(altmod*) Deutschland leistet sich mit dem Bundestag die wohl teuerste Irrenanstalt, pardon: das ansehnlichste, demokratisch gewählte Parlament, weltweit. Die deutsche Volksvertretung mit 736 Abgeordnete wird in seiner Quantität nur vom chinesischen Volkskongress mit 2980 Mitgliedern übertroffen, danach folgt – wie nicht anders zu erwarten – das Europäische Parlament mit 705 Narren – pardon: Abgeordneten.

1949 gab es 410 Abgeordnete im Deutschen Bundestag, dann 1990 vor der Wiedervereinigung 510 und nach dem „Beitritt der DDR“ 662, um dann weiter stetig auf die jetzige Rekordzahl von 736 anzuwachsen. Ich kenne keine andere psychiatrische Anstalt, für welche der Allgemeinheit mehr als 1 Milliarde Euro im Jahr abverlangt werden muss!

Ironie aus! Wie kann ich es mir nur erlauben, von einer Irrenanstalt zu sprechen, handelt es sich doch um von uns selbst gewählte, bestimmt honorige, ihre Interessen, Verzeihung: unsere Interessen wahrnehmende Abgeordnete?

Wer nicht weiß, wen er wählt, darf sich nicht wundern, wen er bekommt!

Ich kenne keine Umfrage dahingehend, wie viele Bundesbürger einen – oder „ihren“ Abgeordneten – benennen können, wenn er nicht gerade eine Minister- oder andere prominente Position innehat. Da sieht es gewiss düster aus. Auch ich, ein durchaus politisch sehr interessierter und belesener Zeitgenosse, würde sich schwer tun, auf Anhieb eine Handvoll Abgeordneter zu benennen, die nicht zur oben genannten Spitzen-Riege zählen. Dessen ungeachtet fällt einem schon die eine oder andere Gestalt ein, die sich, wenn schon nicht durch höchstpolitische, wertige oder notable Aussagen und Aktionen, aber durch Spektakel und Unfug Aufmerksamkeit auf sich ziehen oder gezogen haben.

Das jüngste und flagranteste Beispiel ist hierfür die Grünen-Abgeordnete Emilia Fester, die Stimme der deutschen Jugend im Parlament, die jüngst das Wahlrecht für Zweijährige gefordert hat. Wahrscheinlich als nachgereichte Rechtfertigung für ihre eigene Wahl. Prominent wurde sie erstmals durch eine „Wutrede“ in der Debatte zur Impfpflicht, als sie in ihrer mehr als 10.000 € wertigen Position als MdB „ihre Freiheit“ zurückforderte, die Impfverweigerer und -Gegner ihr geraubt hätten.

Eine ähnliche Lichtgestalt der deutschen Volksvertretung ist gewiss Helge Lindh, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Wuppertal, „der mit einem Sandsack in der Hand zum Inbegriff einer Politik (wurde), die von ihrer eigenen Karikatur nicht mehr zu unterscheiden ist.“

Lichtgestalten und großartige Vorbilder, wohin man auch schaut!

Roland Tichy weiter: „Lindh tut öffentlich immer das, was man von einem engagierten, haltungsstarken Politiker erwartet. Lindh sagte zum Ramadan ein paar andächtige Worte auf türkisch und arabisch in eine Kamera, gab dem Propagandasender des Erdogan-Regimes ein Interview und ließ sich auch schon in der Arbeitskleidung des Wuppertaler Müllentsorgungsunternehmens AWG fotografieren – unter der Überschrift „Helge Lindh packt bei der AWG mit an„. Sein orangener Anzug war auf dem Foto auffallend blitzsauber … Angepackt hat Lindh nun auch bei der Bekämpfung der Flut in seinem Wahlkreis. Entstanden ist dabei dieses Foto für die Ewigkeit“:

Helge Lindh als Fluthelfer

Die Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) wurde durch einen oberpeinlichen Gesangs-Auftritt der Mehrheit wohl bekannter, als durch politische Aussagen oder Leistungen. Ein Auftritt würdig für die Leiterin einer Narrenanstalt.

