Lügenpresse vom Feinsten

(www.conservo.wordpress.com)

Von Matthias Schneider *)

Wenn die regierungskritischen Protestler der Republik seit vielen Jahren lauthals LÜGENPRESSE schreien, dann hat das berechtigte Gründe.
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich im Herbst 2015 zum ersten Jahrestag von Pegida in Dresden auf dem Theaterplatz vor der Semper Oper stand. Wir waren frühzeitig gekommen und konnten entspannt miterleben, wie sich der Platz mit Teilnehmern füllte und wer da alles kam. Bei der Beschreibung des Milieus kann man es kurz machen: Es war eine bunte Mischung ganz normaler Bürger, wobei tendenziell Menschen in der zweiten Lebenshälfte überwogen.

Wie üblich lagen die Schätzungen der Teilnehmerzahl weit auseinander. Die sächsische Zeitung berichtete über 15000 – 20000 Teilnehmer, der Veranstalter sprach von 39000. Da der Theaterplatz für Veranstaltungen mit bis zu 42000 Personen zugelassen ist und nach Augenschein fast randvoll war, dürfte die Schätzung des Veranstalters eher den Tatsachen entsprechen. Doch dieses herunter rechnen durch die Presse war noch verzeihlich, verglichen mit den sonstigen phantastischen Auswüchsen, welche von den Tintenstrichern einiger sächsischer Zeitungen zu Papier gebracht wurden.

In ihrem Artikel vom 20.10.2015 beschrieb die Sächsische Zeitung die Pegida-Demonstration als „gespenstische Szenerie“ und berichtete von einer hohen Zahl gewaltbereiter junger Männer. Die Morgenpost machte aus allen Pegida-Teilnehmern pauschal Rechtsextreme und aus den Gegendemonstranten Linksautonome, letzteres ein beliebter, weil irreführender Begriff, der dem unbedarften Zeitungsleser vorgaukelt die autonome Szene wäre so harmlos wie die Blechbüchsenarmee der Augsburger Puppenkiste.

Tatsächlich mußten die Pegida-Teilnehmer nach Ende der Veranstaltung auf Geheiß der Polizei eine knappe halbe Stunde warten, weil alle vom Theaterplatz wegführenden Straßen vom linksextremen, gewaltbereiten Antifa-Mob blockiert waren und die Polizei mit zahlreichen Einsatzkräften und Pferdestaffeln entlang des Terrassenufers zuerst einen Abmarschweg räumen mußte.

In der Folge kam es in der Dresdner Innenstadt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Antifa-Schlägertrupps, die von der Morgenpost unter dem Titel „Randale und Verletzte am Pegida-Jahrestag – Rechtsextreme provozieren“, geschickt und arglistig den Pegida-Teilnehmern in die Schuhe geschoben wurden.

Ein Beispiel aus der Gegenwart: Am Samstag, dem 18. Juli fand in Mannheim auf dem Schloßplatz eine Großveranstaltung von „Querdenken 621“ statt. Schwerpunkt des Protestes waren die Corona-Maßnahmen mit all ihren unerquicklichen Begleiterscheinungen, angefangen von inkompetenter wissenschaftlicher Beurteilung der Lage, über die Einschränkung unserer Grund- und Freiheitsrechte, bis hin zu den katastrophalen Folgen für Wirtschaft und Arbeitsplätze.

Im Vorfeld wurde diese Veranstaltung schon durch den regionalen Zeitungsmonopolisten, nämlich den Mannheimer Morgen angekündigt, mittels einer Stellungnahme seitens des Bündnisses „Mannheim gegen Rechts“ und zwar als eine verschwörungsideologische Versammlung, wo sich neben den obligatorischen Verschwörungstheoretikern auch Wissenschafts- und Corona-Leugner, Hooligans, Neonazis, Identitäre, Evangelikale, Impfgegner, Esoteriker, Reichsbürger und sonstige Rattenfänger zusammenfänden.
Wie seinerzeit in Dresden sah die Wirklichkeit vollkommen anders aus. Die etwa dreieinhalb Stunden dauernde Protestveranstaltung war bestens organisiert und dürfte dank vieler erstklassiger Redner und ca. 1800 friedlicher Teilnehmer aller Bevölkerungs- und Altersgruppen als großer Erfolg zu werten sein.

