Frank Plasberg: Moderator als Brandstifter

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dieter Farwick, BrigGen a.D. und Publizist *), mit einem Zusatzkommentar von Klaus Hildebrandt 

„Zerbricht Amerika an Donald Trump?“

Der Titel der Sendung der ARD Reihe „ Hart, aber fair“ mit dem Moderator Frank Plasberg vom Montag, dem 25. August August 2020 wies schon suggestiv auf den Verlauf der Sendung hin: „Zerbricht Amerika an Donald Trump?“

Kritik an Trump ist berechtigt, aber er ist der von 63 Millionen Amerikanern demokratisch gewählte Präsident, der Respekt und Achtung erwarten kann – auch für seine Mitstreiter. Die Menschen, die ihn 2016 gewählt haben, stehen heute noch hinter Donald Trump, weil er „Wort gehalten hat“. Für Politiker ein starkes Kompliment.

Die USA sind die Weltmacht, die wir auch in Zukunft dringend benötigen – auch gegen das aggressive China, das mit seiner Welteroberungsstrategie – „one belt, one road“ – bereits Brückenköpfe in Europa gebildet hat, auch im Binnenhafen von Duisburg.Von Europa selten wahrgenommen, haben die USA einen Verbund mit starken asiatischen Partnern geschaffen – von Indien über Japan zu Australien, um die Expansion Chinas einzudämmen.

Dies gilt umso mehr, da das zerstrittene und in weiten Bereichen von China abhängige Europa als Sicherheitspartner zu schwach ist.

In Zukunft müsste die Sendung heißen: „Unverschämt und unfair“

Der Gastgeber hat seine Maske in der Garderobe gelassen. Gezeigt hat er sein wahres Gesicht: Im missionarischen Übereifer zeigte er seine Verachtung auf Trump und seine Anhänger.

Als „Watschenmann“ hat er Georg Weinberg eingeladen: den Sprecher der „Republicans Overseas Germany“ – einen überzeugter Anhänger von Donald Trump.

Plasbergs zum Teil unverschämten Attacken gegen Georg Weinberg wurden von diesem souverän abgeblockt. Er behielt die Ruhe – im Gegensatz zu Plasberg.

Plasberg und sein riesiger Stab – siehe Abspann – haben sich zu wenig Mühe gegeben, Herkunft und Seriosität des Gastes gründlich zu analysieren.

Sie hätten erfahren können, dass Weinberg, 1929 in Manhattan geboren, ein erfolgreicher Psychologe und Autor mehrerer anerkannter wissenschaftlicher Fachbücher ist. Er ist der Erfinder des Begriffs „Homophobia“, der in der Fachwelt zum Standardbegriff in der Diskussion über Probleme der Homosexualität wurde.

Wenn Plasberg etwas mehr über seinen amerikanischen Gast gelernt hätte, hätte er diesen 91-jährigen Gentleman anders behandelt. Aber für ihn und seine Anhänger ist ein überzeugter Fan von Trump ungebildet und verachtenswert.

Das schärfste Argument von Georg Weinberg war dessen Zitat über die Aufgaben der öffentlich-rechtlichen TV- und Radioanstalten, wo von Fairness, Toleranz und Ausgewogenheit sowie Neutralität die Rede ist. Darauf hatte Plasberg keine Antwort

Irren ist menschlich.

Interessant war die Zusammensetzung der Teilnehmer:

# Von deutscher Seite war protokollarisch Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschuss des Bundestages, der Ranghöchste. Er hat sich bald als Trump-Feind geoutet. Er hat versucht, etwas Wahlkampf für sich als Kandidat auf den Vorsitz der CDU und zugleich als Kanzler zu machen.

Seine Ablehnung von „Nordstream 2“ hat ihm vor dem anwesenden Publikum wenig gebracht, obwohl seine Argumente stichhaltig waren.

# Ansgar Graw, ein deutscher Journalist, der seit Jahren in den Staaten lebt, outete sich ebenfalls als Trump-Gegner. Er blieb blass.

