Fluch der Inkompetenz

Von DR.PHIL.MEHRENS

Die “Ampel”. Kaum in der Regierung, zeigt sich schon das Chaos und der Rost. Bild: Pixabay

So schnell hat sich noch keine Bundesregierung selbst zerlegt. Nach nur vier Monaten und dem Lauterbach-Debakel mit dem grundgesetzwidrigen Zwangsimpfungsgesetz steht das Kabinett Scholz vor einem Scherbenhaufen.

Normalerweise durchweht ein Hauch von Euphorie und Aufbruchsstimmung die Frühphase einer frisch ins Amt gewählten Regierung. Jedem Anfang wohnt schließlich ein Zauber inne. Die SPD-Regierung von Bundeskanzler Scholz jedoch durchweht schon jetzt der Leichengeruch von Ministern, die mit der bisher gezeigten Leistung nie im Leben eine ganze Legislaturperiode überleben können. Dem Anfang, den Scholz & Co. hingelegt haben, wohnt kein Zauber inne, sondern der Fluch der Inkompetenz. Mancher hat das kommen sehen: Komiker unkten schon im Dezember, es sei nicht auf den ersten Blick erkennbar, ob hier ein neues Kabinett die politische Bühne betrete oder ein neues Kabarett. Was damals, zu Beginn der Ära Scholz, nach satirischer Überzeichnung klang, wirkt vier Monate später angesichts der desolaten Bilanz der neuen Regierung schon fast schmeichelhaft. Selbst das letzte Kabinett Merkel brauchte vier Jahre, um so viele Rücktrittskandidaten hervorzubringen wie die Ampel in nur vier Monaten.

Als größte Rohrkrepiererin im Amt galt noch vor einer Woche Christine Lambrecht, die Frau der 5.000 Helme, die zu ihrem neuen Arbeitsplatz kam wie die Jungfrau zum Kinde. Dass Lambrecht eine Haubitze von einem Ofenrohr unterscheiden kann, scheint als Qualifikationsnachweis ausreichend gewesen zu sein. Aus Kreisen der Bundeswehr wird kolportiert, dass die Verteidigungsministerin keinen rechten Zugang zur Welt hochrangiger Militärs findet, in der Tugenden kultiviert werden, die bei einer linken Parteikarriere eher im Weg stehen. Die Verzögerungen bei längst abgesegneten Waffenlieferungen an die Ukraine verraten eine Unsicherheit, die genau so zu erwarten war, in Krisenzeiten aber natürlich Gift sind für den Ruf Deutschlands in der Welt.

Gift für den Ruf von Familienministerin Anne Spiegel waren peinliche Textnachrichten aus ihrer Zeit als rheinland-pfälzische Umweltministerin, in denen es um das richtige “Wording” und ein von ihr gefürchtetes “Blame-Game” ging. Auf deutsch: “Wie überstehe ich den Nachweis meiner Unfähigkeit ohne Reputationsdelle?” Wir erinnern uns dunkel daran, dass ein österreichischer Bundeskanzler zurücktreten musste, nachdem ähnlich peinliche Kurzmitteilungen öffentlich geworden waren. Schon Spiegels exzentrische Wortwahl zeigt, welchem Milieu die grüne Spitzenpolitikerin entstammt: dem abgehobener urbaner Eliten, die wie früher die Betonköpfe der SED groß geworden sind in einer Echokammer mit eigenem Kaderjargon, einer Echokammer, die man sich am besten vorstellt als WG-Zimmer im Elfenbeinturm der neomarxistischen Weltrevolution, die Wände aufgehübscht mit Anarcho-Graffiti und Che-Guevara-Poster.

Damit dürfte auch die politische Sozialisation von Nancy Faeser adäquat beschrieben sein, Spiegels Kollegin im Innenressort, der Frau, die sich mit einem geschriebenen Molotow-Cocktail in einem  linksextremen Kampfblatt längst aus dem Amt gesprengt hätte, würde die bundesdeutsche Zivilgesellschaft noch über kritische Leitmedien verfügen statt über Hofberichterstatter.

