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Von altmod *)

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„Einzelfall“ Würzburg?

„Was der Einzelfall von Würzburg so alles ans Licht bringt“ und „Wie zu erwarten war, geht es nach dem Attentat von Würzburg mit voller Kraft ans Beschwichtigen.“ schreibt Vera Lengsfeld in einem Blogbeitrag

Mit treffenden Worten seziert sie in ihrem Artikel die verlogenen und letztendlich das Volk verunglimpfenden Argumente von Spitzenpolitikern in unserem Lande. Lesenwert!

Die JF hat eine schöne Zusammenstellung von Politikeräußerungen geliefert und da will ich hier nachfassen.

Den Vogel schoss der dicke Peter Altmaier aus Merkels Korridor ab:

„Die meisten Terroristen, die in den letzten Monaten in Europa Anschläge begangen haben, waren keine Flüchtlinge, sondern Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind“, sagte Altmaier. Alle Erkenntnisse aus den vergangenen zwölf Monaten legten nahe, daß die Terrorgefahr unter Flüchtlingen „nicht größer und nicht kleiner ist als in der übrigen Bevölkerung“.

Den letzten Satz muss man sich mal zergehen lassen.

Mein freundlicher Nachbar von gegenüber, meine Mitarbeiter, mein Sitznachbar in der Kirchenbank, mein Vereinskollege, meine Familienmitglieder, die alle sind ja wohl Bestandteile der „übrigen Bevölkerung“. Und von denen soll gleichermaßen Terrorgefahr ausgehen wie von dem Personenkreis, der von Frau Merkel mit offenen Armen eingeladen wurde und der uns seit Monaten in höchst unerquicklicher Weise beschäftigt?

Die Familien(zerstörungs)Ministerin Manuela Schwesig, die SPD-Küstenbarbie meint: „Wir müssen viel eher dran sein. Und deshalb muß jedem auch klar sein, daß die Präventionsarbeit, die ja, muß man auch mal kritisch sagen, in der Vergangenheit oft belächelt worden ist – ‘Was macht ihr da schon mit euren Sozialarbeitern?’ – daran sieht man, daß diese Präventionsarbeit wirklich mehr in den Fokus rücken muß“, so nach einem Bericht der ARD.

Sie glaubt wohl tatsächlich, dass mit Sozialarbeitern das Problem gelöst werden kann. Den Hunderttausenden von muslimisch sozialisierten „Flüchtlingen“ die Gewaltbereitschaft, den konkreten Sexismus, den Antisemitismus auszutreiben; die immanente Verachtung gegenüber den Kuffar, die in den Augen dieser „Hilfsbedürftigen“ nichts anderes als Idioten sind. In welcher Wirklichkeit lebt diese Frau?

Von dem für die Sicherheit in unserem Staat zuständigen und selbstredend gefragten Innenminister namens Thomas de Maiziere hört man Beschwichtigendes mit reichlicher Anmutung an den gesunden Menschenverstand seiner Adressaten:

„Es ist vielleicht auch ein Fall, der im Grenzgebiet zwischen Amoklauf und Terror liegt“.

Der Attentäter sei ein Einzeltäter, der vom IS „angestachelt“ worden wäre. Es gäbe auf seinem Bekennervideo keine Hinweise auf eine „Anordnung“ des IS. Wie das Video aus der Wohnung der Pflegefamilie, wo es aufgenommen wurde, zum IS gekommen sei, wisse man nicht, dennoch gäbe es keine Hinweise auf eine Verbindung zum IS.

Hat sich der muslimische Afghane (oder Pakistani) in seinem Video nicht unmissverständlich geäußert, dass er es den „Ungläubigen“ heimzahlen möchte? Natürlich könnte auch ein sonstiger psychotischer Amokläufer mal „allahu akbar“ rufen; aber wohl eher dann, wenn dies zu seinem anerzogenen Wortbestand gehört.

Zu den Offiziellen, im politischen Bereich angesiedelt, gehört sicher der „Medienberater“ und „Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland“, der selbsternannte Ober-Muslim Aiman Mazyek. Er meinte gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung: „Wie kann ich den Opfern klar machen, dass es inzwischen so viel gut integrierte Flüchtlinge und so viel engagierte Flüchtlingshelfer gibt, die jeden Tag unser Land ein Stück voran treiben?““.

Die Opfer von Würzburg wird das einen feuchten Kehricht interessieren. Sie haben ganz grundlegende Probleme, was Gesundheit und Weiterleben betrifft. Vielleicht noch dazu, wie sie als harmlose Touristen in einem möglicherweise bewunderten und als sicher angesehenem Land in eine derartig schlimme Situation geraten konnten. Da spricht ein Muslim, den eigentlich außer seiner Einfluss-Position nichts mit Deutschland verbindet von „unserem Land“. Er hat meines Erachtens eine recht kryptische Vorstellung zu dem, was unser Land in seinem Sinne „ein Stück vorantreibt“

Es hätte ja etwas gefehlt, wenn unser „Buntespräsident“, der Schöpfer von „Dunkeldeutschland“, nicht auch wieder seinen verdorbenen Senf beigetragen hätte.

Joachim Gauck: „Wir müssen besser verstehen, woher die Krisen im Nahen und Mittleren Osten kommen, aber vor allem, warum einige junge Menschen in unseren europäischen Gesellschaften so empfänglich sind für radikale islamistische Ideen und sich für menschenverachtende Untaten instrumentalisieren lassen.“

Hat er keine Ahnung davon, was im Nahen und Mittleren Osten durch wessen Schuld sich entwickelt hat? Und dann fragt er in Anknüpfung an Peter Altmaier, „warum einige junge Menschen in unseren europäischen Gesellschaften so empfänglich sind für radikale islamistische Ideen … “.

Das fragt ein angeblich ehemals christlicher, evangelischer Pfarrer. Derartige Semantik kann nur ein Trottel in dieser Position von sich geben, jemand, der weder geschichtliche noch politische und kulturelle Gegebenheiten in dieser unserer Welt zur Kenntnis nehmen mag. Ist der Mann wirklich so naiv, wie er sich gibt?

Zum Glück hat er keine wesentliche politische Verantwortung, außer der Vergünstigung, wie seine Vorgänger auch Unfug sprechen zu dürfen.

Jetzt muss ich mich aber wieder herunterkühlen, sonst erweise ich mich tatsächlich als potentieller Terrorist gemäß Minister Altmaiers Befinden.

*) „altmod“ ist Blogger (altmod.de), Facharzt und Philosoph sowie regelmäßiger Kolumnist bei conservo
www.conservo.wordpress.com   22. Juli 2016

 

Von conservo

Conservo-Redaktion