# Als „ Assistentin“ von Plasberg agitierte Frau Meier, ARD-Korrespondentin in New York. In Polemik, Mimik und Gestik war sie eine gute „Kampfgefährtin“ von Plasberg.

Warum aus New York und nicht aus Washington D.C., der Hauptstadt der USA?

# Ein besonderer Gast war die Amerikanerin Cambpell, die seit Jahren in Deutschland lebt – als „stand-up-Comedian“. Eine krasse Fehlbesetzung, die durch ihre zum Teil gewählte Fäkalsprache – „aus dem Mund von Trump kommt Scheiße“ – nicht ernst genommen werden konnte. Die Wahl zwischen Trump und Biden verglich sie mit der „Wahl zwischen Pest und Cholera“. Sie outete sich als Rassistin, die Farbige mit hellerem Teint nicht als echte „Afro-Amerikaner“ bezeichnet und gegen diese kämpft.

Eine bemerkenswerte Feststellung.

Reaktion der Zuschauer aus dem Internet und mittels E-mails

In der Runde, in der Zuschauer zu Wort kommen, nimmt Plasberg normalerweise die Huldigung seiner Anhänger entgegen und diskutiert deren Formulierungen.

Dieses Mal gab es ausgewogene Stellungnahmen „pro und contra“, die Plasberg nicht gefallen konnten. Er verzichtete auf die Interpretation und Diskussion.

Fazit

Mit seinem Auftritt hat Plasberg einem seriösen Journalismus einen Bärendienst erwiesen. Ein seriöser Journalismus muss die Nachricht und den eigenen Kommentar strikt trennen.

Wie so häufig in letzter Zeit werden in Kommentaren der „Öffentlich-selbst-gerechten Anstalten“ Inhalte und persönliche Meinungen munter gemischt.

Die Kommentatoren und -innen wollen das „tumbe“ Volk missionieren, belehren und von ihrer Sicht der Dinge überzeugen. Mit Fakten haben sie keine Probleme. Sie verzichten darauf.

Diese Sendung hat diese Motivation vieler Spitzenkräfte – von Kleber über Miosga bis Slomka – klar aufgezeigt.

“Spitzenkräfte” in dieser Kategorie sind Herr Restle und Frau Reschke, die sich keine Mühe mehr geben, ihre Gesinnung zu verbergen.

Was sagt der großzügig alimentierte Intendant des WDR, Thomas „Tom“ Buhrow, zu diesen Vorwürfen?

Deutschland muss versuchen, wieder ein belastbares Verhältnis zu unserem wichtigsten Verbündeten herzustellen. Es muss keine „ Liebesheirat“ werden – es reicht eine „Vernunftehe“ mit beiderseitigem Respekt.

Die Regierung muss sorgfältig einen „Sonderbeauftragten USA“ bestimmen, der aufgrund seines Ansehens in den USA und seiner Sprachkenntnisse Zugang zu dem amerikanischen Eliten in der Politik und in den Medien hat. Er muss auch das Vertrauen des zukünftigen deutschen Regierungschefs haben.

Altgediente Politiker sollten nicht nominiert werden. Sie haben zu wenig unternommen, um den Bruch zwischen den USA und Deutschland zu verhindern.

Mit Macron haben sie in der Sicherheitspolitik auf das französische Pferd gesetzt, das nur französische Kommandos versteht.

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Hierzu der Kommentar von Klaus Hildebrandt:

Sehr geehrter Herr Plasbeck,

rein zufällig hatte auch ich mir Ihre letzte Diskussionsrunde von “hart aber fair” angetan, und stimme den Ausführungen des Herrn Dieter Farwick (s. Anlage), – ganz nebenbei BrigGen a.D. und Publizist – zu 100 Prozent zu. Sie sollten sich bis auf die Knochen schämen, wie Sie mit Ihrem amerikanischen Gast Georg Weinberg umgingen. Ihre linke Gesinnung war so offensichtlich. So geht man mit Freunden und Gästen nicht um.