Ungewohnt unsouverän auch Annalena Baerbock, die neue Außenministerin, die bei offiziellen Stellungnahmen an vorgefertigten Textblöcken aus dem Außenamt klebt wie TV-Moderatoren am Teleprompter, um sich keinen Lapsus zu erlauben, und der in freier Rede vor Reportermikrophonen Verhaspler unterlaufen, die man von ihr in ihrer Rolle als Oppositionspolitikerin so nicht kannte. Manche erinnert die rhetorisch stolpernde Außenministerin bereits an den glücklosen CDU-Kanzler Kurt-Georg Kiesinger.

Heißester Rücktrittskandidat ist nach dem Abstimmungsdebakel vom 7. April aber natürlich Karl Lauterbach. Viele hatten im Anschluss an seinen Amtsantritt als Gesundheitsminister erwartet, er werde sich wegen der Ansprüche, die die Leitung eines Bundesministeriums an ihn stellt, zum seriösen Politiker wandeln, der keine Zeit mehr hat für Talkshow-PR in eigener Sache. Heute wissen sie es besser: Die Dauerpräsenz des rührigen Ressortleiters nahm eher noch zu. Nicht durch solides Arbeiten im Ministerium hoffte er sein Herzensprojekt, die grundgesetzwidrige Impfpflicht, durchzusetzen, sondern durch Agitprop-Methoden unter Zuhilfenahme willfähriger Leitmedien. Immerhin ergaben sich daraus für den Zuschauer jede Menge weiterer Gelegenheiten, Symptome für eine narzisstische Persönlichkeitsstörung des Ministers zu sammeln. Im März war Lauterbach sogar der skurrile Held einer sogenannten Doku-Soap: Für “Konfrontation” (ARD-Mediathek) hatte Lauterbach dem Spiegel-Journalisten Markus Feldenkirchen Einblicke in sein Privatleben und sein Pingpong-Talent gewährt. Der Film zeigt einen Gesundheitsapostel zwischen Wahn und Wirklichkeit. Dass dem Mediziner einige wesentliche Charakterzüge fehlen, die für einen hohen Regierungsposten zweckdienlich sind, war innerhalb der politischen Szene schon vor seinem überraschenden Vorrücken auf ein Ministeramt bekannt. Nur ein essenzieller Mangel an emotionaler Intelligenz erklärt einen Aussetzer wie die Annullierung einer mühsam zwischen Bund und Ländern ausgehandelten Quarantäneregelung per Talkshow-Auftritt. Mit dem Scheitern der von ihm mit maximalem Aufwand propagierten Impfpflicht ist Lauterbach irreversibel beschädigt.

Das umstrittene Gesetz hat sich auf ähnlich desaströse Weise verselbständigt wie der Besen in Goethes Zauberlehrling. Nachdem der Vorschlag in der Welt war, wurde man ihn nicht mehr los. Das Ding entwickelte Eigenleben, fing an zu wüten, war nicht mehr unter Kontrolle zu bringen. Scholz’ Denkfehler: Er glaubte das Rezept seiner Vorgängerin – Machtkonsolidierung durch Populismus – kopieren zu können, ohne über die Mehrheitsverhältnisse einer Groko zu verfügen. Die Impfpflicht sollte kommen, weil Umfragen im Volk Zustimmung signalisierten. Die Fantasie des Kanzlers scheint nicht ausgereicht zu haben, um sich vorzustellen, dass die opportunistische Merkel-CDU, der er seine Macht verdankt, sich rückstandsfrei in Luft aufgelöst hat. Hoffte er, dass ein renitenter Rest die von Friedrich Merz angeführte Palastrevolte versteckt im Uhrenkasten überlebt hat, um am 7. April wie Kai aus der Kiste zu springen und die guten alten Groko-Zeiten wieder aufleben zu lassen?

