Familie! Kinder! Rente!

Neu1Das demographische Problem in Deutschland – und damit das Problem künftiger Rentenerwartungen – läßt sich sehr einfach darstellen: 1950 kamen in Deutschland auf 1 (einen) Menschen mit 65 Jahren und älter 6,5 erwerbsfähige Menschen von 20 bis 64 Jahren. Im Jahre 2010 war die Relation nur noch halb so hoch (2,9). Dramatisch wird es aber in rund 30 Jahren, wenn nur noch – nach heutigen Verhältnissen – etwa 1,6 erwerbsfähige Personen für die Rente 1 Älteren (ab 65 J.) aufkommen müssen. Diese Entwicklung war seit Anfang der siebziger Jahre erkennbar, weil (mit anhaltender Tendenz) jede neugeborene Generation um ein Drittel kleiner ist als die vorhergehende.

Hoheit über die Kinderbetten

Es macht fassungslos, wie „die Politik“ – von Union bis SPD – mit wenigen Ausnahmen darauf reagiert: mit der Forderung auf mehr Krippenplätze bzw. dem Rechtsanspruch auf einen solchen für jedes Kind unter 3 Jahren. Reden wir Klartext und nennen diesen „Rechtsanspruch“ lieber der Wahrheit halber „Rechtsanspruch auf Gefährdung des Kindeswohls“. Bei dem Schrei nach Krippe geht es ja tatsächlich nicht um das Kind, sondern um die Eltern, den Vater bzw. die Mutter. Und: Es geht um die Verwirklichung alter sozialistischer Träume von der Abschaffung der Familie und den Durchgriff des Staates, vulgo „Hoheit über die Kinderbetten“ genannt.

Begleitet wird diese Tendenz – von mir oft genug beklagt – vom Genderwahn, der Vater und Mutter geschlechtlich neutralisiert („der/die Elter“) und die Familie als antiquiert bezeichnet. Damit, so wird zynisch behauptet, leiste die Gesellschaft einen „längst überfälligen“ Beitrag zur Emanzipation der Frau. Zugleich brüstet man sich ungeniert, daß somit Vater und Mutter dem Erwerbsmarkt besser zur Verfügung stünden und somit bessere Steuerzahler abgeben würden als derzeit.

Diese Wahnsinnigen wollen uns dann auch noch die frühe Krippenbetreuung als „frühkindliche Bildung“ verkaufen. Kleinkinder benötigen aber keine „frühkindliche Bildung“, sondern die Entwicklung zu einem gefühlvollen, emotional gereiften Kind, das erst nach dieser Phase bildungsfähig ist. Fachleute sprechen davon, daß eben die ersten Jahre eines Kindes für diese Entwicklung wesentlich, ja unverzichtbar sind. Gerade da braucht das Kleinkind die Betreuung durch die Mutter als direkte Bezugs- und Liebesperson, wobei auch die Rolle des Vaters betont werden muß. In den ersten 3 Jahren erhält das Kind das „Urvertrauen“ für die spätere emotionale Stabilität, für Bindung (-sfähigkeit) und soziales Verhalten. Haben diese Leute vergessen, warum es „Muttersprache“ heißt? (Oder soll sie ersetzt werden durch „Krippensprache“?)

Hier, besonders hier, zeigt sich der Verlust der tradierten Werte der Union. Wenn eine CDU-Bundeskanzlerin sich nicht nur NICHT gegen die Aufgabe unserer Werte stemmt, sondern ausgerechnet Manuela Schwesig – eine eifernde Krippenbefürworterin – mit dem Familienministerium betraut, ist dies die familienpolitische Offenbarung der Union. Das ist sozialistische Arbeitsmarktpolitik in Reinkultur. Wieso das dem Kindeswohl zugute kommen könnte, erschließt sich dem kritischen Beobachter mitnichten. Die Erhebung Manuela Schwesigs in den Ministerrang läßt befürchten, daß die zerstörerische Lawine, die die Familie als Grundstruktur der Gesellschaft hinwegfegen soll, nicht mehr aufzuhalten ist. Schöne Zukunft!