Moralinsaure Wokeria: Ganz besonders in mein Herz schließe ich den Friedrich Merz

altmod / Michael van Laack

Friedrich Merz polarisiert, heißt es seit Monaten landauf landab. Die Anti-Merkelianer in der CDU lieben ihn dafür, die Merkelianer wünschen seinen baldigen Sturz, die AfD und Teile der Werteunion halten seine Äußerungen für ein Ablenkungs- bzw. Täuschungsmanöver, die grünwoke Pseudo-Intellektuellenzia würde ihn am liebsten nach Syrien ausweisen… Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

Der kluge altmod, gewissermaßen Autor der ersten Stunde auf conservo, hat Friedrich Merz schon vor einiger Zeit auf seinem eigenen Blog ein Gedicht gewidmet und vor wenigen Tagen um die Zahnarztposse ergänzt. Diese dem CDU-Vorsitzenden gewidmete Ode, Hymne oder in welche Rubrik auch immer der geneigte Leser diese Zeilen einordnen möchte, sind angelehnt an den fünften (mit “Onkel Fritz” überschriebenen) Streich in Wilhelm Buschs “Max und Moritz”.

Die nachfolgenden Verse sind also das geistige Eigentum von altmod. Ich habe mir allerdings erlaubt, ohne in irgendeiner Form den Sinn zu verändern, an einigen Stellen behutsam das Versmaß zu glätten.

Onkel Fritz und die Guten im Dorf

(Friedrich Merz gewidmet)

Wer im Dorfe oder Stadt
Asylanten wohnen hat,
Der ist höflich und bescheiden,
Denn das mag der Fremdling leiden.

*

Morgens sagt man: „Guten Morgen!
Hat man etwas zu besorgen?“
Gebt ihm, was er haben muß:
Freistatt, Handy, Geldzuschuss.

*

Mag ein Backenzahn mal plagen,
keiner wird sich ihm versagen,
denn ein Zahnarzt, stets bereit,
der hat immer für ihn Zeit.

*

Und in and’ren große Krisen,
wenn die Afrikaner „niesen“,
rufen sie „Schamane“ gleich:
„Ja, auch der kommt stracks zu Euch!“

*

Reicht einmal das Geld nicht aus,
geht man flugs zum Dealen raus,
holt sich Wohlfahrts-Spezialisten,
aber niemals Polizisten.

*

Will der Fremde einmal poppen,
läßt er sich von niemand foppen.
Darf sich straffrei dann versorgen,
auch mal kleine Mädchen borgen.

*

Medien schreiben all das schön,
denn Korrektheit ist bequem.
Oder man hält brav den Mund,
und tut so die „Wahrheit“ kund.

*

Kurz, man ist darauf bedacht,
dass “Bunten” niemand Ärger macht.
Doch Onkel Fritz hats voll versaut,
drum schreit die woke Meute laut.

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