Scholz und Lauterbach verzockten sich, weil die Christdemokraten verblüffend schnell in eine effiziente Oppositionsrolle hineingewachsen sind. Die Ablehnung der Ampel-Vorlage zur Impfpflicht ist vor allem das Verdienst des neuen Unionsfraktionschefs, der die Chance, die neue Regierung ganz, ganz alt aussehen zu lassen, mit kühlem taktischen Geschick genutzt hat, ohne Impfbefürworter zu verprellen.

17 Kommentare

  1. “…erinnert die rhetorisch stolpernde Außenministerin bereits an den glücklosen CDU-Kanzler Kurt-Georg Kiesinger.”

    Nicht viel eher an Heinrich Lübke ?

    1. @ kdm: Völlig zutreffend bemerkt. Zur Erinnerung: Kurt-Georg Kiesinger galt zu Lebzeiten als einer der besten Redner. Der Kommentator verwechselt ihn offensichtlich mit Heinrich Lübcke, der weiß Gott kein begnadeter Redner war (“Liebe Neger…”) Lübcke war schon zu Lebzeiten vielem Gespött über seine “Redekunst” ausgesetzt.

    2. Wie auch immer – ein Kurt Georg Kiesinger seinerzeit ist/war mir tausendfach lieber als das ver(baer)bockte Grünzeugs!

    3. “Nicht viel eher an Heinrich Lübke ?”

      Nein, denn den Job hat Annalena Baerbock ja schon freiwillig übernommen. Diese Frau will halt ganz schnell nach ganz oben …

  2. Wenn diese Regierung nicht in den nächsten Wochen zum Teufel gejagt wird, verstehe ich die Welt nicht mehr. Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken, aber diese Regierung stinkt überall. Ein Regierungschef, der sich so für eine Sache ins Zeug gelegt hat und dann derart hinten runter fällt, hat nicht gemerkt, dass er ein totes Pferd geritten hat. Der muss weg. Genau wie die gesamte grüne Mischpoke, die Deutschland in der kurzen Zeit, in der sie mitregiert, einen unermesslichen Schaden zugefügt hat und weiter zufügt. Muss erst der große Blackout kommen, bevor man wach wird und man von diesen ideologischen Nichtskönnern die Schnauze voll hat? Und die anderen Kabinettsfiguren wie beispielsweise der apokalyptische Reiter Lauterbach? So einer in der Regierung ist doch eine Katastrophe. Aber sind all die anderen besser, die diesen ganzen Wahnsinn mitmachen? Zum Beispiel Lindner. Chef einer “liberalen” Partei, der sich von den Grünen am Nasenring durch die Manege führen lässt. Der jedes verfassungswidrige Spielchen dieser Regierung mitmacht.

    Nein. nein. diese Regierung nur mit dem “Prädikat” inkompetent zu versehen, ist zu billig. Dieses Kabinett strotzt vor Dummheit und Unfähigkeit. Aber es kann “mangels anderer Masse” nicht abgelöst werden. Aber halt, das stimmt nicht. In jeder funktionierenden Demokratie wäre es möglich, mit einer anderen Koalition zu regieren, wenn sie eine Mehrheit auf die Beine bringen würde. Nur in Deutschland geht das nicht, weil man eine regulär gewählte Partei einfach als nicht existent ansieht. Wenn man sich wieder die jüngsten Beiträge dieser Partei, der AfD, im Bundestag angehört hat, fasst man sich an den Kopf, warum diese Leute nicht regierungsfähig sein sollen. Soviel Geist und Realität kam von keiner anderen Fraktion, schon gar nicht aus dem Ampel-Lager. Union und FDP sollten endlich etwas für die Menschen im Land tun und gemeinsam mit der AfD eine Politik machen, die Deutschland aus Sumpf herausführt, in den es schon von Merkel und von der jetzigen Regierung hineinbugsiert wurde. Nur so könnten sie tatsächlich was bewegen.

