Die Vervokabelisierung von Unsinn

(www.conservo.wordpress.com)

Von luisman, zuerst veröffentlicht bei luismanblog

Wenn man jetzt nach dem neuen Wort in der Überschrift im Internet sucht, findet man (noch) nichts, denn ich habe mit dem Begriff gemacht, was er beschreibt. „Vervokabeln“ ist der Akt etwas zu bezeichnen, zu benennen, einen neuen Begriff einzuführen, oder einen alten Begriff mit neuer Bedeutung zu füllen. In diesem Zusammenhang wollte ich, dass der neue Begriff einen etwas sinisteren Unterton hat.

Im technischen Bereich, in der Forschung macht es Sinn immer mal wieder neue Begriffe einzuführen, wenn etwas neues entdeckt oder erfunden wurde. Z.B. sind die Begriffe elektrische und magnetische Feldstärke nicht mehr wegzudenken. Ein Mikrowellen-Ofen ist eine klare Bezeichnung eines neuen technischen Gerätes. Hingegen fragen sich sämtliche englischsprachigen Leute, wie zum Geier die Deutschen darauf kamen, die neuen kleinen Funktelefone „Handy“ zu nennen.

Insbesondere seit den Postmodernisten wurden wir immer wieder mit einer absichtlich herbeigeführten Umdeutung bekannter Begriffe konfrontiert, oder mit neuen Begriffen, deren Bedeutung reichlich nebulös ist.

Am offensichtlichsten ist es in jüngster Zeit, dass Männer, die sich angeblich irgendwie als Frau oder sonst was fühlen, nicht bitteschön, sondern unter Androhung schwerster Sanktionen, als Frau oder Divers bezeichnet werden wollen. Begründet wurde das anfangs auf Basis einer biologischen Scheindiskussion, da es sehr seltene Fälle gibt in denen ein Mensch weder einen XX noch einen XY Chromosomensatz hat. Diese Mutanten hätten einen rationalen Grund für eine Sonderbezeichnung, wollen aber in aller Regel einem der beiden Geschlechter fest zugeordnet werden. Vor allem aber wird das von Männern ausgenutzt, die sich in ihrer psychologischen Verwirrtheit von ihrem angeblichen ‘Frau-sein’ irgendwelche Vorteile versprechen (und sei es nur Bekanntheit).

Nehmen wir einen ganz ganz neuen Begriff: Die 7-Tage-Inzidenz. Auf den ersten Blick vermutet man einen wissenschaftlichen Fachbegriff, der einen sinnvollen Messwert benennt. Wenn man aber tiefer gräbt fällt auf, dass es sich um einen sehr manipulierbaren Wert handelt, der keinen Sinn macht und mit Wissenschaft gar nichts zu tun hat. Mir und vielen anderen ist ebenfalls schleierhaft, wie man bei einem nicht-sterilisierenden experimentellen ‘Impfstoff’ den Begriff Herdenimmunität auch nur in den Mund nehmen kann.

Und mein ‘Lieblingswort’ ist diskriminieren. Die Deutschen haben das Wort aus dem Lateinischen übernommen, und dort bedeutet es ‘unterscheiden/trennen’. Die Engländer haben es falsch/anders aus dem Lateinischen übernommen, und bei denen bedeutet es ‘benachteiligen’ obwohl es ein lateinisches Wort für benachteiligen gibt, ‘detrimentum’ oder ‘contemptio’ (Verachtung). Weil die sozialistische Agenda vor allem von amerikanischen Hochschulen unters Volk gebracht wird, plappern die Deutschen das nach, ordnen ‘diskriminieren’ ein neue Bedeutung zu, die auf deutsch eigentlich keinen Sinn macht.

Wer mit sich nicht reden lässt

Du kannst nicht mit jemandem reden, der nicht mit sich reden lässt. Man kann nicht mit jemandem auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit aufbauen, der dieses Prinzip nicht anerkennt.

