Michael van Laack

Die Ständige Impfkommission hat heute den Risikogruppen empfohlen sich, gegen Affenpocken impfen zu lassen. Zu diesen Gruppen zählen laut der Institution Menschen ab 18 Jahren, die engen körperlichen Kontakt zu Infizierten hatten, Laborpersonal, dass ohne Schutzausrüstung mit Proben von Infizierten zu tun hatte und homosexuelle Männer mit wechselnden Partnern.

Schon jetzt ruft diese Empfehlung die üblichen Verdächtigen auf den Plan, die vermuten, nun würde es bald von Befürwortern der Corona-Impfung virtuelle oder vielleicht gar reale Hetzjagden auf schwule Männer geben, deren Bindungs- und/oder Beziehungsunfähigkeit sie Sex mit zumeist nicht wenigen wechselnden Partnern haben lässt.

Die queere Community wird ihre Kampagnenfähigkeit unter Beweis stellen

Manch ein Homosexueller wird nun wohl auch fürchten, dass die dunkle Zeit der Dämonisierung zurückkehrt, die in den 80ern darin gipfelte, zur Abwehr der Ausbreitung von AIDS Schwule dauerhaft in Isolationscamps zu beherbergen.

Diesen in der Tat mit keinem anderen Begriff als “historische Schande” treffend zu bezeichnenden Vorschlag wird die linksgrünversiffte queere Bewegung nutzen, um eine in unseren Tagen bei den Leitmedien äußerst beliebte Antidiskriminierungskampagne zu fahren und “Flagge zu zeigen”, damit die STIKO-Empfehlung geändert wird. Denn nur weil man regelmäßig mit zahlreichen anderen Männern und trotz AIDS auch heute noch oft ungeschützt anal verkehrt, ist man doch nicht gefährdeter als der Heten-Opa, der seiner Enkelin durchs Haar wuschelt, oder?

Die nächsten Tage und Wochen dürften auf jeden Fall sehr spannend werden. Denn noch nie hat die Regenbogen-Fraktion eine Propagandamöglichkeit ausgelassen. Warum sollte sie es also ausgerechnet hier tun, wo ihr ein pinker Ball auf den grellgrünen Elfmeterpunkt gelegt wird?

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