50 tote afrikanische Christen mehr oder weniger entsetzen im bunten Europa kaum jemanden

Zwei stolze Fulani-Krieger

Alex Cryso

Die Gewalt gegenüber Christen in den afrikanischen Ländern reißt nicht ab. Vor allem dort, wo eine immense Ausbreitung des Islam zu verzeichnen ist, haben Andersdenkende das Nachsehen. Von der militanten Diskriminierung bis zur bewaffneten Säuberung müssen Christen das erleiden, was wir bislang nur aus dem düsteren Nazi-Deutschland kennen.

So vermeldet die Menschenrechtsorganisation Open Doors, dass allein in Nigeria über 50 Christen in den letzten zwei Monaten aufgrund ihres Glaubens getötet wurden. Im Süden des Bundesstaates Kaduna wurden zudem zahlreiche Kirchen und von Christen bewohnte Häuser niedergebrannt. Im weltweiten Verfolgungsindex belegt Nigeria derzeit Rang sechs. Der Anteil des Islam lag 2018 bei 53,5 Prozent, was einem Anteil von 99,1 Millionen Anhängern entspricht.

Fulani? Heißt so nicht der neue Kulturverein in Duisburg-Marxloh?

Vor allem militanten Organisationen wie die radikal-islamische Terrorgruppe Boko Haram sorgen immer wieder für Angst und Schrecken. Diese hat vor neun Jahren über 90 Mädchen entführt und zum Teil mehrfach an die eigenen Söldner zwangsverheiratet. Erst zwei der jungen Frauen konnten am vergangenen Wochenende von der nigerianischen Armee befreit werden.

Und auch das kriegerische Nomadenvolk der dschihadistischen Fulani sorgte vor zirka einer Woche für einen beispiellosen Terrorakt, in dem man etwa 40 Besucher eines Gottesdienstes entführte. Obwohl der überwiegende Großteil entkommen konnte, befinden sich 16 Christen weiter in Gefangenschaft. Das Ganze spielte sich ebenfalls in der Region um die Großstadt Kaduna ab. Besonders die Christen sind ein fortwährend beliebtes Angriffsziel der Fulani, die sich auch an der Ermordung der oben genannten 50 Nigerianer beteiligt haben.

Dschihad ist doch nur die Hardcoreversion von Evangelisierung

Die bewaffneten Nomaden stammen zum Großteil aus dem Niger, Tschad und Mali, um bei ihren Raubzügen Dörfer zu überfallen, sexuellen Missbrauch zu betreiben, zu morden, zu gegen Lösegeld zu entführen und zu brandschatzen. Rund offizielle 8.000 Todesopfer sind seit 2011 zu beklagen. Selbst der nigerianische Staatpräsident Muhammed Buhari ist ein Mitglied der Fulani. Deren Anzahl in Nigeria wird auf bis zu 100.000 Personen geschätzt. Der Dschihad ist dabei genauso das erklärte Ziel wie die Islamisierung des Landes. Für nicht wenige Nigerianer erscheinen die Fulani als noch bedrohlicher wie der Boko Haram.

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