Bringschuld der Migranten

Ein gewisser Rahim Schmidt ist Landtagsabgeordneter der Grünen und liegt nun mit einigen seiner Glaubensbrüder und -schwestern über Kreuz, politisch korrekter: über Halbmond. Grünling Rahim ist der erste Migrant, der in Rheinland-Pfalz den Landtag bevölkert. Sofort kommt der Reflex: Aha, ein Moslem – und das bei uns im Landtag!

Da überrascht uns Rahim mit einer Meldung, die es in sich hat – selbst wenn sie für uns eigentlich selbstverständlich sein sollte: Er spricht von einer „Bringschuld“, die diejenigen haben, die nach Deutschland kommen und sich hier zu integrieren hätten. Obendrein spricht sich Rahim Schmidt auch noch gegen einen „flächendeckenden Islam-Unterricht“ aus und erwartet, daß man sich als Migrant in Deutschland auf Kultur, Sprache, Sitten und Gebräuche unseres Landes einzustellen habe.

Man stelle sich vor, ein Deutscher, der nicht Migrant ist, hätte solche Bemerkungen gemacht. Sämtliche Gutmenschen, allen voran der grüne Betroffenheitsautomat Claudia Roth, wären sofort über ihn hergefallen und hätten angesichts dieser rechtsradikalen Äußerungen den Verfassungsschutz gerufen – zumindest die Polizei, da man auf den Verfassungsschutz derzeit nicht so gut zu sprechen ist. Selbstverständlich würden auch die solidarischen Lichterketten nicht fehlen.

Schmidt bekommt Unterstützung – natürlich nicht in seiner Partei, sondern von einem islamischen Zeitgenossen (RZ 2.10.12): Mohammad Khademi, Bad Sobernheim, schreibt u. a.: „Menschenwürde ist nicht überall auf unserem Planeten anerkannt oder gar verwirklicht (…) Auch wenn diese Werte nicht immer und überall die richtige Lösung bieten, so (sind sie doch) ein Garant für ein menschenwürdiges Leben. Was die Religion, vor allem der zwölfer-imamitische schiitische Islam, angerichtet hat und anrichtet, davon haben beispielsweise Iraner in unserem Kreis viel zu erzählen…“

Ja, ich weiß, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber Hoffnung!

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