Bislang nannten wir jemand einen sturen Hammel, der trotz guten Zuredens und dem Beweis des Gegenteils, bei seiner unbegründeten Meinung bleibt. Die Methode des sturen Hammels hat sich verfeinert. Während man früher vielleicht mit einem Bibelspruch, oder einer ‘Bauernweisheit’ als sturer Hammel davon kam, ist das heute weniger akzeptiert. Heute hat man die ‘Faktenchecker’, die mit Fakten wenig am Hut haben, sondern alle Aussagen auf Kompatibilität mit der offiziellen Lüge (Hannah Arendt) prüfen.

Ohne es zu merken haben die Medien die Autorität über ideologische Fragen, die der Priester und Papst im Mittelalter hatten, an schlecht bezahlte linke Studenten, die sich ein Zubrot verdienen, transferiert. Wenn’s nicht so traurig wäre, müsste man darüber schallend lachen.

Inzwischen meinen die Linken und die autoritären Politiker, mit ihrem gefährlichen medizinischen Halbwissen, dass man mit den Rechten nicht reden kann (und nicht reden soll). Wenn die aber nicht mit sich reden lassen, dann muss man eben Zwang ausüben, wie bei einem dummen Tier, oder einem kleinen Kind, welches man ggf. einsperrt oder eng führen muss, oder ihm Dinge die es gerne tun würde verbietet. Der Grundgedanke ist gar nicht so falsch. Oh!

Der Fehler ist, dass die Linken und Autoritären (aber ich wiederhole mich) die Rechten und Libertären „diskriminieren“, also benachteiligen und verachten, obwohl es sich um gleichwertige Menschen handelt, die politisch andere Überzeugungen haben. Das liegt vor allem daran, dass Linksautoritäre das Prinzip der Gegenseitigkeit (Reziprozität) nicht anerkennen. Deren Lebensstrategie wird dadurch bestimmt, dass sie anderen etwas wegnehmen, ohne ihnen etwas dafür zu geben. Man kann es auch als organisierten Diebstahl/Raub bezeichnen.

Nun war es in den traditionellen Familien so, dass Gegenseitigkeit nur auf sehr ungleicher Basis funktioniert. I.d.R. beschaffte der Mann die materiellen Güter und bekam dafür Respekt und Liebe, also keine materiellen Güter, von seiner Frau oder den Kindern zurück. Die Mutter (als natürliche Marxistin) verteilte die Güter möglichst gleichmäßig, bzw. nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder. Der Vater sah aber außer Haus eine zweite Lebensrealität, denn er MUSSTE sich dem Prinzip der Gegenseitigkeit unterwerfen, ansonsten hatte er kein Einkommen (außer er war ein Krimineller). Wie man an den Gerechtigkeits- und Gleichstellungsdiskussionen sieht, haben viele Frauen immer Probleme mit dem Grundprinzip der Reziprozität, wenn sie in die Arbeitswelt gedrängt werden.

Die Mittel des Krieges

Das Geheimnis meines Erfolges? Ich verwende kein chemisches Gift, sondern feministische Ameisen. Sie beschweren sich unverzüglich über ihre Ameisenrolle und verlangen Vielfaltsquoten. Sie reden sodann der Königin die Fortpflanzung aus und schieben den männlichen Ameisen dafür die Schuld zu. In der letzten Phase laden sie feindliche Würmer aus der Nachbarschaft zur Einwanderung in ihren Ameisenhaufen ein. Nach nur drei Generationen ist das Ameisenvolk zerstört. Wenn nicht, bekommen Sie Ihr Geld zurück.

Männer und Frauen führen Kriege anders. Männer führen sie physisch, mit Gewalt, aber auch mit Wahrheit und Leistung. Frauen wissen, dass sie mit der männlichen Kriegsführung nicht mithalten können – vor allem wegen ihrer physischen Unterlegenheit. Deshalb haben Frauen seit Urzeiten ihre eigenen Kriegsstrategien entwickelt. Diese sind Lügen, Betrügen, Verrat, Beschimpfen, Bloßstellen, Hintergehen, Unterminierung, Klagen, Mitleid heischen, Schmeicheln usw. Es ist nicht so, dass Männer das nicht auch könnten, und vor allem im arabischen Raum sind dies lang etablierte Kriegsmittel, aber die europäischen Männer verachten solche Methoden.