    1. @ Aufbruch /// Das ist richtig. Nur die AfD macht noch Politik FÜR Deutschland und nur die AfD hätte den von Merkel eingeleiteten Weg in den Untergang noch aufhalten können. Leider habe ich was die AfD anbelangt nur noch wenig Hoffnung. Die Partei hat bei der letzten BT-Wahl fast ein Fünftel ihrer Wähler verloren und ist viel zu schwach. Zu verdanken haben wir das dem miesen Spiel von Jörg Meuthen, dem übelsten Verräter auf der aktuellen politischen Szene.
      Seit 2015 haben die Altparteien der AfD eine Steilvorlage nach der anderen geliefert, die die AfD hätte für sich nutzen können, aber es passierte fast nichts. Man war nur mit seinen inneren Zerwürfnissen und Querelen beschäftigt und davon hatten immer mehr Wähler die Nase voll. Schade ——- Ich hatte einmal große Hoffnungen in die AfD gesetzt und viel Zeit und auch Geld für die Partei geopfert, aber das war sinnlos.
      Wir wissen alle, daß die Grünen nicht die hellsten Lichter im Hafen sind, aber das haben sie begriffen : Man kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Partei zusammenhält.

  3. @Fluch der Inkompetenz
    in guten Zeiten haben sich ehrenhafte Inkompetenzen mit einer Kugel verabschiedet !

    Leider haben wir keine ehrenhafte Zeiten mehr !

  4. Wir sollten uns nicht zu früh freuen. Wir haben nur eine Schlacht gewonnen, aber nicht den Krieg. Lauterbach wird auf keinen Fall aufgeben und erst recht nicht seine Hintermänner und Befehlsgeber. Vermutlich wird er versuchen, über das Infektionsschutzgesetz einen Impfzwang durchzusetzen oder einen anderen Weg zu finden. Und natürlich hat man sofort die Lügen- und Lumpenmedien gegen die Impfverweigerer in Stellung gebracht. Der Impfzwang war noch nicht ganz vom Tisch, da wurde schon auf allen Sendern und aus allen Rohren geschossen. Das wird wohl den ganzen Sommer so weitergehen.

    Ich bezweifle, daß diese Regierung 4 Jahre im Amt bleiben wird.

    1. Sehr richtig, liebe Doris,
      volle Zustimmung.

      Wie ich schon an anderer Stelle hier gesagt habe, die ‘Schlacht’gegen die Corona’-Impf’-Nazis ist mit dem Ergebnis vom Donnerstag längst noch nioht gewonnen.

      Ein sicher bedeutender – Etappensieg, aber … die ImpfVerbrecher haben längst noch nicht aufgegeben, wie man schon an den aktuellen Äußerungen des durchgeknallte Klabauterbach sieht.. Die werden in Hinterzimmer neue Ränke ersinnen, sich neu formieren und spätestens im Herbst – ggfs. wieder mit manipulierten ‘Fakten’ und Zahlen zu einem neuen Schlag ausholen.

      Wir Aufrechten sollten uns nicht einlullen lassen, nicht in trügerische ‘Gewißheit’ verfallen sondern wachsam bleiben und gerüstet für das was die Impfverbrecher noch anstellen werden!

      Im Strafrecht gibt es den Tatbestand der Giftbeibringung, als Form der gefährlichen Körperverletzung:
      § 224 Gefährliche Körperverletzung
      (1) Wer die Körperverletzung
      1.
      durch Beibringung von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen, (“!)
      2.
      mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs, ……..
      ( … )
      5.
      mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung

      begeht, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, …. bestraft.

      Da mittlerweile anhand der zahllosen Nebewirungen und gar Todesfällen nach dieser ‘Experimental’impfung’ erwiesen ist,
      habdelt es sich unzweifelhaft um einen Tatbestand im Sinne der Vorschrift, zudem auch um eine das Lben gefährdenden Behandlung.