Aber wer erinnert sich nicht auch noch an eine ähnlich peinliche Vorführung einer inzwischen aus dem Parlament ausgeschiedenen SPD-Spitzenpolitikerin, an Andrea Nahles mit ihrem Pipi-Langstrumpf-Kantus vor dem Parlament:

Es gibt einen bekannten Film mit dem Titel „Ein Käfig voller Narren“, eine italienisch-französische Filmkomödie aus dem Jahr 1978, deren französischer Originaltitel lautet „La cage aux folles“, wörtlich ‚Der Käfig der Närrinnen‘; folle im Sinne von ‚Tunte‘, also ‚Der Tuntenkäfig. So auf Wikipedia zu lesen.

Zu viele Abgeordnete lesen sich noch immer als Frau oder Mann

Glaubt man einer Studie, zählen sich 7,4 % der deutschen Bevölkerung zur sog. LGBT-Personengruppe!
Oh Schreck, da ist diese „Community“ im Parlament ja deutlich unterrepräsentiert, denn von den 736 Abgeordneten bekennen sich nur 20 Abgeordnete als schwul oder lesbisch; dazu kommen noch zwei sog. Transmenschen; das sind insgesamt gerade mal 3%. Nebenbei: Arbeiter und Arbeiterinnen, Handwerker, auch „prekär Beschäftigte“ – also die eigentlich arbeitende und Werte schaffende Bevölkerung ist nahezu gar nicht vertreten, bzw. eklatant unterrepräsentiert.

Was an statistischer Repräsentanz fehlt, gleicht die queere Fraktion durch Lautstärke, penetranten Aktivismus und schräge Erscheinungsformen aus. Man hat ja inzwischen gar einen „Queer-Beauftragten“ oder -Sprecher im Rang eines Staatssekretärs in der bunten Regierung installiert.

Die bekannteste Transperson in der Politik ist „Tessa“ Ganserer

Ich bin mir nicht im Klaren, ob T. Ganserer wirklich einen Identitätsdefekt hat oder ob dieser (Trans-)Mann nicht nur dreist-schlau die Quotenkarte ziehen wollte.

Zur queeren Truppe zählt auch diese „Person von Gewicht“: Ricarda Lang, Vorsitzende der Grünen, Twitter- und TikTok-Star für groteske Auftritte.

Nicht ganz so von extremem Gewicht – körperlich – aber schon mal Bundestags-Vize und jetzt Staatsministerin für Kultur – die sich durch jegliche Kulturferne auszeichnet, und schon immer oberste Instanz der Grünen für (Hyper-) Moral und bizarre Gigs, ist Claudia Roth. Von einem Blogger schon mal als“ die dümmste Kartoffel auf dem grünen Acker“ bezeichnet.

Für die zuletzt genannten Personen gilt gewiss das Wort „Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters“. Oder?

Wer nichts wird, wird Wirt Berufspolitiker

Aber bei den Grünen gibt es durchaus auch „prima vista“ schnieke oder adrette Frauenspersonen, die es in allerhöchste Ämter geschafft haben. Trotz oder wegen (?) ihrer geistigen Unbedarftheit und einem auffälligen Sprechdefekt – wie das bekannte Schnatterlieschen Annalena Baerbock.

Es ist schon ein Narrenkäfig, welcher von den Parteien und Bundesbürgern mittels Stimmzettel da gefüllt wurde. Das mit der Analogie zu dem Tuntenfilm „La cage aux folles“ nehme ich aber wegen der nicht ausreichenden Repräsentanz von Tunten und Gleichartigen zurück. Es genügt schon, was uns sonst von dort zugemutet wird. Und dazu muss man nicht allein die letzten beiden Jahre unter dem Corona-Regime heranziehen, wiewohl mit dem Ergebnis der letzten Bundestagswahl der Wahnsinn im „Hohen Haus“ jetzt noch mehr Urständ feiern kann.

Erhard Schön (1492-1542) “Der Narrenkäfig”

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*) Blogger „altmod“ (http://altmod.de/) ist Facharzt und seit Beginn Kolumnist bei conservo.

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel erschien zuerst am 29. Juli 2022 auf dem Blog “altmod” unter der Überschrift “Der Narrenkäfig”. Einige Zwischenüberschriften wurden von der conservo-Redaktion erweitert oder neu eingefügt.

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