Aber wir haben uns aus diesen urzeitlichen Methoden heraus-sozialisiert. Es gibt wirksame Gesetze, die Männern verbieten, ihrer anti-sozialen Ader nachzugehen und Gewalt anzuwenden, mit wenigen Ausnahmen. Es gibt aber kaum wirksame Gesetze, die den Frauen verbieten, ihrer anti-sozialen Ader nachzugehen. Die Kriegstaktiken der Frauen werden verharmlost, sie werden von Richtern gerne übersehen. Beispiel? Wenn Frau Merkel ihren politischen Gegner erschossen oder verprügelt hätte, säße sie nicht im Kanzleramt, sondern im Knast. Sie hat aber ebenbürtige anti-soziale Taten begangen, indem sie ihre eigene Partei hinterging, die gesamte BRD unterminierte, u.v.m. Sie saß 16 Jahre auf ihrem Thron und niemand hat sie vor Gericht gezerrt.

Und da ich als Blogger aus der anti-feministischen Ecke komme, ist diese Benachteiligung von Männern vor Gericht eigentlich nur zu bekannt. Kein Ex-Ehemann erwartet auch nur ansatzweise einen fairen Prozess vor dem Familiengericht. Am Besten kommen noch die Männer davon, die ebenfalls lügen und betrügen, d.h. weibliche Kriegstaktiken anwenden. Beim „metoo“ Popanz war es auch kaum übersehbar, dass Frauen einfach etwas behaupten konnten, und der Mann schon vorab als Schuldiger eingetütet wurde. Wenn der Beschuldigte dann mit viel Aufwand die Lügen der Frau beweist, kommt es in den seltensten Fällen zu einer Strafe für die Frau.

Es liegt also eine nachweisbare systematische Benachteiligung von Männern im Recht und im sozialen Bereich vor, die nicht anerkannt wird. Anstatt dies zu korrigieren, wollen Frauen und Linksautoritäre die Situation der Männer noch verschlimmern. Verachtung von Männern ist Alltag im Westen. Der mütterliche Instinkt zur Gleichstellung ihrer eigenen Kinder ist nachvollziehbar. Doch dieser familiäre Instinkt hat in der Außenwelt, in der nur das europäische Prinzip der Gegenseitigkeit erfolgreich ist, nichts zu suchen.

Der Weg aus dem Abgrund

Ich begann mit der Vervokabelisierung von Unsinn, der Propagandisierung postmoderner Begriffe, welche die Realität entstellen, die der offiziellen Lüge dienen. Jedes Mal, wenn wir diese Begriffe kritiklos verwenden, indoktrinieren wir uns selbst in diese offiziellen Lügen hinein. Das mag oberflächlich erscheinen, aber wenn wir keine korrekt definierten Vokabeln für die Wahrheit mehr haben, dann verlieren wir die Wahrheit, weil wir sie nicht mehr ausdrücken können.

Wir brauchen moralische, ideologische Autoritäten, die aber auf einem breiten Konsens der Bevölkerung operieren müssen. Bis vor ca. 100-200 Jahren waren das die Kirchen. Seitdem herrscht moralisches Chaos. Linksgrüene Studenten sind sicherlich kein Ersatz für die Kirchen, auch wenn die Kirchen inzwischen in deren Richtung driften. Libertarismus ist hier keine Lösung. Ich sehe der Zukunft in diesem Punkt wenig optimistisch entgegen. Wenn die weltweit verteilten Europäer nicht bald ein Rückgrat entwickeln, dann gibt es sie in 100 Jahren vielleicht nicht mehr.

Märkte und auch der natürliche Kapitalismus basieren auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit. Ohne dieses Prinzip gibt es Kommunismus, autoritäre Herrschaft und Mafia-Banden, die über uns mit Gewalt herrschen. Ohne dieses Prinzip werden es Zivilisation und Fortschritt sehr schwer haben.