      Sicher, wer sich (unter Druck oder Zwang die Körperverletzung verabreichen läßt, willigt zwar zunächst formal ein. Indessen aber kann eine solche durch Zwang (Zwangsmittel) erlangte Einwilligung keine Wirksamkeit entfalten. Selbst bei staatlichem Zwang durch ‘Gesetz’ – wenn dieses seinerseits nämlich verfassungswidrig und damit hinfällig ist.

      Die Frage ist nur: Welches Gericht soll über die (Un-)rechtmäßigkeit und Verfassungswidrigkeit solcher Anordnung entscheiden? –

      Das ‘auf Linie’ gebrachte Volksgerichts – Buntesverfassungsgericht mit seinem (zuständigen ‘Harbarth – Senat’ etwa???

      1. Danke für den Hinweis. Das ist ja grauenhaft!

        Keine Sachkunde mehr erforderlich und viele Schrecklichkeiten mehr …..

      2. Sagte ich es nicht?
        Miese Taschenspielertricks: Die Impfpflicht ist nicht vom Tisch

        Auf eines ist in diesen Zeiten Verlass: Die Verwirrt- und Tölpelhaftigkeit eines Karl Lauterbachs, der sich nicht nur gewohnheitsmäßig irrt, sondern dem offenbar auch das mentale und psychische Innen-Management fehlt, um zwischen seinen Wunschvorstellungen und der Realität zu trennen. Dafür muss man ihm beinahe schon dankbar sein, weil so manch perfider Plan der Impf-Kamarilla vereitelt wird oder wenigstens ans Licht kommt.
        So wie offenbar jetzt wieder, als sich Lauterbach in einem neuen unbedachten Tweet mutmaßlich verplapperte: Nach der krachenden Bundestags-Abfuhr einer Impfpflicht ab 60 (von der er keine 48 Stunden zuvor zuversichtlich überzeugt war, sie werde eine Mehrheit erhalten, womit er erneut sein eindrucksvolles Urteils- und Einschätzungsvermögen unter Beweis stellte) twitterte Lauterbach, damit sei die „der einzige Gesetzesentwurf, der (die) allgemeine Impfpflicht gebracht hätte… gescheitert.” Weil die allgemeine Impfpflicht – also eine für alle Deutschen ab 18 – überhaupt nicht zur Abstimmung gestanden hatte, meinte Lauterbach offenbar also etwas anderes; nämlich genau dies: Die Impfpflicht ab 60 hätte offenbar durch einen perfiden eingebauten Automatismus der Vorlage tatsächlich zu einer allgemeinen Impfpflicht geführt. Bei näherer Durchleuchtung der den Abgeordneten ohne wirkliche Aussprache auf den letzten Drücker zur Abstimmung vorgelegten, zum Glück geplatzten Gesetzesvorlage zeigt sich, dass diese eine solche Hintertür enthielt.
        „Tichy’s Einblick“ – h ttps://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/allgemeine-impfpflicht-verplauderte-sich-karl-lauterbach-auf-twitter/ –

        machte darauf gestern dankenswerterweise aufmerksam (von den Mainstreammedien sind solche journalistischen Erwühlungen ohnehin nicht zu erwarten).