Der Mannheimer Morgen hatte auch einen Zeilenschinder geschickt, aber anscheinend war dieser in der Sonnenglut des vorherrschenden Sommerwetters vorzeitig dehydriert und Opfer schwerer Wahrnehmungsstörungen geworden, vielleicht stand er auch unter dem Einfluß starker Halluzinogene. Wir wissen es nicht genau und können nur mutmaßen. Am wahrscheinlichsten dürfte sein, daß sein perfider Auftrag von vorneherein feststand, nämlich eine diskreditierende Bestätigung der Ankündigung zu fabrizieren, verbunden mit einer Drohung seines Chefs, auf keinen Fall ohne einen Nazi heimzukommen. Dementsprechend sah dann die Schlagzeile aus:
https://www.morgenweb.de/mannheimer-morgen_artikel,-mannheim-hitler-gruss-auf-corona-demonstration-in-mannheim-gezeigt-polizei-ermittelt-_arid,1663837.html

Es sind dies nur zwei Beispiele für einen seit vielen Jahren andauernden und sich in seiner negativen Ausprägung verschlimmernden Dauerzustand, der durch unzählige ähnliche Beispiele belegt werden könnte.

Märchenhafte Erzählungen, garniert mit Auslassungen, Verdrehungen, Übertreibungen, Nebelbegriffen, gefälschten Bildern und sonstigem faulen Zauber aus der Trickkiste manipulativer Propaganda, gehören seit vielen Jahren zum Standardrepertoire der Mainstream-Medien, die politischen Sendebeiträge der GEZ-finanzierten Staatsfunker eingeschlossen.

Mit Berichterstattung und sachlicher Information im weitesten Sinne hat das nichts mehr zu tun, ebensowenig mit betreutem Denken, letzteres immerhin eine Art Dienstleistung, die als Hilfestellung beim Gebrauch der Hirnzellen für einen nicht unerheblichen Anteil der Bevölkerung angebracht wäre.

Ethische Kategorien wie Wahrhaftigkeit und Anstand sind den modernen Haltungsjournalisten ebenso abhanden gekommen wie das Streben nach einer positiven Qualität ihrer Berichterstattung, die sich an gründlicher Recherche, differenzierter Betrachtung, Ausgewogenheit und Objektivität orientieren sollte.

Stattdessen erleben wir täglich, wie von den Exponenten ihrer Zunft, auf der nach unten offenen Skala des linken Kloakenjournalismus, immer neue Rekordmarken erreicht werden. Als abstoßendes Beispiel sei an den TAZ-Artikel von Hengameh Yaghoobifarah erinnert, in dem sie jüngst deutsche Polizisten mit Müll gleichsetzte. Bliebe es nur bei solchen Geschmacklosigkeiten, so könnte man sich dem durch konsequente Abwendung und Verweigerung einigermaßen entziehen.

Leider jedoch hat sich dieses Phänomen zu besorgniserregenden Dimensionen ausgewachsen, denn die Mehrzahl der Medien, ehemals die vierte Macht im Staat, hat sich korrumpieren lassen und auf die Seite der Machthaber geschlagen.

Konnten sie früher für sich oft in Anspruch nehmen durch Aufklärung mittels einer informierten Öffentlichkeit als Regulativ gegen die unlauteren Machenschaften der Mächtigen wirksam zu sein, so haben sie sich seit geraumer Zeit einer freiwilligen Gleichschaltung unterworfen und betreiben widerwärtige Indoktrination und Volksverdummung im Regierungsauftrag.

Das Mindeste was jeder dagegen tun könnte, ist sein Zeitungs-Abo kündigen und die GEZ-Zwangsabgaben verweigern, denn keiner sollte für plumpe Verarschung auch noch freiwillig bezahlen.