Wir müssen uns über die Methoden des Krieges von Frauen und anderen Zivilisationen klar werden. Nur wenn wir diese Methoden genauso bestrafen wie Gewalt, können wir uns aus der Umklammerung der offiziellen Lüge befreien. Dieser, seit ca. 50 Jahren andauernde und sich intensivierende Krieg, führt unweigerlich zum Aussterben der Europäer. Die nackten Daten beweisen es. Und falls mir jemand Frauen“diskriminierung“ vorwerfen will, NEIN, ich mag Frauen, ich mag den Krieg nicht. Aber, liebe Frauen, vielleicht mögt ihr ja die arabischen Methoden, Frauen von anti-sozialem Verhalten abzubringen mehr, als die europäischen. Denn das blüht euch, wenn ihr so weiter macht.

PS: Als Nicht-Lateiner bin ich Korrekturen meiner Sprachinterpretationen aufgeschlossen 😀

16 Kommentare

  1. Tschechischer Präsident Babiš: Schweden und Niederlande bald mehrheitlich muslimisch
    https://zuerst.de/2021/10/08/tschechischer-praesident-babis-schweden-und-niederlande-bald-mehrheitlich-muslimisch/

    „Nach einigen Berechnungen werden die Niederlande im Jahr 2044 ein mehrheitlich muslimisches Land sein, und Schweden wird im Jahr 2065 folgen. Leider sind das die Fakten“, schreibt Babiš in einem Artikel für die tschechische Tageszeitung „Právo“. „Für mich ist das ganz klar. Ich werde niemals zulassen, daß in Tschechien etwas Ähnliches passiert“, so Babiš weiter.

    Er hält die Massenzuwandewrung aus islamisch geprägten Ländern für unvereinbar mit der kulturellen Grundierung der Tschechischen Republik. „Was unser Land betrifft, werden wir selbst entscheiden, wer in unserem Land leben und arbeiten wird. Die Vorstellung, daß wir freiwillig afrikanische oder nahöstliche Migranten, deren Lebensweise mit der unseren absolut unvereinbar ist, in die Tschechische Republik ziehen lassen würden, ist absolut inakzeptabel. Wie ich kürzlich in der Abgeordnetenkammer sagte, wollen wir unser Land nicht teilen.“

    Ähnlich wie der ungarische Präsident Orbán verweist auch Babiš auf erhebliche Verwerfungen, zu denen die massive Immigration in Teilen Westeuropas bereits geführt hat. „Wir sehen heute und jeden Tag in Westeuropa, wohin unkontrollierte Migration führen kann“, schreibt er, und weiter: „In Deutschland werden Polygamie und Kinderehe toleriert. In Großbritannien gibt es islamische Parallelgerichte. In Frankreich schneiden Migranten Lehrern den Kopf ab oder greifen Frauen an, weil sie angeblich einen zu kurzen Rock tragen.“

    1. Einwanderungsgegner Zemmour auf Kurs zur Stichwahl um die Präsidentschaft

      https://www.unzensuriert.at/content/135997-einwanderungsgegner-zemmour-auf-kurs-zur-stichwahl-um-die-praesidentschaft/

      In sechs Monaten ist es soweit: Im April 2022 wird Frankreich einen neuen Präsidenten wählen oder den Amtsinhaber Emmanuel Macron bestätigen.

      Kopf-an-Kopf-Rennen prophezeit
      Noch im Frühjahr deutete eine Meinungsumfrage auf eine Neuauflage des Duells zwischen Macron und Marine Le Pen von der rechten Partei Rassemblement National (früher Front National) hin. Le Pen hätte im zweiten Wahlgang 48 Prozent der Stimmen verbuchen können, so die Nachrichten im Frühjahr.
      Auf der Überholspur
      Doch jetzt stellt eine neue Umfrage alles auf den Kopf: Am Mittwoch wurde eine Umfrage veröffentlicht, wonach der Journalist und Autor Éric Zemmour bei den Präsidentschaftswahlen auf 17 Prozent und damit auf Platz zwei hinter Macron mit aktuell 24 Prozent Zustimmung kommen könnte.
      Nicht Le Pen, sondern der algerisch-jüdische Zemmour könnte in die Stichwahl mit Macron kommen, obwohl er seine Kandidatur noch gar nicht offiziell angekündigt hat.
      Wer ist Zemmour?
      Zemmour war einst ein Linker und ist heute ein Rechter, der sich kein Blatt vor den Mund nimmt. Sein wichtigstes Thema ist das Überleben Frankreichs als Land der Franzosen:

      Alle unsere Probleme werden von der Immigration und dem Islam erschwert. Werden es die jungen Franzosen akzeptieren, als Minderheit auf der Erde ihrer Vorfahren zu leben? Wenn ja, dann verdienen sie ihre Kolonisierung. Wenn nein, dann werden sie für ihre Befreiung kämpfen müssen!

