milliarden in die ganze Welt als gäbs kein Morgen mehr und auch diese Politik wird uns befohlen aus Amerika. Die altbekannte Devise : Keep Germany down !

      1. PS : In diesem Zusammenhang erinnere ich an die Worte von Joschka Fischer :
        “” Und dann müssen wir das Kapital der Deutschen außer Landes schaffen. Es ist egal wohin und wofür, es darf auch sinnlos verschwendet werden, Hauptsache ist, die Deutschen haben es nicht. “”

        Bis heute kann ich es nicht fassen, daß der verblödete deutsche Wähler diese grüne Drecksbrut in Machtpositionen gebracht hat. Die Grünen haben heute alle wichtigen Machtpositionen in der Hand und das werden wir noch ganz ganz bitter bezahlen müssen.

      2. Der amerikanisch Politologe G Mearsheimer
        bei ‘weltwoche.ch’ zu den Kriegsursachen:

        Geostratege Mearsheimer: Der Westen trägt eine Hauptverantwortung für das Ukraine-Desaster. Die Strategie der Amerikaner verschlimmert die Lage. Am Ende dürften die Russen gewinnen
        John J. Mearsheimer

        14.05.2022
        h ttps://weltwoche.ch/daily/108299/

        John J. Mearsheimer ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Chicago und befasst sich hauptsächlich mit Geopolitik. Er sprach im März 2022 über die Ursachen des Ukraine-Kriegs und dessen wahrscheinlichen Ausgang. Wir dokumentieren den hochinteressanten Vortrag in einer leicht gekürzten deutschen Fassung. Das englische Original ist frei auf Youtube anzuhören:

        https://youtu.be/T6mw9U62ZJU

        Ich möchte heute über die Ursachen der Ukraine-Krise sprechen und darüber spekulieren, wohin das alles führen wird.
        Was die Ursachen betrifft, hat man zwei Möglichkeiten. Man kann argumentieren, dass der Westen und vor allem die USA die Krise verursacht haben. Oder man kann argumentieren, dass die Russen die Krise verursacht haben.
        Die gängige Meinung in den USA und im Westen im Allgemeinen ist, dass die Russen dafür verantwortlich seien. Vor allem Wladimir Putin sei verantwortlich.
        Ich glaube das nicht. Meiner Meinung nach trägt der Westen die Hauptverantwortung für das, was heute geschieht. Es ist weitgehend das Ergebnis der Entscheidung von April 2008, die Ukraine und Georgien in die Nato aufzunehmen.
        Wir wollten die Ukraine auf Teufel komm raus in die Nato integrieren. Die Russen sagten damals kategorisch, dass dies für sie inakzeptabel sei. Sie machten deutlich, dass sie die ersten beiden Tranchen der Nato-Erweiterung – die Erweiterung von 1999 und die Erweiterung von 2004 –, geschluckt hätten, aber Georgien und die Ukraine würden nicht Teil der Nato werden. Sie zogen eine Grenze im Sand.
        Sie sagten: «Das ist eine existenzielle Bedrohung für uns.»
        Im August 2008 kam es dann tatsächlich zu einem Krieg zwischen den Russen und den Georgiern, bei dem es um die Frage ging, ob Georgien der Nato beitreten sollte oder nicht.

        Es ist wichtig zu verstehen, dass die westliche Politik, wenn wir uns nun auf die Ukraine konzentrieren, eigentlich aus drei Säulen bestand.
        Die wichtigste Säule war die Integration der Ukraine in die Nato.
        Die beiden anderen Säulen bildeten die Integration der Ukraine in die Europäische Union und die Umwandlung der Ukraine in eine pro-westliche liberale Demokratie, das heisst die Umsetzung der Orangen Revolution von 2004/2005.
        Diese drei Säulen der Strategie zielten darauf ab, die Ukraine zu einem pro-westlichen Land zu machen, zu einem Land im Orbit des Westens, das an der Grenze zu Russland liegt. Die Russen haben damals unmissverständlich klargestellt, dass dies nicht geschehen würde.