Wir von der Wählergruppe Schneider haben den verdienten Vertretern der Lügenpresse sogar schon einen Medienpreis in Form einer Pinocchio-Nase überreicht. Spaß hat‘s gemacht, wirklich geholfen leider nicht.
https://www.youtube.com/watch?v=BW1jRdQOrps

(Quelle: https://buergerprotestspeyer.de/2020/07/20/luegenpresse-vom-feinsten/)
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*) Matthias Schneider repräsentiert den „Bürgerprotest Speyer“ (https://buergerprotestspeyer.de/)
www.conservo.wordpress.com    23.07.2020

14 Kommentare

  1. Erlauben Sie mir eine Medienempfehlung: “Die Weltwoche” Print- und Onlineausgabe. Chefredakteur und Rechteinhaber Herr Roger Köppel. Herr Köppel ist auch Ratsabgeordneter der SVP. Klassische konservative Publikation, kritisch, offen für Gegenmeinung und sprachlich sehr ansprechendes Niveau. Also all die Attribute, die wir in Deutschland bei unserem Hauptstrom Angebot vermissen. Sehr launig und kurzweilig ist auch das YouTube Format von Herrn Köppel, in dem er die Themen der aktuellen Wochenausgaben, immer zum Donnerstag, kurz vorstellt und anreißt. Ferner sein Vlog mit ausführlichen Besprechungen aktueller, tagespolitischer Themen. Überzeugt mich mehr, als die NZZ, die sich meines Erachtens inhaltlich und semantisch, immer deutlicher an den Propagandavorgaben der EU und der zeitgenössischen “Zivilgesellschaft” orientiert. Die NZZ ist auf dem Weg der New York Times. Ist mir alles zu “woke”!

    1. Einverstanden! Die ‘Weltwoche’ schließe ich ausdrücklich in obige Empfehlung mit ein.

  2. Danke Maria für deinen ernsten aber auch erfrischenden Bericht.
    Die schlimmste Zeitung neben der ganzen Lügenpresse sowieso, ist der bayrische Merkur.
    Eine der Wirklichkeit entfremdete Zeitung und ich muss mich wirklich wundern, wie viele Abbonenten die noch haben.
    Die Bayer, einst das konservativste Bundesland in der Republik hat sein Gesicht verloren.
    Wo früher F.J. Strauß mit viel Herz und Verstand für sein Land eingetreten ist, ist heute nur noch eine Wüste von Söders Speichellecker übrig geblieben.
    Die wahren alten Bayern, werden sich sicher auch die Haare raufen und ihr Bayern nicht mehr verstehen.

    Wir haben nur noch die Junge Freiheit abboniert und die GEZ bezahle ich nicht mehr, bekomme aber dauernd Rechnungen und sicher wird man auch bald pfänden, denn die sitzen am längeren Hebel.
    Die Programme von unseren Bezahlmedien sind so grottenschlecht, das man sich fragen muss, wo die MIlliarden und die Steuermillionen bleiben, die sie zur Verfügung haben.
    Nun werden auch noch frech die Beiträge erhöht und der Bürger kann sich noch nicht mal wehren.
    Wir sind zu einem rechtslosem Land geworden und solange der Krug noch zum Wasser geht, wird sich auch nichts ändern.
    Aber irgendwann zerbricht er und dann werden alle sehen was da angerichtet wurde und von wem?

  3. Eigentlich sollten wir doch froh sein, daß die Reichspropagandapresse (GEZ finanziert oder per Abo und Anzeigen) so unverfroren lügt. Wenn die Lüge, Verdrehung und auch das Verschweigen so offensichtlich sind, geht die Glaubwürdigkeit verloren. Lügenpresse ist doch schon ein fester Begriff. Immerhin gibt es eine Menge Möglichkeiten, sich zu informieren. BBC ist nicht verboten, Al Jazeera auch nicht, und RT ist sicher auch nicht systemkonform. RT gibt es sogar auf deutsch, wenn es auch nicht gleich ist mit der englischen Ausgabe. Und da gibt es noch viel mehr; die NZZ als weiteres Beispiel. Nur die dümmsten “klugen Köpfe” verstecken sich noch hinter der FAZ. Wer kennt die Werbung noch?

    1. Na ja, ‘ BBC ‘ genieße ich mittlerweile auch mit größter Vorsicht. – wandelt sich auch zum Propagandasender (Multikulti, Islam, ‘Gender’). Schon seit ewigen Zeiten nicht mehr die ‘gute alte Tante Beeb’.
      Und Al Jazeeera? – Wie wärs’ mit ‘Radio Free Palestine’? —-

      Aber in der Tat, ‘NZZ’ und andere Schweizer Zeitungen (BaZ z.B.) sind schon hilfreich.

      – FAZ/FAS – passend beschrieben! Kein Geld für Systempropaganda!

