Sound of Freedom: LGBT- und New-Age- Communitys wüten gegen die Wahrheit

Am 8. November 2023 ist der US-Sensationserfolg »Sound of Freedom« über die skrupellose Kinderschändermafia auch bei uns in die Kinos gekommen – Von “schonungslos erhellend und genial” über “umstrittenster Film des Jahres”, “triefend von politisch-konsevativer Ideologie” bis “Agitation radikaler und homophober Christen” war im Vorfeld zum Kinostart und in der ersten Woche danach alles dabei.

Unser Gastautor hat den Film gesehen. Es gelingt ihm nicht nur, den Lesern die Handlung strukturiert vor Augen zu führen, sondern er nimmt manches Vorurteil vom Tisch und zeigt auf, warum die ein oder andere Lobby sowohl in den USA als auch in Europa Schnappatmung bekam.

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Dr. PHIL.MEHRENS

Dass Filme mit einem Warnhinweis versehen werden, ist eher ungewöhnlich. Man stelle sich beispielsweise vor, das Kinodrama »Oskars Kleid« über einen Jungen, der glaubt im falschen Körper zu leben (vor einem Jahr im Kino), wäre vom Verleih mit folgendem Vermerk auf Deutschlands Medienszene losgelassen worden: »Dass OSKARS KLEID schon während der Dreharbeiten von LGBT-Aktivisten und linken Gruppierungen für ihre kruden Kampagnen gekapert wurde, hat leider dazu beigetragen, dass das wichtige Thema des Films in den Hintergrund geriet. Wir als Verleih stehen weder hinter der politischen Instrumentalisierung noch hinter den Äußerungen einzelner Beteiligter des Films – und werden diesen auch keine Plattform bieten.«

Natürlich bekam der trans-affirmative Film mit Florian David Fitz keinen solchen Warnhinweis. Wenn dagegen ein Film mit christlich-konservativer Grundierung anläuft, in dem dann auch noch Hauptdarsteller Jim Caviezel, bekennender Katholik, im Abspann eine Art Predigt hält, dann ist das natürlich etwas völlig anderes!

Kulturkampf pur um eine grundlegende Menschenrechtsfrage

»Sound of Freedom«, der lang erwartete US-Sensationserfolg über Menschenhandel und Kindesmißbrauch, ist, wie Regisseur und Drehbuchautor Alejandro Monteverde erklärt, »die Geschichte einer realen Person, Tim Ballard, der seinen Job bei der Heimatschutzbehörde aufgab, um verschleppte Kinder zu retten.« Produziert wurde das Werk von Angel Studios. Die unabhängige Filmfirma realisierte per »crowdfunding« bereits die enorm erfolgreiche Jesus-Serie »The Chosen«.

Nun muss man wissen, dass in den USA eine Art Kulturkampf tobt zwischen den Anhängern des New-Age-Regenbogens, heute besser bekannt als »woke« Bewegung (also als Bewegung der »Erwachten« oder »Erleuchteten«), und den am traditionellen »Old Age«-Glauben mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis festhaltenden Christen. Hintergrund ist die »New Age«- oder Wassermann-Bewegung, die 1970 mit Studentenprotesten gegen Vietnamkrieg, Nationengrenzen und puritanische Moral ihren Höhepunkt erreichte und eng verzahnt, zum Teil sogar identisch war mit der »Gay Rights«- oder »Gay Pride«-Bewegung. Deshalb wurde 1978 in San Francisco auf Veranlassung des homosexuellen Politikers Harvey Milk aus dem New-Age- bzw. Wassermann-Regenbogen die Flagge der »gay rights activists«.

Das Zeichen des Regenbogens ist “New Age” pur!

Der Regenbogen steht also nicht für ein christliches Weltbild, sondern für ein vom esoterischen New-Age-Glauben inspiriertes. Die verquaste New-Age-Lehre geht davon aus, dass gegen Ende des 20. Jahrhunderts, Anfang des 21. Jahrhunderts das christliche Fische-Zeitalter durch das des Wassermannes abgelöst wird. Zugrunde gelegt wird dabei das Horoskop, in dem Fische und Wassermann benachbarte Sternzeichen sind. New-Age-Erben sitzen heute in vielen einflussreichen Gremien, Bildungsinstituten, Unternehmensvorständen. Im Filmgeschäft ist der Disney-Konzern der wichtigste Vertreter des New-Age-Denkens. Viele aufwändige Hollywood-Filme propagieren, offen durch Einbau des Regenbogensymbols oder verdeckt durch esoterische Botschaften, das New-Age-Weltbild, am deutlichsten die beiden »Avatar«-Filme. Dass es sich bei den Machern von Angel Studios um engagierte Christen des »alten Zeitalters« handelt, die dem New-Age-Regenbogen die Gefolgschaft verweigern, ist vielen in Hollywood ein Dorn im Auge.

