Michael van Laack

Heute gewährt ein Artikel der Tageszeitung “Welt” unter dem Titel “Asperger-Syndrom half Thunberg, ‘Bullshit’ zu durchschauen” einen tiefen Einblick in das Selbstbild, dass Greta Thunberg von sich hat. Nach eigenen Angaben habe sie “durch ihr Asperger-Syndrom den Mangel an Maßnahmen zum Erreichen der Klimaziele besser erkannt.”

Sie habe den Schwachsinn, den viele europäische Politiker beim Thema Klima von sich geben, durch ihre Autismus-Störung viel klarer erkennen können als normale Menschen. Zumindest an Selbstbewusstsein mangelt es der für viele Medien immer noch sakrosankten Schwedin also definitiv nicht.

Dazu hat sie auch keinen Grund, denn auch in diesem Jahr wird Thunberg wieder als heiße Kandidatin für den Friedensnobelpreis gehandelt, der am morgigen 7. Oktober in Oslo verkündet wird.

Schon dreimal ging Thunberg leer aus

Bereits 2019-2021 war die psychisch auffällige junge Frau als Mitfavoritin gehandelt worden, ging zum Entsetzen nicht nur der gleichgeschalteten deutschen Medien leer aus.Wird das auch diesmal der Fall sein, weil das Komitee z.B. Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj den Preis in Form von Vorschusslorbeeren gemeinsam verleiht, wie es einst im Fall von Barack Obama geschah? Realistisch erscheint allerdings eher, dass erneut irgendeine Organisation gefunden worden ist, die Gutes getan hat. Oder eine Frauenrechtlerin aus dem Iran bzw. Afghanistan, ein russischer Friedensschriftsteller usw. usf.

In den vergangenen Jahren ist es etwas ruhiger um Greta geworden, was hauptsächlich daran gelegen haben dürfte, dass die Corona-Restriktionen auch die weltweit agierende ökosozialistische Jugend “Fridays for future” in den vergangenen Jahren arg gebeutelt haben.

Corona und Ukraine-Krieg zur Unzeit

Sie erholt sich nur langsam, denn für eine Bewegung, die zwar nicht auf (obwohl einige ihrer Mitglieder so aussehen) aber doch von der Straße lebt, verliert mediale Aufmerksamkeit, wenn sie nicht öffentlich mobilisieren kann. Lediglich Netzaktivitäten und kleinere Events haben verhindert, dass die Bewegung aus dem Mittelzeit-Gedächtnis der Menschen verschwindet.

Die aktuelle Energiekrise erschwert die Erholung, denn Freitagsdemonstrationen werden von immer mehr Bürgern in immer mehr Ländern als Veranstaltungen wahrgenommen, die abgehoben sind von den aktuellen Sorgen und Nöten der Menschen.

Erheblicher Einflussverlust! Preis für die Generationen-Spalterin wäre wichtiges Signal

Die Preisverleihung wäre also aus strategischer Sicht dringend notwendig, um die mühsam vom auf der Straße sitzenden Schulmädchen zu einer vor der UNO und der EU-Kampfreden haltenden jungen Frau aufgebaute Schwedin nicht mittelfristig in die Bedeutungslosigkeit stürzen zu lassen. Das Nobelpreis-Komitee könnte allerdings auch in diesem Jahr nicht wie bestellt liefern und sich weiterhin als eine der wenigen noch nicht vollständig gleichgeschalteten Institutionen erweisen

Vielleicht wurde ihr der Preis seinerzeit auch verweigert, weil die Gallionsfigur einer nur nach links offenen Gesellschaft mit wutverzerrtem Gesicht und anmaßenden Worten die Vertreter der UNO und der EU gescholten hat? Erfahrene Politiker ließen sich vor und während Corona manches von Thunberg gefallen. Denn sie wussten: Die Journaille steht auf der Seite von FfF und kann jederzeit jeden aus dem Amt schreiben, der unliebsame Kritik übt.

Aktuell beschäftigen sich die deutschen Leitmedien eher damit, den Absturz der Grünen und unseres temporär dementen Kanzlers zu verhindern. Und auch in anderen westlichen Industriestaaten hat man in den Redaktionsstuben andere Sorgen als eine möglich Überflutung von Hamburg im Jahr 2060, die Abschmelzung der Gletscher und die Verwandlung von Spanien bzw. Frankreich in große Wüstenlandschaften zu verhindern.

Fridays for Fascism – Eine virtuelle NGO

Das System müsse verändert werden, hören wir sowohl von Thunberg als auch ihrer Jüngerschaft immer wieder sagen. Demokratische Verfassungen seien eher hinderlich, um die „Welt zu retten“. Soll heißen, die Ziele der angeblichen Klimajugend durchzusetzen.

Liest man aufmerksam die Tweets z.B. der deutschen Greta-Apostel um Luisa Neubauer, wird klar: „Klimawandel“ ist nur der Schlüsselbegriff, um eine neue politische Religion durchzusetzen, die zwingend in den Totalitarismus führen wird.

FfF nimmt immer häufiger Stellung zu anderen politischen Themen: Sei es die Frauenquote, der „Kampf gegen rechts“, Gender-Politik oder gar innerkirchliche Fragen wie Zölibat und Priestertum der Frau. Es wäre also nur gerecht, wenn Thunberg – einer Frau, die Generationen gegeneinander ausspielt, indem sie junge Menschen indoktriniert – auch in diesem Jahr der Nobelpreis verweigert würde.

Eltern und Großeltern seien die Schuldigen – das personifizierte Übel, welches die baldige Zerstörung der Welt mit ihrem erschreckenden Verhalten herbeiführen werde. Zudem seien alle bürgerlich denkenden Menschen und Kritiker unreflektierter Forderungen – z. B. zur Deindustrialisierung – Feinde der Gesellschaft der Zukunft. Auch wer Fleisch esse, sei kein wirklich guter Mensch und stehle den jungen Menschen heute ihre Lebensqualität von morgen. Das alles hat keinen Friedensnobelpreis verdient.

Et hätt noch immer jot jejange

Werden wir auch morgen um diese Zeit wieder sagen können: “Obwohl man auch beim Nobelpreis-Komitee in vergangenen Jahrzehnten hin und wieder von politischer Instrumentalisierung sprechen konnte, ist man in Oslo zum vierten Mal nicht der Versuchung erlegen, sich den Wünschen des linken Medien-Establishments zu beugen.”? Hoffentlich hat sich auch 2022 das ein oder andere Mitglied der Jury gedacht: Falls Thunbergs und ihrer willigen Vollstrecker „Leistungen für den Frieden“ irgendwann von Erfolg gekrönt würden: Bye Bye Demokratie, Bye Bye Wohlstand, Bye Bye Gerechtigkeit!

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