        Das führte zu zwei Krisen. Die erste Krise brach im Februar 2014 aus, die zweite im Dezember 2021. Am 24. Februar 2022 begann schliesslich der Krieg.
        Beginnen wir mit der ersten Krise von Februar 2014. Sie wurde zum grossen Teil durch einen von den USA unterstützten Staatsstreich in der Ukraine ausgelöst, der dazu führte, dass der pro-russische Präsident Wiktor Janukowytsch gestürzt und durch einen pro-amerikanischen Premierminister ersetzt wurde.

        Für die Russen war das unerträglich. Gleichzeitig debattierten die Russen mit dem Westen und mit den Ukrainern über die EU-Erweiterung. Im Hintergrund lauerte zu diesem Zeitpunkt immer die Frage der Nato-Erweiterung.

        Das führte zu einer Explosion, die zwei Folgen hatte. Zum einen nahmen die Russen der Ukraine die Krim weg. Sie hatten nicht die Absicht, die Hafenstadt Sewastopol jemals der Nato zu überlassen. Zweitens trugen die Russen dazu bei, dass in der Ostukraine ein Bürgerkrieg ausbrach, der auch nach 2014 andauerte.

        Dann, im Dezember 2021, kam es zu einer zweiten grossen Krise. Meiner Meinung nach wurde sie vor allem dadurch ausgelöst, dass die Ukraine de facto Mitglied der Nato wurde. Im Westen, insbesondere in Washington, ist es üblich zu sagen, Russland habe nichts zu befürchten. Die Nato tue nichts, um die Aufnahme der Ukraine voranzutreiben. Ich denke, de jure ist das absolut richtig, aber de facto ist das falsch.

        Es war Präsident Donald Trump war, der beschloss, die Ukrainer zu bewaffnen. Wir bewaffneten die Ukrainer, wir bildeten die Ukrainer aus, wir knüpften immer engere diplomatische Beziehungen zu den Ukrainern. Das verschreckte die Russen.
        Es verschreckte die Russen im Sommer 2021, als das ukrainische Militär Drohnen gegen russische Truppen in der Donbass-Region eingesetzte und die Briten einen Zerstörer durch russische Hoheitsgewässer im Schwarzen Meer fuhren. Es verschreckte die Russen im November 2021, als US-Bomber innerhalb von 13 Meilen vor der russischen Küste flogen.

        Diese Ereignisse, verbunden mit der faktischen Aufnahme der Ukraine in die Nato, brachten die Russen an den Siedepunkt, wie Aussenminister Sergej Lawrow sagte. Am 24. Februar marschierten sie in die Ukraine ein. Jetzt befinden wir uns mitten in einem echten Krieg, nicht nur in einem Bürgerkrieg in der Ostukraine, den wir vor dem 24. Februar hatten.

        ( … ) => Linkoben

  4. Man kann:
    – Schwache Regierungen – überwiegend mit Frauen besetzt
    nicht mit einer
    – Starken NATO gleichstellen.
    Wie haben wir uns als Kinder verhalten, wenn wir uns überlegene gepiesackt haben?
    Wenn du mir was tust – hole ich meinen großen Bruder !

    Diese Frauen in den Regierungen verhalten sich genau wie diese Kinder !!!
    Putin sieht die NATO genau als das was es ist – EINE BEDROHUNG !!

    Die Achse des Bösen hat sich Richtung NATO verschoben.
    Jedes Land was in die NATO will – offenbart früher oder später mangelnden Respekt gegenüber seinen
    Nachbarn. Man fühlt sich auf einmal soooo stark!
    Und schneller als gedacht stecken ALLE im NATO-WAHN !! Nur noch ein Wahnsinniger an der Macht !!
    Ist es B.Gates oder Rockefeller oder Rothschilds – schei.. Egal – alles ein Club.

    1. …. und

      Merkel, von der Leyen, La Garage, Bärbock….und eine nicht endend wollende Liste von Frauen, die alles tun, uns und unser Land zu zerstören …..

  5. was ich hier für einen brauchbaren Bericht vermisse, sind Stichworte wie Maidan, 5 MRD $, Fuck-the-EU-Nuland und Biowaffenlabore – zumal im Zusammenhang mit den Folgen von Wuhan !
    Ohne diese Elemente ist die Bewertung mehr als schlagseitig !

