Wuffs fade Worte

Christian Wulff ist ein Meister des nichtssagenden Wortes, was er mit seinen „großen“ (?) Reden immer wieder unter Beweis stellt. Ein paar Beispiele seiner Allgemeinplätze, die aber dem politischen „Mainstream“ entsprechen: „Es ist Konsens, daß in Deutschland deutsches Recht und Gesetz zu gelten haben.“ Ja was denn sonst?! Und weiter: „Ich bin auch der Präsident der Muslime.“ Oder: „Moscheen gehören auch zu Deutschland.“ Seine Reden sind voll solcher Platitüden.

Richtig rund läuft des Präsidenten Wortschwall, wenn’s um Alltägliches geht: „Gegenwehr“ gegen die Feinde der Demokratie? Antwort: „…entschlossen!“ Der Beitrag der Alten für unsere Gesellschaft? Antwort: „…viel Gutes!“ Nach vorne gehen? Antwort:“…mit Mut und Entschlossenheit!“ usw., usw.

Ach ja, während Wulff seine Rede zum Tag der Einheit hielt, sprach einige Ecken weiter ein politisches „Schmuddelkind“ Klartext. Zu hören war Geert Wilders aus Venlo, der Führer der Rechten in Holland, der die Deutschen u. a. zur Rückbesinnung auf Goethe, Schiller, Heine, Bach etc. verwies. Das war ein sprachsicherer Hinweis auf die deutsche Leitkultur, den wir eigentlich von unserem Bundespräsidenten erwartet hätten.

Über conservo 7863 Artikel
Conservo-Redaktion