      Frankreich erlebt Invasion
      Immer wieder macht Zemmour mit scharfen Worten Schlagzeilen. Frankreich erlebe eine Invasion. Es sei ein „krimineller Wahnsinn, Millionen Immigranten aus der arabisch-islamischen Zivilisation ins Land zu holen“.
      Mit seiner harten Haltung gegen den Islam und gegen Einwanderung hat der 63-Jährige seine Zustimmung in weniger als einem Monat verdoppeln können.
      Worte sind ebenso wichtig wie Wahlen

      Während seine Konkurrentin Le Pen die grundsätzliche Frage nach der Erhaltung der kulturellen Identität hinter sozialen und kriminologischen Fragen versteckt, spricht Zemmour das Thema ohne Scheu an. Ähnlich wie Donald Trump geht er nie in die Defensive und erweiterte in wenigen Monaten den Rahmen des Sagbaren.

  2. Hier etwas zum Lachen, die Grünen kommen mit ihrer eigenen feministischen Genderideologie durcheinander. Ein Grüner erklärt sich nach ihrer eigenen Ideologie ganz politisch korrekt zur Frau, um damit einen Listenplatz zu erreichen, wird darauf aber bei der grünen Politikerin, bei der er angestellt ist, zur Strafe entlassen.
    https://www.neopresse.com/politik/gruenen-politiker-erklaert-sich-per-sprechakt-zur-frau-entlassen/?source=ENL

  3. Meine Zustimmung haben Sie. Was Korrekturen betrifft, möchte ich mir nichts anmaßen. Lediglich
    ein Hinweis: Die Ausdrucksweise “Sinn machen” scheint mir aus der englischsprachlichen Welt zu
    entstammen, eine “Rückübersetzung” von “to make sense”. Deutsch wäre “Sinn ergeben” oder auch “Sinn haben”.

    1. Ja, sowas passiert mir immer wieder, weil ich seit fast 20 Jahren im englisch-sprachigen Ausland lebe.Viele deutsche Ausdrucksweisen sind mir entfallen, und ich “rueckuebersetze” sie aus dem Englischen.

      1. Das wollte ich eben nach Lektüre auch bekniddeln, ebenso wir das “dass” statt “daß” – ich verabscheue die Schlechtschreibdeform. Aber: Man liest es dauernd so, das färbt eben ab. Kannst nix bi moken, wie man im Norden snackt.
        Davon ab: Ein sehr gelungener Artikel!

        PS: Das “handy” nenne ich schlicht Fernsprecher. Ich habe nie verstanden, warum für ein schnurloses Telephon ein eigener Begriff eingeführt werden musste. War wohl Werbesprache, um den Mist “hip” zu machen.

      2. Frosch,
        Ja, ganz richtig, Werbung!
        Als eine große Firma mit Obst im Firmenzeichen das neue Telefönchen in Stuttgart einführen wollte, gab man das Ding erst einmal einem Passanten in die Hand, um zu sehen, wie sich der damit anstellte.
        Mißtrauisch beäugte der Mann das Gerät und fragte dann auf schwäbisch, was denn das überhaupt darstellen solle. “Well, sagte der Werbefritze, tis is ein telephone!”
        Darauf der Stuttgarter: “Ei häändi, häändi kei Schnur dra??”
        Und der Werbefuzzi teilte seinem Oberfuzzi mit, diese Germans hätten soeben einen deutschen Namen für das cell phone erfunden! Aber weil die Amis mit dem Stuttgarter Idiom nicht viel anfangen können, wurde das Gerät unter der Bezeichnung “Handy” eingeführt.