  6. 1997 sagte Joe Biden:
    “Das einzige was Russland zu einer heftigen militärischen Reaktion zwingen würde – wäre eine Expansion der NATO an die russische Grenze. Der hat also schon damals gewusst, wie man einen Krieg in der Ukraine organisieren kann.Na ja, er hat den ja jetz bekommen, fast wie bestellt. Noch Fragen?

  7. “Trotz seiner Neutralität war sich Finnland seit dem Zweiten Weltkrieg stets der Gefahr bewußt, die von Russland ausgehen kann.
    Zitatende
    Der Verfasser scheint Russland mit UdSSR zu verwechseln. Naja kommt ja öfter bei vielen “Fachleuten” vor. Finnland und Schweden sollten sich bewusst darüber sein, daß sie damit auch in alle Nato Angriffskriege – auch der Türkei – eingebunden sind. Aus diesem Grund wünsche ich mir, daß mein Deutschland endlich dieses mörderische Bündnis verläßt und den Bund mit Russland anstrebt. Das ist unser natürlicher Verbündeter…

    1. Lieber Stefan, ein Bündnis zwischen Deutschland und Russland ist das absolute Angst-Trauma der USA seit mehr als 100 Jahren. Sie werden auch weiterhin ALLES tun, um eine deutsch/russische Freundschaft zu verhindern und wenn ich sage ” ALLES ” , dann meine ich auch alles, einschließlich Krieg und Millionen Todesopfer. Madeleine Albright hätte es nicht deutlicher sagen können : ” Ja, das war es wert.” Unfassbar, nicht wahr ??

    2. In welche Türkeikonflikte sind denn die NATO —Staaten bislang involviert gewesen?
      Geht es noch dümmer?

  8. Lieber Herr Helmes, Putins Absicht ist vermutlich einfach die, dass er den Zugang zur Krim festigt und die Beiden Teile Lugansk und wie das andere heisst, weiss ich nicht mehr, nimmt er auch gerne mit. @Theresa Geissler, kroatien ist vermutlich auch dagegen.

  9. Werter Herr Helmes, Ihre Arbeit schätze ich, aber manchen Ihrer Gedanken
    kann ich nicht folgen. Historisch bewahrheitete Tatsachen und Aussagen ig-
    norieren Sie, und, da ich annehme, daß Sie nicht die Absicht haben, in dieser
    Richtung zu recherchieren (es soll auch Biden-Obama-Clinton-Nuhland- Fried-
    man-und Brzezinski-Versteher geben), oder sie beharren wider besseres Wissens
    auf Ihrer Position, möchte ich darauf nicht näher eingehen.
    In vieler Augen sind und bleiben die USA allzeit die Guten, trotz ihrer zum Nut-
    zen der Demokratie angezettelten und durchgeführten Kriege mit Millionen
    Opfern und immensen materiellen Schäden. Dwight D. Eisenhower sagte 1961:
    “Hütet Euch vor dem militärisch-industriellen Komplex.” Und der hat der
    Ukraine mal eben so 5Mrd. Dollar zukommen lassen, für Kindernahrung und den
    Wohnungsbau natürlich, und die Ukraine, das 4. ärmste Land Europas, wird mit
    Kriegsmaterial seit Jahren zugeschüttet und leistet sich eine 500 00- Mann-Armee. Haben Sie Brzezinskis “USA die einzige Weltmacht” gelesen? Empfehlenswert auch “Rußland im Zangengriff” von Peter Scholl-Latour, dem 2014 verstorbenen Ausnahme-Journalisten.

    1. @ Sigismund
      in seiner Borniertheit blendet Herr Helmes alle zu grunde liegenden Fakten einfach aus, mit ihm im diskus ist wie gegen Windmühlen kämpfen,,,

