Zug der Freiheit

Von Sven Geschinski (AfD)

Heidelberger Protestbewegung am 02. Februar 2022

Mittwochabend. 18 Uhr. Schwanenteichanlage. Mittlerweile sind diese Angaben Synonym für die Protestbewegung der Maßnahmenkritiker in Heidelberg. Die Ordner sind schnell gefunden und so bewegt sich der Zug über die Bergheimer Straße in das Gelände des Altklinikums links und rechts der Voßstraße.

Es fällt auf, dass die Polizei viel weniger Personal aufbietet als noch zur Jahreswende, zu Beginn der Protestbewegung. Offenbar sind auch die Sicherheitskräfte mittlerweile von der Friedfertigkeit des Bürgerprotests überzeugt.

Am Ende des ehemaligen Klinikviertels geht es wieder auf die Bergheimer Straße, am Bismarckplatz vorbei durch die Rohrbacher Straße.

Heidelberger Protestbewegung am 02. Februar 2022

Es ist ein bunter Zug, der da für Freiheit und Selbstbestimmung und gegen die Impfpflicht buchstäblich auf die Straße geht. Bürger jeden Alters und jeder politischen Coleur. Selbst Tiere sind dabei. Da sind zwei Hunde mit braunem Fell, die in einem Buggy von ihrem Frauchen geschoben werden und freundlich das Treiben um sie herum beobachten. In einem beleuchteten Käfig sitzt sogar ein Nymphensittich, den sich ihre Besitzerin auf den Rücken geschnallt hat. Bunte Vielfalt im besten Sinne!

Ganz anders hingegen am letzten Montag die Demonstration der Impffanatiker. Einheitlich in schwarz, mit Kapuzenpullover, war die sogenannte „Rote Jugend“ unterwegs und machte mit einem Durchbruchsversuch an der Polizeikette vor dem Marktplatz von sich reden. Die Linksliberalen in diesem Demo-Zug setzten sich angesichts der Aggressivität der Linksextremisten an jenem Abend gleich dutzendweise ab. Seither diskutieren die Linken und Grünen in verschiedenen Chatgruppen, wie viel Extremismus und Gewalt in ihren Reihen akzeptabel ist.

Der Zug der Bürger erreicht mittlerweile das St. Josefskrankenhaus, dessen Eigentümer seit dem 1. Januar dringend benötigte, aber ungeimpfte Pflegekräfte aussperren. Dem Betreuungsniveau der Patienten im Haus wird es nicht gerade zuträglich sein, wenn die zurückgebliebenen Pflegerinnen und Pfleger noch mehr Arbeit schultern müssen.

Die Demonstranten sind mittlerweile auf dem Wilhelmsplatz im Herzen der Weststadt angelangt. Die Organisatoren zählen vor dem Josefshaus um die 700 Teilnehmer.

Viel freundlichen Zuspruch am Rande der Strecke hört man auch dieses Mal wieder. Nur vereinzelt gibt es Missfallensäußerungen, der Autor dieser Zeilen zählt im Laufe der zwei Stunden drei Personen, die sich über die Demonstration echauffieren.

Heidelberger Protestbewegung am 02. Februar 2022

Was mag in diesen Menschen, hasserfüllt wie sie erscheinen, vorgehen? Ein Grund kann das seltsame Moralisieren der Corona-Zwangsmaßnahmen sein. Maskentragen, sich seine Mitmenschen vom Leibe halten, Verbote und Impfzwang gelten so manchem als gelebte Solidarität und Nächstenliebe. Was für eine Pervertierung des eigentlichen Wortsinnes! Kein Wunder, dass hierzulande manch einer ängstlich auf unsere europäischen Nachbarländer wie Dänemark schaut, in denen das Pandemieregime gerade endgültig abgeschüttelt wird und die Normalität der Zeit vor 2020 zurückkehrt.

Der Zug für Freiheit und Selbstbestimmung endet mit einer kurzen Ansprache des Orga-Teams um 20 Uhr. Selbstbewusste, angstfreie Bürger machen sich auf den Heimweg. Am nächsten Mittwoch werden sie wieder ihre Grundrechte einfordern.

Sven Geschinski

Fotos: Sven Geschinski

7 Kommentare

  1. @Offenbar sind auch die Sicherheitskräfte mittlerweile von der Friedfertigkeit des Bürgerprotests überzeugt.
    Hier ist es das Gegenteil.
    Dem Bürgermeister paßt es nicht, daß es Leute gibt mit anderer Meinung, deshalb hat er die Innenstadt gesperrt und richtige Sturmtruppen aufgefahren. 80 Mann ( mindestens ) mit voller Kampfausrüstung wie gegen Antifa begleiten die schweigende Reihe und starren sie von allen Ecken und Durchgängen böse an – hat auf mich sehr bedrohlich gewirkt – mir ist dieses Bild nur aus Filmen und Bildern bekannt von Militärputschen, Gefangengenmärschen oder dem Gang zum Exekutionsplatz.
    Das Auftreten macht die Polizei nicht gerade sympathisch.
    Dazu dann seit neuestem der Maskenterror, mit dem er die unliebsamen Bürger weiter schikanieren kann !
    Ok – ich fahre wegen anderer Schikanen schon seit 20 Jahren nicht mehr da rein – nur noch einmal im Jahr zur Abgabe der Steuererklärung – und erst wieder seit den Spaziergängen.
    Recht interessant, wie sich die Stadt inzwischen verändert hat. Viele Geschäfte verschwunden, Schaufenster mit Platten abgedeckt – scheint, der Bürgermeister tut was für die Stadt.
    Betrifft mich nicht, ich besuche sie schon länger nicht mehr und empfehle sie auch nicht.
    Ausnahme : derzeit zum Spazierengehen, selbst wenn der polizeibetreute und recht bedrohlich wirkende Gang nur am Rhein vorbeiführt.