Als Angriffsfläche wurde gegen »Sound of Freedom« die vermeintliche »politische Instrumentalisierung« genutzt, von der nun auch der deutsche Verleih Capelight spricht. Die berüchtigten QAnon-Verschwörungstheoretiker, die daran glauben, dass eine mächtige Elite aus Wirtschafts- und Politfunktionären die Welt versklaven möchte, sahen sich in dem Thema des Films bestätigt. QAnon-Theorien trafen nun auf einen von konservativen Christen realisierten Film und machten ihn so zur Steilvorlage für den streitsüchtigen Webmob der in regenbogenaffine Progressive und regenbogenkritische Konservative gespaltenen US-Gesellschaft. Der Regisseur sah sich genötigt, klar Stellung zu beziehen: »Keine einzelne Interessengruppe ist für das Problem namens Menschenhandel verantwortlich«, sagte er. »Wir alle sind es, weil er in der Welt geschieht, die wir alle teilen.«

Himmel und Hölle kämpfen um die Seelen unsere Kinder

Mit einer idyllischen Heile-Welt-Szene lässt er sein emotional überwältigendes Filmdrama beginnen. Wunderbar entspannt singt die achtjährige Rocio Aguilar in ihrem Kinderzimmer in Tegucigalpa (Honduras) mit Blick auf die Stadt und scheint dabei versunken in ihren eigenen kindlichen Kosmos. Aber Rocios Kindheitsparadies ist bald Vergangenheit. Eine TV-Produzentin taucht bei der Familie Aguilar auf und verspricht den Eltern das Blaue vom Himmel: Rocio und ihr kleiner Bruder Miguel könnten die Stars der Zukunft sein. Kurz nach den Probaufnahmen sind die Kinder spurlos verschwunden.

In Kalifornien geht unterdessen der größte Gegner der Pädokriminellen, Timothy Ballard, seiner Arbeit nach. »Wer Ärgernis gibt einem dieser Kleinen, die an mich glauben, es wäre besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist«, kommentiert der gläubige Christ seine Haltung den Straftätern gegenüber und zitiert damit eine Stelle aus dem Matthäusevangelium, an der Jesus Kinder unter seinen besonderen Schutz stellt. Doch der Agent von Homeland Security weiß, dass mit der Überführung der Täter die von ihnen entführten Kinder noch lange nicht in Sicherheit sind. Gespielt wird Ballard von einem, der selbst gläubiger Christ ist: Jim Caviezel. In dem legendären Jesus-Film »Die Passion Christi« von Mel Gibson spielte er Christus. Und dass er diesen für den gekreuzigten und auferstandenen Sohn Gottes hält, daran lässt der Darsteller keinen Zweifel.

Ballard lockt den zwielichtigen Oshinsky, der mit Kindesmissbrauch in Verbindung steht, in eine Falle. Über Oshinsky möchte er als V-Mann an die Bosse des Verbrecherrings heran. Seine Überzeugung und moralische Triebfeder kleidet er in diesen einen Satz, der zugleich die Kernbotschaft des Films ist: »Gottes Kinder stehen nicht zum Verkauf!« (Im Original: »God’s children are not for sale!«) Zwar kann Ballard schließlich Miguel finden und befreien. Aber wo steckt seine große Schwester? Die Spur führt nach Kolumbien. Dort trifft der verbissene Jäger, der längst auf eigene Faust ermittelt, auf einen Verbündeten, den bekehrten Ex-Kriminellen Vampiro. Gemeinsam wollen sie die Schurken in die Falle locken: mit einem exklusiven Szenetreff am Strand für die perversen Pädokriminellen. So hoffen sie auf einen Streich fünfzig minderjährige Sexsklaven aus den Fängen der Kindermafia retten und ihren skrupellosen Entführern das Handwerk legen zu können – ein gewagtes Spiel …

Ein Film, der unter die Haut geht

Mit atmosphärisch dichten, Hitze ausdampfenden Dschungelaufnahmen erreicht das packende Filmdrama seinen Höhepunkt, als Ballard in Kolumbien die entscheidende Spur verfolgt. Und spätestens wenn Shakiras »Pienso en ti« das ergreifende Finale des Films zum hochemotionalen Wirkungstreffer macht, wird kaum ein Auge trocken bleiben. »Sound of Freedom« ist ein in jeder Hinsicht gelungener Film, der trotz der scheußlichen Thematik auf die ganz harten Bilder verzichtet. Wirklich hart wird es erst im Abspann, wenn der Zuschauer erfährt, dass es aktuell weltweit mehr Sklaven gibt als zu den vermeintlichen Spitzenzeiten des Sklavenhandels und dass mit dem schmutzigen Geschäft des Menschenhandels jährlich 150 Milliarden US-Dollar eingestrichen werden.

Dem Film geht es also nicht, wie seine Kritiker aus fadenscheinigen Gründen gern gegen ihn ins Feld führen, um politische oder religiöse Agitation, sondern um die »grundlegende Menschenrechtsfrage«, wie Regisseur Alejandro Monteverde betont. Und er fügt resolut hinzu: »Die Politik sollte in den Hintergrund treten, wenn es darum geht, Kinder aus den Fängen des Menschenhandels zu befreien.« Recht hat er!

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