Michael van Laack

Ich bin nun wahrlich kein Fan der queeren Community. Aber: Besser gar kein Zeichen gegen Homophobie und für die LGBTI-Community als ein augenscheinlich aus der deutschen und der Regenbogenflagge farblich zusammengebasteltes Herz, das Kapitän Manuel Neuer selbstverständlich mit “Stolz” tragen will. Das kommt auch bei sehr vielen queeren Leuten nicht gut an.

Zwei Botschaften sendet der DFB mit dieser Kampagne aus:

1. Wir sind zwar mutig genug, dem ungarischen Präsidenten den bunten bemalten Stinkefinger zu zeigen und gegen die ungarische Haltung zur Genderideologie Flagge zu zeigen, aber für die Scheichs des Kalkwüstenstaats reicht unser Mut nicht. Schließlich möchten wir Fußballweltmeister werden und nicht als Martyrer für die LGBTI-Ideologie im heißen Sand vor den Toren der Arena gesteinigt werden.

2. Schwarz-Rot-Gold und die LGBTIusw.-Farben gehören untrennbar zusammen. Diese Eindruck mag entstanden und entsprechend grafisch umgesetzt worden sein, als das vom DFB beauftragte Designerstudio Twitter auf der Suche nach Ideen durchforstet hat und auf jedem fünften Bild einen Bundes- oder Landespolitiker neben den Fahnen Deutschlands und der Regenbogenflagge zu sehen bekam.

Auch nichts kann mehr sein!

Der DFB setzt mit dieser Entscheidung kein Zeichen gegen Diskriminierung, sondern unterwirft sich den Wünschen einer dem Islam anhängenden Herrscherdynastie. Und so wird aus dem mutigen Protest und dem Zeichen für Vielfalt ein Rohrkrepierer. Denn in der LGBTI-Community kommt man sich zurecht verar… vor, wenn sie auf diese jeden Farbpsychologen verwirrenden Streifen schaut.

Manchmal ist halt nicht nur weniger mehr, sondern sogar nichts! In Katar weiß man auch ohne dieses Zeichen, was in Deutschland im Genderbereich abgeht. Die Muslime verspotten diese Bewegung. Dieses Herz trägt eher dazu bei, dass sich die Wüstenscheichs und ihr Volk bestätigt fühlen in ihrer Meinung über uns Westeuropäer. Ein Volk, dass seinen Glauben nicht mehr im Herzen trägt, sondern nur noch von oberflächlichen Botschaften auf Kleidung und Plakaten lebt!

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