Michael van Laack

Vom selbsternannten Queer-Beauftragten der römisch-katholischen Kirche in Deutschland – dem Perlacher Pfarrvikar DDr. Wolfgang F. Rothe – ist man Verächtlichmachung als Tool zur Durchsetzung der christenfeindlichen Gender- und LGBTIusw.-Agenda gewohnt. Nicht nur, was seine primären Hassobjekte – den Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki und die auf dem “Synodalen Weg” nicht auf der queeren Linie des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz befindlichen Bischöfe, Theologen und Laien – betrifft.

Nun aber hat er, der intolerante Toleranzforderer, der nur noch deshalb in Amt und “Würden” ist, weil sein Erzbischof Reinhard Kardinal Marx ein “Faible” für das gleiche Geschlecht hat, sich selbst übertroffen:

Immerhin hat er nicht “Ratten” geschrieben

Mit Gesindel meint Rothe übrigens unter anderem AfD-Mitglieder oder Sympathisanten, die bei dieser Veranstaltung “auf Stimmenfang gehen“ würden, wie er weiter oben ausführt.. ‘Spielt nicht mit den Schmuddelkindern‘ steht für Rothe also eindeutig über dem Begehren und der Christenpflicht, sich an jedem Ort und zu jeder Zeit öffentlich für den Schutz des ungeborenen Lebens und ein Sterben in Würde einzusetzen. Das Grußwort Bätzings (der doch in so vielen anderen Fragen auf seiner Seite steht) zum “Marsch für das Leben” scheint Rothe nicht zu interessieren. Was auch nicht verwundert, denn wie einst Dr. Martin Luther ist auch der Perlacher Pfarrvikar mittlerweile sein eigener Papst und oberster Ausleger.

Vielleicht ist ihm diese Lebensschutz-Veranstaltung aber auch aus anderen Gründen zuwider: Viele konservative Gegner des „Synodalen Wegs“ haben daran teilgenommen, vor allem aber ist der „Marsch für das Leben“ nicht bunt genug und raubt (wie alle Veranstaltungen gegen Abtreibung und Euthanasie) den “wirklichen” Märschen für das Leben – den queeren Pride- und CSD-Paraden – ein kleines Stück der „verdienten“ Aufmerksamkeit.

Denn was kann es für irgendeinen Menschen auf der Welt vom Neugeborenen in Lesotho bis zum 110jährigen Greis in Japan oder vom Teenager in Sydney bis zum alten weißen Mann in Deutschland Wichtigeres geben, als Lob, Ehre und Aufmerksamkeit für die zurecht ausschließlich auf sich stolzen nicht-heterosexuellen Bessermenschen.

Rothe ist ein Paradebeispiel für die moralische Verkommenheit eines Teils des deutschen Klerus

Warum ich in diesen Spalten immer wieder auf DDr. Wolfgang F. Rothe hinweise? Er steht stellvertretend für den Niedergang der römisch-katholischen Kirche in Glauben und Moral. Nicht nur durch sein eigenes Handeln, sondern durch das Versagen der Autoritäten um ihn herum, die – um nun einmal auf Rothes “Gesindel-“Niveau herabzusteigen – um ihres Ansehens in der hedonistischen Welt wegen entweder selbst mit christenfeindlichen Einzelpersonen und Organisationen zusammenarbeiten oder aber zulassen, dass sich linksgrünversiffte Kleriker und Theologen (die persönlich zumeist bereits religiös entkernt und nur noch einen Schritt von der Apostasie entfernt sind), in der Öffentlichkeit als autorisierte Sprecher der römisch-katholischen Kirche Deutschlands gerieren und präsentieren, zum Ungehorsam aufrufen, die Lehre der Kirche zerstören wollen und von ihr ein Bild zeichnen, das ihr wahres Antlitz verdunkelt.

Zunehmend muss der Betrachter von außen den Eindruck gewinnen: Kirche hat nichts mehr mit Gott, den Aposteln, den Kirchenvätern, den Ordensgründern, der Schönheit des Glaubens, der Liturgie der Eucharistie und der anderen Sakramente zu tun, sondern nur noch mit Missbrauch, Ficken und der Verehrung der Regenbogenfahne als neues Zeichen, in dem der deutsche Christus siegen wird.

Wo Gott das Haus der Freude baut,

errichtet gleich nebenan

der Teufel das Freudenhaus.

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