      3. Ich stimme Ihnen zu, und Ihr Deutsch ist ohnehin gut.

        Wenn wir schon zum Klugscheißern aufgefordert sind:
        Also, das mit der “S”-Schreibereform kritisiere ich nicht, daß oder dass, man muß schon froh sein, wenn die Leute nicht “das” schreiben, wenn sie “daß” meinen, und vice versa.
        Regeln gibts nicht mehr, es wird nach dem Gehör geschrieben: “Dasss ist doch mal gelungen!”
        Aber etwas anderes stört mich. Es muß heißen “alles Gute”, “nichts Schlechtes”, “etwas Neues”, das weiß heutzutage kaum einer mehr, auch wenn er im Inland lebt.
        “am besten” ist der Superlativ von “gut”, und wird, wie “am schönsten”, klein geschrieben.
        Die Schönste oder der Beste kriegen Großschreibung.
        ‚detrimentum‘, ‚contemptio‘ sind Substantiva, können nicht das Verb benachteiligen bedeuten.

      4. Der Spellchecker von OpenOffice macht die Umwandlung von dass in daß einfach nicht, und da ich mit einer US Tastatur schreibe ist das Scharf-S einfach nicht verfuegbar. Es dauert schon eine halbe Stunde pro Text die Umlaute mit dem Spellchecker zu bearbeiten, der bei zwei Korrekturen in einem Wort nur Unfug macht oder gar nichts. Das nur fuer diejenigen, die meinen die K.I. uebernimmt morgen…die kann nicht mal eine ordentliche Rechtschreibpruefung. Und mein Latein beschraenkt sich auf die paar Saetze in den Asterix Heften 🙂

  4. Vokabel

    Mit Vokabel (von lat. vocabulum ‚Benennung‘) wird ein einzelnes Wort einer Sprache bezeichnet – insbesondere das einer fremden Sprache, wenn es mit dem entsprechenden deutschen Wort gelernt wird– oder allgemeiner ein Ausdruck.

    In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch.
    https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=GV09881&mode=linking#0

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    Unser Deutsch
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    Einführung in die Muttersprache — Vorträge und Aufsätze von Friedrich Kluge

    Professor an der Universität Freiburg i. B. [ 2. Auflage 1910 ]

    Inhaltsverzeichnis / Seite

    1. Das Christentum und die deutsche Sprache/ 1
    2. Sprachreinheit und Sprachreinigung/ 17
    3. Die Grenzen der Sprachreinheit/ 33
    4. Die Entstehung unserer Schriftsprache/ 38
    5. Standes= und Berufssprachen/ 56
    6. Geheimsprachen/ 75
    7. Studentensprache/ 92
    8. Seemannssprache/ 110
    9. Weidmannssprache/ 127
    10. Ein Reichsamt für deutsche Sprachwissenschaft/ 140

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    II. Sprachreinheit und Sprachreinigung geschichtlich betrachtet. [ Auszug ]

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    Unsere Zeit wird immer von neuem durch sprachliche Fragen erregt.

    Sprachmeister treten auf, die mit unbarmherziger Rücksichtslosigkeit uns die Hefte mit Rotstrichen und Ausrufungszeichen zieren und trotz allem Kopfschütteln, das wir im einzelnen für dieses Gebaren haben, unser Gewissen im ganzen aufrütteln und wecken.

    Dann hören wir von berufener Seite, daß unsere sprachlichen Sünden, von denen ängstliche Schulweisheit in jedem Jahrhundert zu jammern gewußt hat, eigentlich das Leben der Sprache, das Absterben der Vergangenheit und die Vorboten neuer Gesetze bedeuten.

    Dort hören wir von der Berechtigung und Notwendigkeit der Fremdworte in unserer heutigen Bildungswelt, hier wird für Reinheit der Muttersprache gerungen. Lehrbücher und Wörterbücher, die uns alljährlich überraschen, weisen den ” aufrichtigen Liebhaber der edlen deutschen Hauptsprache”, wie im 17. Jahrhundert so auch heute, immer wieder darauf hin, daß wir eigentlich unser Deutsch nur an der Hand von Büchern, nicht an der Natur üben sollen.

