Alex Cryso

Die Situation sei „extrem angespannt“, schrieb die Berliner Zeitung vor Kurzem. Erneut wird in offenen Worten angesprochen, was andere mit schön gefärbter Rhetorik zu relativieren versuchen: Berlin ist längst die Hauptstadt der Migranten geworden, doch werden auch weiterhin Begriffe wie „Überfremdung“ mit „Multikulti“, „Islamisierung“ mit „Internationalität“ oder „Vielfalt“ mit „Armutstourismus“ gleichgesetzt und verwässert.

Dabei ist Hauptstadt längst genauso zum Flüchtlings-Hotspot avanciert wie als beliebte Anlaufstelle für Einreisewillige aus den arabischen und afrikanischen Ländern.

Berlin ist noch nicht bunt genug

Fakt ist: Seit 2009 ist die Berliner Ausländerquote jedes Jahr konstant um ein Prozent angestiegen. Waren es 2009 noch 25 Prozent an Migranten, so wurden Ende 2021 etwa 37 Prozent davon registriert. Über ein Drittel der Gesamtbevölkerung hat inzwischen einen nicht-deutschen Ursprung, wobei die meisten Ausländer entweder in Neu-Kölln (55 Prozent) oder im Zentrum (44 Prozent) wohnen.

In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies: Bei einer Gesamtbevölkerung von knapp 3,8 Millionen Menschen bilden ungefähr 2,4 Millionen ethnisch Deutsche noch die Mehrheit. Allerdings haben jetzt schon 570.000 Berliner  ausländische Wurzeln, etwa 810.000 sind Migranten von direkter fremdländischer Herkunft. Von den zirka 1,4 Millionen Einwanderern entfällt demnach der größte Anteil auf die aus den anderen EU-Länder (400.000), gefolgt von 183.000 Türken, 150.000 weiteren Arabern, 145.000 Russisch-stämmigen sowie 112.000 Polen.

“Biodeutsche” leider noch in der Mehrheit

Deutschland leidet also unter akuter Selbstentfremdung, was sich in so unterschiedlichen Aspekten wie dem zwischenmenschlichem Niveau, der Intelligenz, der Einstellung zum eigenen Land, dem Sozialverhalten, der politischen Auffassung und dem Geisteszustand niederschlägt. Dass mittlerweile jeder vierte Deutsche (oder auch 27,2 Prozent der Gesamtbevölkerung) einen Migrationshintergrund hat, ist ein weiteres Alarmsignal für die Entwicklung unseres Landes, wenn man auch die unguten genetischen Einflüsse der künftigen Generationen berücksichtigt. Deshalb ist Berlin quasi überall.

Standesgemäße Unterbringung – Hotels sind sehr begehrt

Unterdessen ist man in der Hauptstadt überfordert, die neuen Flüchtlingsströme zu kompensieren. Jeden Tag kommen Tausende von weiteren Asylbewerbern über die Grenze, weshalb schon jetzt alle Unterkünfte ausgebucht sind. Provisorien wie eine Containersiedlung am Flughafen Tempelhof gelten als gnadenlos überfüllt. Hostels und ehemalige Hotels sollen deshalb angemietet werden. Auch die Turnhallen sind wie 2015 im Gespräch. Vor allem über Tschechien kommen derzeit sehr viele Einwanderer aus Afrika, Syrien und Afghanistan zu uns. Hinzu müssen auch über 80.000 Flüchtlinge aus der Ukraine gerechnet werden, die sofort die Hartz IV-Grundsicherung erhielten.

Die Umverteilung auf andere Bundesländer lief jedoch beileibe nicht nach Plan. Obwohl die Probleme als „hausgemacht“ gelten, verweigern die Gutmenschen Abschiebungen, um sich gleichzeitig für die Aufnahme immer weiteren Bootflüchtlingen aus dem Mittelmeer einzusetzen. Über die sozialen Medien hat sich längst verbreitet, dass es in der Hauptstadt die weltweit besten Sozialleistungen gibt während das Bleiberecht schon im Vorfeld beschlossene Sache ist.

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Von conservo

Conservo-Redaktion