Es war ein langer Weg, aber er scheint sich gelohnt zu haben. Deutschland ist auf dem Wege der Selbsterkenntnis und Korrektur (s. morgige Berliner Demonstration https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_88477506/berlin-gericht-kippt-verbot-von-corona-demo-klage-erfolgreich.html ), warum ich auch überzeugt bin, dass sich der Tenor Ihrer Sendung schon bald wie das “Fähnchen im Winde” drehen wird, sofern die ARD nach den bevorstehenden Wahlen als öffentlich-rechtlicher Sender überhaupt noch bestehen bleibt. Es tut sich also was, “und das ist auch gut so”! Die Abschaffung der Ö-R würde dem Volk ganze 8 Milliarden Euro sparen, Geld das den Armen und Rentnern, sowie den Familien dann zugute kommen könnte. So klug wie Sie sind wir auch.

Ich hoffe sehr, dass die GEZ-Gebühren bald fallen werden, denn wir brauchen wieder mehr Wahrheit und journalistische Unabhängigkeit, ein Grundprinzip wovon wir doch alle profitieren. Dieses Grundrecht wird unter der Kanzlerschaft von Angela Merkel zurzeit mit Füßen getreten. Ich möchte auf das Land in dem ich (“schon länger”) lebe stolz sein, mehr nicht. Ist das so schlimm? Bin ich in Ihren Augen deswegen nun ein Nazi oder Rassist?

Sie werden für Ihre Dienste bestens bezahlt, uns aktiven Bürgern geht es nur um Frieden und Gerechtigkeit, wofür wir keinen Pfennig bekommen.

Klaus Hildebrandt (Rheinland-Pfalz)

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*) Brig.General a.D. Dieter Farwick wurde am 17. Juni 1940 in Schopfheim, Baden-Württemberg, geboren. Nach dem Abitur wurde er im Jahre 1961 als Wehrpflichtiger in die Bundeswehr eingezogen. Nach einer Verpflichtung auf Zeit wurde er Berufssoldat des deutschen Heeres in der Panzergrenadiertruppe.
Vom Gruppenführer durchlief er alle Führungspositionen bis zum Führer einer Panzerdivision. In dieser Zeit nahm er an der Generalstabsausbildung an der Führungsakademie in Hamburg teil. National hatte er Verwendungen in Stäben und als Chef des damaligen Amtes für Militärisches Nachrichtenwesen.
Im Planungsstab des Verteidigungsministers Dr. Manfred Wörner war er vier Jahre an der Schnittstelle Politik-Militär tätig und unter anderem an der Erarbeitung von zwei Weißbüchern beteiligt. Internationale Erfahrungen sammelte Dieter Farwick als Teilnehmer an dem einjährigen Lehrgang am Royal Defense College in London.
In den 90er Jahren war er über vier Jahre als Operationschef im damaligen NATO-Hauptquartier Europa-Mitte eingesetzt. Er war maßgeblich an der Weiterentwicklung des NATO-Programmes ´Partnership for Peace` beteiligt.
Seinen Ruhestand erreichte Dieter Farwick im Dienstgrad eines Brigadegenerals. Während seiner aktiven Dienstzeit und später hat er mehrere Bücher und zahlreiche Publikationen über Fragen der Sicherheitspolitik und der Streitkräfte veröffentlicht.
Nach seiner Pensionierung war er zehn Jahre lang Chefredakteur des Newsservice worldsecurity.com, der sicherheitsrelevante Themen global abdeckt.
Dieter Farwick ist Beisitzer im Präsidium des Studienzentrum Weikersheim und führt dort eine jährliche Sicherheitspolitische Tagung durch.
Seit seiner Pensionierung arbeitet er als Publizist, u. a. bei conservo.
www.conservo.wordpress.com    29.08.2020
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