        Miese Finten im Kleingedruckten
        So hatte es in Paragraph 20 a des gefloppten Entwurfes wörtlich geheißen: „Personen, die seit mindestens sechs Monaten ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben und das 18. Lebensjahr vollendet haben, sind verpflichtet, ab dem 15. Oktober 2022 über einen Impf- oder Genesenennachweis nach § 22a Absatz 1 oder Absatz 2 zu verfügen; Personen, die das 60. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, erfüllen diese Pflicht auch, indem sie über einen Nachweis über eine individuelle ärztliche Beratung zu Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 verfügen.” Zum Hintergrund: Die gescheiterte Gesetzesvorlage hatte eine „Beratungspflicht“ vorgesehen, deren Erfüllung später ausschlaggebend für die „Scharfstellung“ der Impfpflicht gewesen wäre. Welche Quote an durchgeführten Beratungen dazu erforderlich gewesen wäre, wurde jedoch nicht erwähnt. Somit hätte also theoretisch schon eine „nur“ 99 prozentige Beratungsquote ausgereicht, um die Impfflicht in Kraft zu setzen. Man hätte nur noch die Ausnahme für die Unter-Sechszigjährigen streichen müssen – und die allgemeine Impfpflicht wäre durch einen Taschenspielertrick eingeführt worden.
        Wer nun jedoch angesichts dieser und anderer Zumutungen, die die Gesetzesvorlage im Falle ihrer Annahme bedeutet hätte, meint, nun erleichtert aufatmen zu können, weil die wie auch immer geartete, in jedem Fall verbrecherische Pflicht zu einer experimentellen Gentherapie in sämtlichen angedrohten Varianten nun vorerst keine Mehrheit im Bundestag fand – der sollte sich nicht zu früh freuen. Denn er könnte bald feststellen, dass der Albtraum weitergeht. Wer nämlich zu derartigen unseriösen Listen im „Kleingedruckten“ greift, um den Bundestag übers Ohr zu hauen und mit allen Mitteln die Impfpflicht zu forcieren, der wird auch jetzt, nach vorläufigem Scheitern dieses Unterfangens, nicht lockerlassen. Das sind Lauterbach und seine Impfsekte mutmaßlich alleine schon der Pharmalobby schuldig.
        Lauterbachs Trotz: Schikanen jetzt erst recht!
        Und so – getrieben von dem Wunsch, den im Parlament erlittenen Gesichtsverlust vergessen zu machen und das Corona-Regime unter Umgehung der Gerichte aufrechtzuerhalten – schicken sich die üblichen Verdächtigen bereits an, spätestens im Herbst zum Gegenschlag auszuholen… natürlich sekundiert vom hysterischen Geschrei der regierungstreuen Presse, die jeden Sinn für Fakten und bürgerliche Freiheit verloren hat.

         Die Weichen dazu werden schon gestellt: Am Freitag gab Lauterbach vordergründig zwar zerknirscht zu, bei der Ablehnung der Impfpflicht ab 60 Jahren handele es sich „um eine „klare, herbe Niederlage, die in dieser Größenordnung es sehr unwahrscheinlich macht, dass sich hier noch viel im Deutschen Bundestag bewegen wird.” Deshalb – und wohl, um sein abermals angekratztes Ego dafür wenigstens etwas zu entschädigen – drohte er eine Verschärfung des gerade erst entschärften Infektionsschutzgesetzes an. Dass nun hierüber quasi Rache genommen wird, hätte man sich denken können – und Lauterbach verhehlt dies auch gar nicht: Trotzig erklärt er, mit der – wissenschaftlich völlig absurden Impfpflicht ab 60 (in einer Altersstufe also, wo fast neun von 10 Menschen geimpft sind) hätte man sich „einfach mehr Freiheiten leisten können”, denn die Zahl Ungeimpfter über 60 sei in anderen Ländern (angeblich) „viel geringer”. Außerdem sei ihm die derzeitige „Hotspot“- Regelung viel  zu harmlos. Deshalb müsse man „hier das Infektionsschutzgesetz spätestens zum 23.9. noch mal aufmachen” (Man beachte die verräterische Diktion).

