Michael van Laack

“Mein Name ist Hanning Voigts, ich bin Journalist und Autor und lebe in Frankfurt am Main. Seit April 2012 arbeite ich als Redakteur bei der Frankfurter Rundschau. Für die Redaktion Frankfurt/Rhein-Main und gelegentlich den Politikteil schreibe ich vor allem über rechten Terrorismus und Neonazis, soziale Bewegungen, jüdische Themen sowie über Sozial- und Innenpolitik.”

So stellt sich Hanning Voigts auf seiner Website den aufrechten und anständigen Mitgliedern der zum Diskursausschluss befähigten Zivilgesellschaft vor. Was er zu erwähnen vergisst: Er arbeitet gern, viel und eng mit Linksextremisten zusammen. Denn im Kampf gegen rechts (und alles was man je nach eigener Verortung dafür hält) muss es erlaubt sein, sich mit jenen zu verbünden, die PKWs abfackeln und Polizisten in Tötungsabsicht in Hinterhalte locken oder schwere Verletzungen billigend in Kauf nehmend mit Leuchtspurmunition beschießen. Linksfaschisten sind die guten Bösen. “Partner in crime” im positiven Sinn, wenn man es so sehen möchte.

Doch Voigts ist nicht nur ein Recherche Superheld im Kampf gegen alles, was nicht mindestens linksradikal denkt und deshalb den Kern “unserer Demokratie” bildet. Auch in der Frage, welche Worte und Begriffe ein Journalist nicht in den Mund nehmen oder in die Tastatur tippen sollte, falls er Wert darauf legt, von seinen Kollegen nicht als “Verdachtsfall Rechtsextremist” eingestuft zu werden, hat der FR-Korrespondent im Hessischen Landtag immer wieder Tipps wie diesen parat:

Winterhilfe ist nicht gleich Winterhilfe!

Man darf vermuten, dass Voigts’ Hinweis tatsächlich nur darauf abzielt, Hilfe für in Not geratende Biodeutsche nicht mit dem W-Wort in Verbindung zu bringen. Oder würde er auch dem “Islamic Relief Deutschland” (einer seit 1996 in Deutschland tätigen gemeinnützigen Organisation) empfehlen, das böse Naziwort “Winterhilfe” zu vermeiden? Eher nicht, denn selbst ein schnöder Hinweis wie dieser könnte von der bunten Blase, in der Voigts lebt und für die er schreibt, als islamophober Belehrungsversuch interpretiert werden.

Auch bei einem anderen W-Wort hat Voigts eine klare Haltung

Die bösen alten weißen Männer und Frauen würden niemals ihre Sichtweisen hinterfragen, erklärt uns der Antifa-Versteher. Das ist deshalb interessant, weil Voigts – man muss sich einfach mal nur ein paar Minuten durch sein Twitter-Profil scrollen – den ganzen lieben langen Tag nichts anderes tut, als a) die eigene Sichtweise als Destillat der Demokratie darzustellen, b) seine Ansichten absolut zu setzen und c) jedem latent Rassismus, Antisemitismus oder faschistisches Verhalten bzw. Gedankengut zu unterstellen, der rechts aus seinem Weltbild kippt. Was sehr schnell passiert, da stramm links eigentlich noch eine zu schwache Beschreibung für Voigts’ politische Verortung darstellt.

Die Reichsschriftumskammer hätte einen Journalisten wie ihn, dem die Kontrolle über das gesprochene Wort wichtiger ist als das Schicksal der Menschen, zweifellos gern in ihren Reihen gehabt. Auch und in diesem Jahr vermutlich mehr denn je das Schicksal jener Menschen, die auf “Winterhilfe” angewiesen sein werden.

Übrigens, Herr Voigts – mir fällt auch ein W-Wort ein:

Woke!

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