Michael van Laack

“Nomen est omen” bietet sich bei Unternehmen, die “Verkehrsbetriebe” im Namen tragen, als Kalauer bekanntlich immer an. Die Berliner Verkehrsbetriebe verstehen wegen der deutschlandweit größten öffentlichen Zurschaustellung von Geschlechtsteilen anlässlich des Berliner CSD (Christopher Street Day) ihren Firmennamen diesmal allerdings selbst wörtlich.

„Hiermit könnt ihr es bunt treiben“

Mit diesem Slogan wirbt das Unternehmen für sein “*icket“. Nein, liebe Leser, Sie haben sich nicht verlesen und ich mich nicht verschrieben. Denn auch ein Fahrschein kann sich bekanntlich wie ein Mann, eine Frau oder eines der weiteren 465 bis 2981 Geschlechter fühlen, weshalb das Gendersternchen nicht fehlen darf.

Das Besondere an diesem 5-Euro-Ticket: Wer es erwirbt, bekommt kostenlos ein Kondom oder ein Lecktuch dazu. Letzteres empfiehlt sich schon deshalb, weil bekanntlich bei keiner anderen Veranstaltung außerhalb eines großen CSD auch die echten “Damen“ überall dort im Stehen oder Sitzen pinkeln, wo ihnen danach ist; weshalb sich der direkte Zungenkontakt nur für Natursektliebhaber empfiehlt. Alle anderen mögen sich des Verkehrsbetriebsgeschenks bedienen.

Verkehrssicherheit für alle!

“Wir lieben Verkehr. Und wir versuchen immer, für die Bedürfnisse unserer Kunden und Kundinnen die richtige Lösung anzubieten“, begründete der Pressesprecher der BVG die Aktion ergänzend. Ganz in ehrlich. ich hätte das alles dennoch für einen Witz gehalten, hätten mir nicht meine Berliner Freunde bestätigt, dass es sich hier um nichts anderes als “Fakten, Fakten, Fakten” handelt. Und nun behaupte noch irgendjemand, die LGBTIQ+-Community würde in diesem Land diskriminiert.

Nein, sie wird gehypt. Über dem Reichstag wird ihre Flagge aufgezogen und man reicht ihren Mit- und Ohnegliedern kostenlose Hilfsmittel zur Kopulation (an welchem bunten oder nichtbunten Ort Berlins auch immer). Alles ist erlaubt an diesem Tag. Wer sich allerdings über das öffentliche Suhlen in buntem Schleim empört und das Animieren dazu verurteilt, ist ein homophober pseudochristlicher Fundamentalist oder einfach ein Naaazi! Punkt!

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