        So müsse früher oder später „mit großer Wahrscheinlichkeit“ die Maskenpflicht „in vielen Bereichen” wieder eingeführt werden – auch, weil man nun „mit der Impflücke in den Herbst“ hineingehe. Bis dahin hätten „die Boosterimpfungen und die Zweitimpfungen ein Stück weit ihre Wirkung verloren.“ Und im Einklang mit seinem Bruder im Geiste Christian Drosten warnt Lauterbach zudem erneut vor einer völlig aus der Luft gegriffenen „Sommerwelle“ – und natürlich vor der ohnehin schon ausgemachten „Herbstwelle” (als die uns nunmehr im dritten Jahr die immer dagewesene saisonale Erkältungswelle, früher einmal als „Grippewelle“ bekannt, verklickert wird) gleich mit. Ohne Impfpflicht gehe man „wahrscheinlich ein drittes Mal im Herbst nicht optimal in die dann zu erwartende Welle“ hinein, so der schwurbelnde Minister. Allerdings schloss Lauterbach dann wiederum nicht aus, „dass es im Herbst keine große Welle gibt“, was jedoch „sehr unwahrscheinlich“ sei – nur um anschließend erneut von einer angeblich möglichen „rekombinierten Variante“ oder einer neuen „Omikron-Welle“ zu schwafeln. So hört es sich an, wenn der Wahnsinn regiert.
        Der Lohn der guten Tat: Noch mehr Agitation
        ( … )
        Weiter:
        https://ansage.org/perfide-taschenspielertricks-um-die-impfpflicht/

        … und etwa der grüne Bundestagsabgeordnete Anton Hofreiter, der bei „Markus Lanz“ im ZDF bereits klarstellte: „Da müssen wir jetzt noch mal verhandeln. Ich hoffe dass es am Ende eine Mehrheit vor Herbst gibt.” Man setzt hier scheinbar auf die neudemokratische Masche, einfach so lange abstimmen zu lassen, bis das Ergebnis passt.

      3. @CC /// Es gibt noch eine weitere Frage : Gibt es überhaupt eine gesetzliche Grundlage, diese Politverbrecher anzuklagen oder haben sie Immunität. Ich weiß das nicht.

        Außerdem gibt es etwas, das mich immer wieder staunen läßt. Laut einem sehr ausführlichen Bericht auf Servus TV und auch anderer Studien gibt es in Deutschland und Österreich inzwischen viele Menschen, die seit der C-Impfung richtig krank sind, aber selbst vehement bestreiten,daß es etwas mit der Impfung zu tun hat. Nur Wenige sprechen offen aus, daß sie von der Impfung krank sind. Ich spreche hier nicht von kleinen Wehwehchen, sondern von ernsthaften Erkrankungen. Kann es sein, daß die Gehirnwäsche so gut funktioniert, daß den Opfern nicht einmal mehr zu Bewußtsein kommt : Halt, Moment mal, vor der Impfung war ich ein gesunder Mensch, es ging mir gut und jetzt habe ich Herzrasen, Herzbeutelentzündung,Lähmungen,Muskelschwäche,Rückenschmerzen u.s.w. . Da höre ich dann Argumente wie ” ja, ich hatte auch früher schon mal Herzpklopfen, das kommt nicht von der Impfung” oder “ja, wenn man älter wird tut es einem schon mal hier und da weh, das hat doch mit Impfung nichts zu tun”. Was sollte sich also ändern, wenn die Impfkranken selbst nicht wahr haben wollen, daß sie von der Impfung krank sind. Und so lange das so ist, wird Lauterbach nicht aufhören, uns alle impfen zu wollen.

  5. Trefflich dargestellt, Dr. Mehrens.

    “Komiker unkten schon im Dezember, es sei nicht auf den ersten Blick erkennbar, ob hier ein neues Kabinett die politische Bühne betrete oder ein neues Kabarett. “

    Da haben Sie durchaus Recht, aber leider ist es nicht zum LACHEN, SONDERN NUR NOCH ZUM WEINEN, ANGESICHTS DES IMMENSEN SCHADENS für unser Land

    Die von der Kommunistenbra(u)t gelegte Saat geht immer mehr auf …..

Kommentare sind geschlossen.