Weihnachten

Liebe Leser,

conservo wünscht Ihnen von ganzem Herzen gesegnete, gnadenreiche Weihnacht und ein gutes neues Jahr. Die folgende kleine Geschichte empfehle ich Ihrer Lektüre. Sie ist herrlich anrührend.

Eine ganz andere Weihnachtsgeschichte

Ein Geschäftsinhaber hatte ein Schild über seiner Ladentür befestigt, darauf war zu lesen: “Hundebabys zu verkaufen”. Dieser Satz lockte Kinder an. So erschien bald auch ein kleiner Junge im Laden und fragte: “Für wieviel verkaufen sie die Welpen?” Der Besitzer brummelte: “Na, so zwischen 30 und 50 Euro.“ Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog etwas Wechselgeld heraus. “Ich habe 2,37 Euro, kann ich mir sie anschauen?“ Der Besitzer grinste leicht und pfiff. Aus der Hündehütte hinter dem Laden kam seine Hündin gerannt, ihr folgten fünf kleine, niedliche Welpen. Einer davon blieb aber leicht zurück. Man sah, daß er humpelte. Der Junge schaute und fragte: „Was fehlt denn diesem kleinen Hund?“ Der Verkäufer erklärte, der Hund habe einen Geburtsfehler am Gelenk und wäre für den Rest seines Lebens behindert. Da wurde der Junge richtig aufgeregt, seine Augen strahlten. Und er rief ganz selbstbewußt: „Genau diesen Hund möchte ich kaufen!“

Der Verkäufer schüttelte den Kopf: „Diesen Hund kannst Du nicht kaufen. Aber wenn Du ihn unbedingt möchtest, schenke ich ihn Dir. Aber Du mußt immer gut auf ihn achten und ihn versorgen!“ Der Junge nickte artig. „Aber sag´ mal, kleiner Mann, warum willst Du ausgerechnet diesen behinderten Hund haben? Der kann doch nie richtig laufen!“ Da griff der Junge nach unten, krempelte sein Hosenbein auf, und zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes, verkrüppeltes linkes Bein, das mit einer Metallstange geschient war. Er sah zu dem Man auf und seufzte: „Sehen Sie, lieber Herr, auch ich kann nicht so gut rennen wie andere Jungen. Aber der Kleine braucht gewiß jemanden, der Verständnis für ihn hat.“

Der Verkäufer war sichtlich betroffen und hatte einen Kloß im Hals. Er mußte schlucken, weil er merkte, daß Tränen der Rührung in ihm aufstiegen. Da gab er sich einen Ruck, lächelte den Jungen an und sagte ganz zärtlich: „Mein Sohn, ich hoffe und bete, daß jedes einzelne dieser kleinen Geschöpfe einen Besitzer wie Dich finden wird. Ich bin sicher, der liebe Gott wird es so fügen.“

Der kleine, tapfere Junge band den Welpen an eine Leine, und beide zogen langsam ab, so als hätten sie schon immer zusammengehört. Der alte Mann murmelte gerührt: „So viel Freude in den Augen habe ich noch nie gesehen. Gott segne ihn.“ Aber das hörte der Junge nicht mehr. (Ursprung unbekannt; von mir nacherzählt)

Von conservo

Conservo-Redaktion