    1. Kann dem nur zustimmen. In manchen Regionen wird noch richtig ‘zur Sache ‘ gegangen und – linksextreme = die üblichen Verdächtiogen ‘bündnisse’ – hochgejubelt,

      wie in dieser strammen SD Postille (SPD Medienverbund)

      Während Corona-Demo: Spaziergängerin widersetzt sich Polizei
      Ordnungsamt verhängt zehn Bußgelder wegen fehlender Coronamasken auf der Wander-Demo. Vier Frauen wollen ihre Personalien nicht angeben, eine muss zur Wache.

      Ulf Hanke
      01.02.2022 | Stand 01.02.2022, 18:20 Uhr

      Bad Oeynhausen. Die Polizei hat Montagabend den sogenannten Lichterspaziergängern den Weg zum Rathaus versperrt. Anders als bei vorherigen Versammlungen von Kritikern der Coronaschutzmaßnahmen konnten die Teilnehmer keine Lichter oder Zettel auf der Rathaustreppe ablegen. Die nicht angemeldete Wanderdemo lief stattdessen in Begleitung der Polizei etwa neun Kilometer in einem großen Bogen um die Innenstadt herum.
      Eine Lichterspaziergängerin beschäftigte die Polizisten intensiv, weil sie trotz Aufforderungen ihre Personalien nicht angeben wollte…
      (Rest hinter Bezahlschranke)

      Dafür aber Hetze vom Feinsten ÜBELSTEN gegen die friedlichen Spaziergänger und wie gesagt ein hochjubelndes Bild der so tollen ‘Gegendemonstranten’ . Die durften alles …..

      https://www.nw.de/_em_daten/_cache/image/1xekc0SVN5N2FSQ295THpsTjdyUlVYdnB1bm11MFV0OTV3ZVlpbEZDeTZSMHlLZkQ5OGExdGRiSlJQRmxpemhlSllZdE5SM2lkQldZQ05YbW5oUEhIZXdrZk1PY0tnZTlWdllOVjNwYkN0WTA9/220201-1718-359270516.jpg

      Ein ¾ – seitiger Printbericht in dieser Schmierpostille stand übrigens unter der Überschrift “Ein Zeichen gegen Hetze” – Nein, man ahnt es schon, Damit waren nicht Haß und Hetze der BunTesReGIERung und ihrer linksextremen Vasallen gegen friedlich demonstrierende, die Zwangsmaßnahmen hinterfragende , Menschen gemeint, sondern die diversen Mitglieder solcher – einschlägig bekannter – ‘Aktionsbündnisse’, die ‘für Demokratie und gegen Coronakritiker’ …. ‘demonstrierten’

      Merkwürdig, wie staatsgläubig die Linksextremen auf einmal sind. Corona muß offenbar wohl doch das Gehirn angreifen …. ?

      1. Wenn die Linken an der Macht sind, ist der Staat natürlich gut! So wie sie es brauchen, wird GUT und BÖSE definiert. Dabei hat doch mal dieser weibliche Wonneproppen propagiert “Deutschland, du bist ein Stück Scheiße” und meinte wohl auch den Staat, von dem sie jetzt als Staatsministerin für Kultur und Medien fürstlich schmarotzen kann. Eigentlich sollte sie ja mit Scheiße nun entlohnt werden.

      2. Ja lieber gelbkehlchen, so ist die ‘Moral’der Linksversifften …..
        Kann mich auch für Deinen Vorschlag zur gerechten ‘Entlohnung’ SEHR erwärmen …..

        L.G. c_c.

  2. Zitat:
    “Was mag in diesen Menschen, hasserfüllt wie sie erscheinen, vorgehen? Ein Grund kann das seltsame Moralisieren der Corona-Zwangsmaßnahmen sein. Maskentragen, sich seine Mitmenschen vom Leibe halten, Verbote und Impfzwang gelten so manchem als gelebte Solidarität und Nächstenliebe. Was für eine Pervertierung des eigentlichen Wortsinnes! ”
    Genau, die christliche Nächstenliebe wird total pervertiert. Denn zur christlichen Nächstenliebe gehört auch der Respekt vor der Freiheit des anderen, vor seiner freien Entscheidung. Zum Beispiel ob er sich impfen lässt oder nicht.
    Und nicht derjenige ist egoistisch, der möglicherweise andere anstecken könnte, sondern derjenige ist egoistisch, der von seinen mit Menschen beschützt werden will, anstatt Eigenverantwortung zu tragen und sich selber zu schützen. Jeder Mensch mit schwachen Immunsystem müsste sich selber isolieren, es gäbe genug Möglichkeiten, zum Beispiel Lieferungen im Internet, anstatt dass die gesamte Gesellschaft isoliert wird und in die Quarantäne geht und somit die ganze Gesellschaft wirtschaftlich und auch sozial geschädigt wird, so sehr, dass viele kleine Unternehmer pleite gehen, vielleicht Selbstmord machen, dass in der dritten Welt Menschen verhungern, dass es jetzt eine Inflation gibt wegen der ganzen Geld Druckerei der Politiker für die Corona Hilfen. Oder die Impftoten. Darüber gibt es natürlich keine Statistik. Ich möchte wetten, dass die Politiker mehr kaputt gemacht haben als sie gerettet haben.

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