Die Islamisierung der Legalize-it-Debatte

Eine durchgeknallte Satire von Thomas Böhm *)

Thomas Böhm
Thomas Böhm

Immer wieder versuchen uns permanent bekiffte Politiker, die Legalisierung von Cannabis schmackhaft zu machen. Das hat natürlich seine guten Gründe. Für die meisten von ihnen ist es einfach bequemer, mit dem Dienstwagen an der nächsten Tanke das Dope abzuholen, statt sich durch die Büsche des Görlitzer Parks zu schlagen und damit irgendwelche Asylanten beim Rechtsbruch zu unterstützen und Gründe für ihre Abschiebung zu liefern.

Aber ansonsten ist diese „Legalize-it“-Dauerschleifen-Debatte natürlich Nonsens und entspricht dem Tunnelblick-Denken vieler linken und grünen Politiker.

Erst kürzlich durften wir in der „Tagesschau“ von einem alternativen Drogenbericht erfahren:

Überholt und nicht mehr effektiv: Suchtexperten fordern in einem alternativen Drogen- und Suchtbericht – ein Umdenken der Politik. Ihnen zufolge führt der bisherige Weg nicht dazu, dass Drogenkonsum und Drogenkriminalität zurückgehen… Strafverfolgung nütze niemandem und verschlinge viel Geld, sagt auch die Deutsche Aids-Hilfe. Zwang und Strafe führten jedenfalls nicht zu gesundheitsbewusstem Verhalten. Scheuklappen müssten abgelegt werden, der Staat müsse akzeptieren, dass manche Menschen eben Drogen konsumierten. Darum müsse Cannabis, staatlich kontrolliert, aber legal, abgegeben werden, so wie es Grüne und Linkspartei schon länger fordern und neuerdings auch die FDP. (tagesschau.de/inland/drogenpolitik-101.html)

Der Mensch in seiner allumfassenden Größe trägt ganz alleine die Entscheidung, in welche Rauschrichtung er sich begeben will, unabhängig davon, welche Droge gerade legal oder illegal ist. Es gibt sogar tatsächlich Menschen, die ihr Leben lang nüchtern bleiben und irgendwann aus lauter langer Weile einfach sterben, ohne einmal so richtig Breitseite gehabt zu haben.

Der eine gibt sich die Kante, der andere genießt das wilde Leben in vollen Zügen, der Dritte schluckt Tabletten, und der Nächste hängt an der Nadel. Süchtig werden sie alle. Das liegt in der Natur des Menschen. Es gibt ja auch Typen, die süchtig nach Sport oder Sex sind. Alles ganz normal.

Beschaffungskriminalität ist Beschaffungskriminalität. Gäbe es eine Gummibärchen-Prohibition, würden auch die Haribo-Dealer und Gelantine-Mafiabosse in den Knast gesteckt werden.

Natürlich gibt es unterschiedliche Gefahrenstufen, so wie es unterschiedliche Autos gibt, die uns auf der Autobahn hinten drauf sitzen. Der eine fährt Porsche, der andere VW, und natürlich sehen die Überreste unterschiedlich aus, wenn man bei Tempo 200 gegen einen Baum prallt statt mit 50 km/h. Aber tot ist tot.

In Wirklichkeit geht es den Legalize-it-Junkies um etwas anderes. Sie wollen Asylanten, wie den schwarzen Afghanen, den roten Libanesen, oder den grünen Marokkaner (so nennt man einige der unzähligen Haschischsorten) legal ins Land holen.

Interessant, oder? Denn wir wissen auch: Afghanistan, der Libanon und Marokko sind fest in den Händen einer uns nur zu gut bekannten Religion. Man kann also bei dieser Legalize-it-Kampagne durchaus von einer Islamisierung unseres Drogenkonsums sprechen.

Aber um den Mulitkulti-Wahn in Deutschland auch im Rauschzustand genießen zu können, ist es bitter nötig, ebenfalls die Geschäftsinteressen der überwiegend katholischen Drogenbarone in Latein- und Südamerika, der buddhistischen Mohnbauern von Myanmar und die Interessen der armen Nachbarn aus den tschechischen Chemielaboren zu berücksichtigen.

Und wer immer noch zwischen harten und weichen Drogen unterscheiden will, sollte dringend mal nachschauen, ob er noch alle Tassen im Schrank hat. Denn es läuft doch letztendlich wie beim Sex: Egal, ob hart oder weich – ohne Verhütungsmittel landet mindestens einer der Partner irgendwann im Krankenhaus.

*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo

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