Am Sonntag, 29. Januar, feiert Joachim Siegerist seinen 65. Geburtstag in der für ihn typischen Art – still und fernab von öffentlichem Trubel.

Sein Name und sein Lebenswerk stehen gleichermaßen für konservative Werte und eine konservative Politik sowie für großes humanitäres Engagement – was ihn zu einem der erbittertst bekämpften Haßfiguren der linken und linksradikalen Politszene machte. Ein halbes Leben lang mußte er sich gegen Verleumdungen politischer Gutmenschen wehren und ihre Angriffe, auch juristisch, zurückweisen. Fast immer mit Erfolg.

Auf der anderen, der konservativen Seite findet Siegerist große Anerkennung seines Lebenswerkes und eine besonders starke Unterstützung seiner Aktionen, die er sowohl im politischen als auch im humanitären Bereich entfaltet. Mit „Starthilfe“ eines der großen deutschen Idole, Max Schmehling, gründete er die „Aktion Reiskorn“, die (mit geringem organisatorischen Aufwand) Bedürftigen hilft, nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern. Einer seiner Schwerpunkte der sozialen Arbeit liegt in Lettland, nicht nur, weil sein Vater Lette war, sondern weil er dort auch ein Zeichen setzen will für die vielen deutschfreundlichen Letten, die gerade unter Stalin grausam unterdrückt, aber nach dem Krieg von vielen „Politisch Korrekten“ in unserem Lande als Faschisten hingestellt wurden. Siegerist baute mit Hilfe von Freunden und Förderern des Vereins eine „Versöhnungskapelle“ in Lettland, die sich großen Zuspruchs erfreut. In Lettland, wo Siegerist bekannt ist „wie ein bunter Hund“ kursiert unter Hilfesuchenden der fast schon geflügelte Satz: „Hast Du ein Problem, geh zu Joachim! Er hilft.“ Diese soziale Ader verschweigen seine politischen Gegner nur zu gerne; sie paßt nicht in ihr Feindbild.

Ein noch größeres Engagement entfaltete Siegerist im politischen Bereich. Nach Wehrdienst (Luftwaffe) und journalistischer Ausbildung machte er eine beeindruckende journalistische Karriere: Über den Weser Kurier in Bremen, der damals von Peter Boenisch geleiteten BILD-Zeitung bis zum Chefreporter der HÖRZU fand er die Anerkennung der Presse-Legende Axel C. Springer, der ihn immer wieder zu Sonderaktionen einsetzte. So kam Siegerist auch zur Politik. Mit 27 Jahren wechselte er von BILD zum niedersächsischen CDU-Politiker Albrecht und hatte einen nicht unerheblichen Beitrag zu dessen Wahl zum Ministerpräsidenten geleistet. In  der CDU/CSU sprach sich die „Leihgabe“ Springers schnell herum. Er wurde immer wieder zu Presse- und Wahlkampfeinsätzen gerufen, strebte aber selbst nie eine politische Karriere an – um, wie er sagte, „seine Unabhängigkeit nicht zu verlieren“. Von Stoltenberg bis Franz-Josef Strauß, Barschel, Barzel, Wallmann, Dregger u. a. wurde er geradezu als „Wunderwaffe“ in ihren Wahlkämpfen eingesetzt.

Zur Unterstützung des Bundestagswahlkampfes 1980 von Franz-Josef Strauß gründete er mit ZdF-Moderator Gerhard Löwenthal, Schachgroßmeister Ludek Pachmann und Peter Helmes die „Bürgeraktion Demokraten für Strauß“, aus der nach der Wahl letztlich der heutige Verein „Die Deutschen Konservativen“ entstanden ist, die er seit 1985 als ehrenamtlich tätiger Vorsitzender zur größten konservativen Bürgerinitiative entwickelte. Die wirtschaftliche Grundlage für sein Engagement bildeten die Verkaufserlöse aus seinen vielen Büchern, darunter – mit einer verkauften Auflage von 250.000 Exemplaren – sein größter Erfolg: “Willy Brandt – das Ende einer Legende“. Es folgten 12 weitere Erfolgstitel mit einer in die Millionen gehenden Gesamtauflage.

Siegerist ist – bei aller Bescheidenheit – stolz darauf, wirtschaftlich unabhängig geworden zu sein und dadurch sein soziales und politisches Engagement durchhalten zu können. Er muß vor niemanden den Rücken krümmen, was seine Gegner zuweilen schmerzlich erfahren durften.

Der Mensch Joachim Siegerist ist ein Phänomen. Er steckt voller Ideen und Initiativen, zieht sich aber auch gerne zurück, um in Ruhe nachdenken zu können. Er führt, er motiviert und zieht oder tritt auch ´mal, wenn´s nicht ganz so gut läuft. Er ist dunnhäutig, wenn man ihm menschlich wehtut, aber dickhäutig, wenn er politisch angegriffen wird. Er kann aufbrausen, aber auch einstecken, schroff sein, aber andererseits (am liebsten) sehr charmant und freundlich. Seine Mitarbeiter gehen für ihn durchs Feuer, er ist stets für sie da („Hast Du ein Problem, geh´ zu Joachim!“). Seine Gegner hingegen beißen bei ihm auf Granit oder aus Wut in die Tischplatte.

Joachim Siegerist hat alle Stürme überstanden. Ich kenne ihn aus fast vierzig Jahren mal mehr, mal weniger intensiver Zusammenarbeit. Er reißt einen mit, wenn man ´mal verzagt. Mit ihm haben die Konservativen in Deutschland eine starke Stimme. Ich wünsche ihm auch in deren Namen viel Glück, eine stabile Gesundheit, Gottes Segen und viel Erfolg bei der Mehrung des konservativen Einflusses in unserem Land.

Von conservo

Conservo-Redaktion