Bundesumweltminister Röttgen (CDU) hat in einem Schreiben an den hessischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Posch (FDP) verdeutlicht, daß es „keine Abstriche beim Arten- und Naturschutz geben“ werde, um die Kosten für Verkehrsvorhaben zu senken. „Naturschutz muß als Zukunftssicherung begriffen werden“, heißt es in dem Brief Röttgens.

Posch hatte in einem Schreiben an Röttgen darüber geklagt, daß der Schutz seltener und bedrohter Tierarten zu unvertretbaren Entwicklungen beim Bau von Flughäfen oder Straßen etc. führe. Allein beim Bau von Bundesfernstraßen entstünden Kosten von rd. 500 Millionen Euro pro Jahr (!), um den Artenschutz zu berücksichtigen. Beispiel: Für einen 6 km langen Abschnitt beim Ausbau der A 4 seien zusätzliche Kosten von 50 Millionen Euro angefallen, „um eine Kolonie von Kammolchen zu schützen“.

Ach ja, Röttgen nannte in seiner Antwort solche „Rechenbeispiele“ als „wenig hilfreich“. Worauf der FDP-Fraktionsvorsitzende Rentsch verbittert fragte, wie lange Frau Merkel noch zusehen wolle, „wie Herr Röttgen Politik für die Grünen macht“. Wieder so ein Beispiel dafür, wie man Unionswähler vergrault.

Von conservo

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