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Von Wolfgang Thüne *)

Dr. Wolfgang Thüne
Dr. Wolfgang Thüne

Paris gleicht derzeit einer Wallfahrtsstätte. Etwa 50000 Klimajünger, darunter 150 Regierungschefs, sind zum 21. Weltklimagipfel gereist, um dem Klimagott zu huldigen und ihn um Gnade anzuflehen. Er möge uns unsere Klimasünden verzeihen und die Klimakatastrophe noch abwenden. Wir bereuen unseren Konsumrausch, wollen Buße tun und künftig auf die Nutzung von fossilen Rohstoffen zwecks Gewinnung von Strom und Wärme verzichten. Es soll die Wirtschaft, unser ganzes Leben de-karbonisiert werden, um das Treibhaus Erde nicht weiter aufzuheizen und zur Hölle zu machen. Zudem soll die Sintflut abgewendet werden. Als Mittel aus der Klimamisere wird die „Große Transformation“ propagiert.

Nach 20 erfolglosen Weltklimagipfeln wurde als letzter Ausweg Paris gewählt. Hier fand 1789 die Französische Revolution statt. Das alte Feudalregime wurde mittels Guillotine entsorgt. „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ sollten Ruhe und Frieden bringen. Doch es gab weder nach innen noch nach außen Frieden, sondern nur den sozialistischen Gleichheitswahn, der den Sozialismus gebar und die kommunistischen Revolutionen beförderte. Die „Große Transformation“ wird, weil global, um Größenordnungenschlimmer sein. Das ist kein Schritt vor in eine post-industrielle, sondern in eine prä-industrielle Gesellschaft, ein Rückschritt vor den Beginn der „Industriellen Revolution“.

Die Wahrheit ist: Vom Weltklima geht nicht die geringste Gefahr aus, da es nur fiktiver Natur ist. Klima ist ein vom Menschen erfundenes und vom Wetter abgeleitetes Konstrukt, ein Abstraktum, nach KANT ein „Ding an sich“, ohne Existenz. Es ist somit ein Gespenst, das über Propaganda in uns eingepflanzt wurde und unsere Psyche vergiftet. Es sind die Vereinten Nationen, die 1992, ausgehend von der Umweltkonferenz in Rio de Janeiro, per Knopfdruck über die Medien die Menschheit in Angst und Schrecken versetzt und ihr eine Gefahr eingeredet haben, die gar nicht existiert und nur eingebildet ist.

Über den Wettergöttern steht kein Klimapapst! Das Wetter empfängt seine Energie von der Sonne. Es handelt autark und autonom, über unsere Köpfe hinweg. Der Wettervielfalt auf der Erde verdanken wir die Klimavielfalt und die Artenvielfalt. „Das Wetter ist ungerecht, aber darin liegt seine größte Gerechtigkeit“, sagen die Chinesen. Wer als Politiker „Klimagerechtigkeit“ anstrebt, den hat die Machtsucht blind für die Wirklichkeit gemacht. Das ewige Wechselspiel von Sommer zu Winter auf den beiden Erdhalbkugeln ist Ausdruck des Sinnes für Gerechtigkeit wie der Weisheit des Schöpfers.

Gleich was in Paris beschworen, beschlossen und unterschrieben wird, das Wetter wird davon absolut keine Kenntnis nehmen. Der Wetterwandel wird wie seit Urzeiten weitergehen. Ihm müssen wir uns anpassen. Der Klimawandel wird als statistisches Hündchen brav dem Wetterwandel folgen. Es ist allerhöchste Zeit zu rebellieren. Wenn die „hohe Politik“ das CO2 zuerst reduzieren und dann aus der Luft eliminieren will, dann legt sie die Axt an die Existenz allen Lebens. Wer den „grünen Pflanzen“ ihr Grundnahrungsmittel CO2 entzieht, beraubt auch dem Mensch die Existenzbasis. Da ist Notwehr angesagt, zum Selbsterhalt und zum Erhalt der Schöpfung!

*) Wolfgang Thüne (www.derwettermann.de) ist Diplom-Meteorologe und Dr. phil. Er war 16 Jahre lang „Wetterfrosch“ des ZDF.

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1.12.2015

Von conservo

Conservo-Redaktion