  4. Danke Herr Schneider. Gut verfasst und stimmig.
    Die Lügenpresse, finanziert von der obersten
    Lügenfresse wiederholt sich immer wieder neu mit ihren perfiden Geschichten. Und es wird immer wieder Neues aus dem Hut der Lügen gezaubert.Jahr für Jahr neue Methoden entwickeln zu müssen ,um grenzdebile ..Tintenstricher..(übrigens sehr schöne Bezeichnung) zu performen die sich ständig im Wettbewerb an ihrer eigenen Dummheit messen lassen müssen.
    Aber dazu noch jährlich Milliarden vom Steuerzahler plus Millionen vom Staat geschenkt zu bekommen, wird eher linkslastig geschrieben und ein Zeichen gegen Rääächtsformen gesetzt.

  5. ….Das Mindeste was jeder dagegen tun könnte, ist sein Zeitungs-Abo kündigen und die GEZ-Zwangsabgaben verweigern, denn keiner sollte für plumpe Verarschung auch noch freiwillig bezahlen.

    ************************
    Danke für den Bericht, und genau das, den Schund abbestellen, ist das wenigste was man tun kann. Geschenkt ist noch zu teuer.
    Die derzeitige Presse/Radio/TV/ mittlw. Internetangebote mit der Mehrheit ihrer Erzeugnisse, ist dasselbe was sie in der DDR war, ein Instument der Regierung zur Beeinflussung der Massen.

    Zur Erinnerung Friede Springer….

    Ihr 75. Geburtstag
    Friede Springer: „Ich hatte immer treue Freunde, die mir zur Seite standen“

    https://www.bz-berlin.de/leute/friede-springer-ich-hatte-immer-treue-freunde-die-mir-zur-seite-standen

    Und die ist nicht die einzige.

    1. Bravo, Reichelt:
      ›Bild‹-Auflage bricht um 17,4 Prozent ein!

      …Laut »Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern« (IVW) verkaufte ›Bild‹ im zweiten Quartal nur noch 1,078 Millionen »harte Auflage« – ein Minus von satten 17,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zieht man die Verkäufe der von Axel Springer aus kosmetischen Gründen mitgezählten Berliner ›B.Z.‹ von der ›Bild‹-Auflage ab, bewegt sich das Boulevardblatt inzwischen stramm auf die nächste Unterbietungsmarke von einer Million Exemplaren zu.

      Generell gab es beim Mainstream ein böses Erwachen aus dem Shutdown-Irrsinn. Vor allem Titel mit einem hohen Anteil an Bordexemplaren mussten Federn lassen. So meldete das Düsseldorfer ›Handelsblatt‹ trotz einer stabilen Abo-Auflage rund 10 Prozent weniger Verkäufe. Grund: Die Zahl der Bordexemplare von rund 25.000 Exemplaren sank auf praktisch null. Unter dem Strich lag die verkaufte Auflage der Wirtschaftszeitung bei 120.005 Exemplaren (minus 10,3 Prozent). Ähnlich erging es der ›Süddeutschen Zeitung‹ – die Verkäufe der ›Alpen-Prawda‹ fielen um neun Prozent auf 307.973 Exemplare zurück….

      https://www.deutschland-kurier.org/bravo-reichelt-bild-auflage-bricht-um-174-prozent-ein/

      (Auszug)

      …geht doch.
      War übrigends gestern auch im Zeitungsladen,eine Fachzeitschrift holen, Tageszeitungen lagen wie Blei im Regal, Nachmittags gegen halb 5..!

      1. Richtig. Hab vor Zeiten mal zeitweise noch FAS gelesen, als es da noch einige gute Artikel gab. Inzwischen – WEG damit!
        Inzwischen stecken auch hinter dieser Zeitung nur noch Dummköpfe.

        Das einzige Abo, das ich jetzt habe, ist ‘JF’.

    1. Lieber Frau Schneider !
      Vielen Dank für Ihr E
      Engagement für ein besseres Deutschland.
      Wir kommen nur mit kleinen Schritten voran, aber es lohnt sich.
      Die schrumpfenden Verkaufszahlen der meisten Printmedien sind zu begrüßen.

      Allerdings werden die sog “(a)sozialen Medien” immer wirkungsvoller.

      Das ist die Kehrseite der Medaille.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr

      Dieter Farwick

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