    Dann hören wir, daß es keine Wörterbücher und keine Grammatiken der lebenden Sprache gibt, die den wissenschaftlichen Anforderungen von heute entspreche, und schließlich stellen sich dem staunenden Volk als unsere heutigen Klassiker jene 40 Schriftsteller vor, die sich für berufen erachten, feierlich gegen sprachlichen Bestrebungen Unberufener einzuschreiten.

    […]

    Unser Deutsch [ PDF ]

    https://archive.org/details/unserdeutscheinf00kluguoft/mode/2up

  5. Ein guter Text, der zum Denken anregt. Das Bild mit den feministischen Ameisen habe ich schon seit Jahren auf der Festplatte. Ich finde den dazu gehörenden Text gelungen wie kaum einen anderen.

  6. Wunderbar, luisman!

    Und davon am besten gefällt mir der Passus:

    Und mein ‚Lieblingswort‘ ist diskriminieren. Die Deutschen haben das Wort aus dem Lateinischen übernommen, und dort bedeutet es ‚unterscheiden/trennen‘. ( … )

    Genau so! Und mir(als Lateiner) sträuben sich auch jedes Mal die Nackenhaare, wenn ich diesem Wort mit der falschen Verwendung mit dem falschen Unterton, begegne.
    ‘discriminare’ – ‘unterscheiden’ eben bedeutet letztlich Nichts anderes als Gleiches gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln.
    Nicht zuletzt befindet sich ein ähnlicher Gedanke auch in unserem Grundgesetz.
    Aber das bedeutet in dieser Zeit ohnehin nichts mehr und ist zur Makulatur verkommen, einem ungeliebten Konstrukt, das man je nach Gusto und vermeintlicher politischer ‘Opportunität’ bedenkenlos bricht.
    Das Scheusal MerKILL ist dafür das beste Beispiel!

    Und paßt irgendwie dazu:
    Hate campaign at UK university shows how appeasing trans ideology encourages mob rule

    Hate-Kampagne an der britischen Universität – zeigt die Folgen auf, wenn man der ‘Trans-Ideologie ‘ nachläuft und diese bestärkt …..das fordert einen Mob gegen unliebsame Personen geradezu heraus ……

    Militant activists viciously campaigning to oust a professor at the University of Sussex have been emboldened by the words of politicians who really should know better.
    Kathleen Stock, professor of philosophy at the University of Sussex, is currently being targeted by an angry mob of trans activists determined to get her sacked. Posters have been stuck up around campus and on the streets and subways leading to the university. One says: “Kathleen Stock makes trans students unsafe. Sussex still pays her.”

    Another reads: “It’s Not A Debate. It’s Not Feminism. It’s Not Philosophy. It’s just transphobia and it’s not on. Fire Kathleen Stock.” A third states: “We’re not paying £9250 a year for transphobia. Fire Kathleen Stock.”

    Wer des Englischen mächtig ist – der ganze Artikel dazu hier:
    https://www.rt.com/op-ed/536887-kathleen-stock-transgender-agenda/

    1. Und kaum etwas dokumentiert die gegenwärtig hierzulande laufende ‘Diskriminierung’ (hier im o.g. falschen Sinne begriffen) ganzer großer Bevölkerungsgruppen als das erhellende Bildchen und der Text aus dem Artikel von Herrn Farwick im Nachbarstrang:

      https://conservo.files.wordpress.com/2021/10/angst-und-impfung.jpg

      Und sehr aufschlußreich zu diesem Punkt auch der Artikel “Missbrauch von Wissenschaft”. Roland Springer. Tichys Einblick 8/21 S. 76. ff.

  7. Mich wundert es, das die Grün – rote Vokabelmafia und die Strassennamen Protestierenden noch nicht darauf gekommen sind, was alles neu werden muss, in der Republik.
    “Flieg, flieg …!
    Das Schweigen der Lämmer.
    Rechts vor links, eine nationalsozialistische Verkehrs Regel. Du Nazi.
    Rechts – Anwalt
    Rechts – Ordnung
    Rechts – Kurve
    Rechts – Gutachten
    Rechts – Gelehrte
    Rechts – Aussen
    Noch mehr Nazi
    Ja, ja wir haben schon viel geschafft, wir schaffen das auch noch.

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