      1. @Karl: Na, da gibt es hier denn schon zwei Windmühle, denn ich bin auch Eine… Ach ja, und Herr Farwick ja auch – logisch, übrigens, mit seinem Hintergrund und Fachkentnissen…
        Und wenn Sie mal die Westliche Landesgrenze überschreiten würden, würden Sie sofort auf Millionen von Windmühlen stossen, mit anderen Wörtern: auf Holländer, wie auch ich, die die Gesamte Putin-freundliche Theorien hier niemals verstehen werden. Die nur Eines sehen: Mit seinem Angriff von einer Souveränen Nachbarstaaten liegt er automatisch falsch. Manche Leser hier auf conservo sagen: Er hat seine Gründe dafür blablabla… Wir, die “Windmühle” sagen dagegen ganz einfach: Die Gründe hat er n i c h t ; niemand hätte ihn oder Russland ernsthaft bedroht, wenn er nur seinem Nachbarland in Ruhe gelassen hätte.
        “Denazifizierung”? Quatsch, denn das sei nicht seiner Aufgabe; nicht bei einem souveränen Staat, über denen er nicht herrscht – nur herrschen WILL.
        Und da können die Putin-versteher argumentieren soviel, wie sie wünschen, aber für Andere sei DAS die Realität
        Gegen Windmühlen kämpfen Sie? Dann eben gegen Windmühlen, denn hier KÖNNEN die “Windmühle” nichts sonstiges sein, leider.

      2. John Kirby, Pressesprecher des Pentagon, räumte ein, daß man
        die Ukraine 8 Jahre auf diesen Krieg vorbereitet habe. Warum
        wollen so wenige in Deutschland die Realität einfach nicht se-
        hen. Es geht nicht um Putin, es geht um wirtschaftliche und
        geostrategische Interessen. In diesem schmutzigen Spiel sind
        die USA seit über 100 Jahren der Mephisto.

    2. Also, @ Karl, diese Wortwahl Peter gegenüber – unabhängig von der Meinung zur Sache – kann ich nicht goutieren.

      Peter ‘Borniertheit’ zu unterstellen ist schlicht absurd und ungehörig.
      Peter ist ein über viele Jahrzehnte in Politikdingen höchst erfahrener Mensch und Kenner, den ich persönlich außerordentlich schätze, wenn er auch mal in diesem Punkt eine andere Meinung hat. DAS steht ihm zu.

  10. Leider gibt es jetzt ein zweiter Gegner bezüglich dem Mitgliedschaft Finnlands und Schwedens, nämlich… (wer hätte es sich denken können) ERDOGAN!
    Öffentlich, weil beide Länder die Kurden stutzen: Die heisst er nämlich ‘Terroristen’…
    Naja,, Putin und er: Verwandte Seelen (aber dies sei ernsthaft, weil Erdogan faktisch NATO-mitglied ist, und E. u. A. tatsächlich verhindern kann!)
    Ich lass es u. A. hier:
    https://www.msn.com/nl-nl/nieuws/Buitenland/erdogan-keert-zich-tegen-navo-lidmaatschap-zweden-en-finland/ar-AAXecJb?ocid=uxbndlbing

    1. Seit wie vielen Wochen streiten wir um Ukraine und Russland, die Probleme im eigenen Land ignorieren wir, auch dass die WHO plant unser Gesundheitssystem zu kapern, das Erdogan nur darauf lauert in Deutschland mal auf zu räumen, im Prinzip uns seine islamische Weltanschauung zu diktieren. Jeder der gegen Lieferung von Kriegswaffen ist, ist automatisch links, als hätte die NATO einen Heiligenschein.

      Wann ist es uns mal wichtig uns um die schwelenden Probleme im eigenen Land noch zu kümmern, denn das wird nicht mehr lange gut gehen. Mir liegen die Menschen am Herzen, nicht die Politik, die politischen Lügen und der Lügensumpf der Propagandamedien. Die EU spielt ein sehr gefährliches Spiel, aber Hauptsache wir können moralisch die halbe Welt erziehen.

    2. “Öffentlich, weil beide Länder die Kurden stutzen: Die heisst er nämlich ‘Terroristen’…”

      Achja? Schon vergessen wie Biden im letzten Jahr nach dem Sturm auf das Kapitol die Trump-Anhänger genannt hat?
      Biden nennt Trumps Anhänger auch Terroristen!
      O Mist, bin ich jetzt ein Spielverderber?
      Habe ich ihr schönes wunderwolles Amerikabild zerstört ?
      Und nicht vergessen, die Black Lives Matter die im Jahre 2020 viele (tödliche) Schießereien in den USA zu verantworten hatten, viele Geschäfte geplündert haben und Geschäfte niedergebrannt hatten, diese BLM Bewegung nennt man in den USA und im gesamten westlichen linksliberalen Mainstream “Aktivisten”!

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