Alex Cryso*

Kommt im Herbst ein möglicher Blackout, also ein flächendeckender Stromausfall, wird es sprichwörtlich zappenduster in unserem Land: Vor wenigen Tagen hat die hessische Rheingau-Taunus-Region als Erste von 401 Landkreisen und kreisfreien Städten eine Berliner Spezialfirma beauftragt, um ein solches Katastrophenszenario simulieren zu lassen.

Die Erkenntnisse sind wie zu erwarten verheerend: So würde es in den ersten 96 Stunden rund 400 Tote geben. Vor allem die Patienten in den Kliniken und Pflegeeinrichtungen wären davon betroffen. Bereits nach 24 Stunden würde des Nutzvieh sterben, Umspannwerke ausfallen und die Wasserbehälter entleert sein. Plünderungen starten, Brände entfachen und ein Schaden in dreistelliger Millionenhöhe entsteht.

Keine Hassrede mehr im Internet – Denn es erlischt!  

Ohne jegliche Elektrizität würden kurz darauf das Internet, das Telefonfestnetz  und Heizungsanlagen unabhängig von den Brennstoffen ausfallen. Smartphones mit den entsprechenden Notfall-Apps könnten nicht mehr aufgeladen und benutzt werden. An den Tankstellen gäbe es kein Benzin mehr, Lebensmittel könnten nicht mehr gekühlt werden, elektronische Bank- und Zahlsysteme quittieren ihren Dienst. Die Wasserversorgung in den Haushalten bricht zusammen. Je nach Beschaffenheit könnten Kliniken, Pflegeeinrichtungen und andere Einrichtungen ihren individuellen Betrieb eine gewisse Zeit lang weiter aufrecht erhalten.

Krisenstäbe für 16 Stunden notversorgt

So zum Beispiel die Krisenstäbe, die im Fall des Rhein-Taunus-Kreises über ein Notstromaggregat im Keller des Kreishauses verfügen, um neben dem Server auch die satellitengestützen Kommunikationssysteme in Gang zu halten. Im besagten Kreishaus hat das Notstromaggregat eine Leistung von 200 Kilowatt, um mit einer Reserve von 1000 Liter Diesel ungefähr 16 Stunden verfügbar zu sein.

Zudem bräuchte alleine die hiesige Feuerwehr, die Polizei und andere Einsatzkräfte rund 10.000 Liter Kraftstoff pro Tag. Auch die 100 Feuerwehrgerätehäuser im Kreis sollen mit Notstrom ausgestattet werden, um gleichzeitig als Anlaufstelle für die Bürger zu fungieren. Die Souveränität der kommunalen Verwaltung müsse dabei so lange wie möglich erhalten bleiben.  

Gasmangel ist deutlich ungefährlicher als Strommangel

Kurzum: Ein Szenario, das wir bislang nur aus den einschlägig bekannten Katastrophenfilmen kennen, kündigt sich an. Kreisbrandinspektor Christian Rossel hält die Gefahren und die Auswirkungen eines Blackouts für wahrscheinlicher und größer als die eines drohenden Gasmangels. Aufgrund der grünen Klima-Ideologie ist unter anderem auch mit einer so genannten „Lastunterdeckung“ beim Abschalten der letzten drei Kernkraftwerke zu rechnen, was bedeutet, das bestimmte Gegenden in Deutschland prinzipiell mit Strom unterversorgt werden.  

Was die möglichen Raubzüge betrifft, so machte vor genau einem Jahr die AfD aus Nordrhein-Westphalen auf die Plünderungen im Ahrtal aufmerksam, wobei es sich bei 81 Prozent aller Diebe um Migranten handeln würde. Insgesamt 166 Fälle wurde bis dato registriert, wobei sich vor allem Rumänen, Türken und „Deutsche“ mit doppelter Staatsangehörigkeit hervortaten. Auch hier das gleiche Spiel:  Solche Menschen fliehen vor Gewalt und Terror, um dann die Notsituation ihrer Gastgeber schamlos auszunutzen. Dass die Solidarität unter den Deutschen natürlich ebenfalls auf eine harte Probe gestellt wird, steht außer Frage. 

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*Die in der Überschrift angegebene mögliche Opferzahl hat die Conservo-Redaktion per Dreisatz ermittelt. Die letzte gesicherte Zahl der Einwohner Deutschlands beträgt 83,24 Millionen. Der Rheingau-Taunus-Kreis schlägt statistisch mit 187.229 Einwohnern zu Buche. Dieser hätte laut Schätzung bei einem 96 Stunden währenden Blackout 400 Tote zu beklagen. So kommen wir gerundet auf 180.000 Opfer für ganz Deutschland.

Die Zahl könnte jedoch weitaus höher liegen, da in dem bewerteten Kreis im Verhältnis zu vielen Großstadt-Regionen zumindest die Zahl der Krankenhausbetten deutlich geringer ist. Ein das gesamte deutsche Netz und somit auch andere europäische Netzregionen betreffender (vielleicht sogar von diesen verursachter) Netzausfall ist selbstverständlich das Worst-Case-Szenario. Bei einem Netztotalausfall ist allerdings die Annahme, dass es mindestens 96 Stunden dauert, das System konzertiert wieder hochzufahren, sehr wahrscheinlich. Das belegen alle Studien der letzten Jahrzehnte, die nicht aus der Feder grüner Thinktanks stammen.

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Von conservo

Conservo-Redaktion