Nach Corona: “Folterknechte”, die um Verzeihung bitten, müssen Einsicht zeigen

altmod*

„Wir werden einander viel verzeihen müssen“, sagte Jens Spahn, der als Gesundheitsminister für viele der brutalen Einschränkungen und Marter-Instrumente während der Corona-Krise verantwortlich war. Er hat nun über den Satz ein Buch geschrieben, auf das ich aber nicht eingehen mag. Eines möchte ich aber erwähnen: Er meint, als Christ müsste man verzeihen können. Wirklich? Und was muss „Christ“ verzeihen?

Blicke ich auf das Geschehen während der „Pandemie“ zurück, kann und will ich nicht verzeihen. Zuviel Bitterkeit hat sich in mir aufgestaut, sehe ich doch all die Folgen von Lockdown, Impfterror, mediale und staatliche Manipulation, polizeilich durchgesetzten Zwangsmaßnahmen, Selbstzerstörung von Wissenschaft, Kannibalismus der Justiz usw.

Kann man gar „Buße“ verlangen?

Oder ist die Erwartung falsch, von den Verantwortlichen und Verstrickten hören zu wollen, „das war nicht richtig, da lagen wir falsch“. Im Bußsakrament wird die Einsicht in begangene Fehler verlangt, nur dann ist Absolution möglich.

Dazu gehören die Grundelemente des Bußsakraments:

  •  Gewissenserforschung
  •  Reue
  •  Guter Vorsatz
  •  Bekenntnis
  •  Wiedergutmachung

Ich verlange von meinen Adressaten nicht eine Reue in den Maßstäben der Beichte. Schon aber mal eine spürbare Gewissenserforschung. Keine „Wiedergutmachung“, aber die erkennbare Absicht, Gleiches vermeiden zu wollen. Ist das zu viel verlangt von dem Gegenüber, das mich und andere in persönliche Bedrängnis und Seelenschmerzen gebracht hat?

Etwas nicht wissen wollen, ist auch eine Sünde!

Ich werde nicht akzeptieren, dass man mir sagt, mit dem Wissen von heute hätten wir manche Entscheidungen anders getroffen, hätten wir uns anders verhalten – denn  ihr habt doch keinen noch so kleinen Zweifel oder Einwand gelten lassen.

Danach frage ich zum Beispiel auch eine Tochter, die alle emotionalen Register gezogen hat, den Vater dazu zu bringen, sich den nach seiner Überzeugung fragwürdigen, durch nichts gesicherten Impfungen zu unterziehen. Eine eigentlich sehr gescheite Frau, die darob ihren doch (natur-) wissenschaftlich geschulten Verstand ausgeschaltet hat, um mir und sich die wissenschaftlichen Scharlatanerien eines C. Drosten als allein gültige Einsichten aufzuoktroyieren.

Fragen hätte ich auch an diese Angehörige unserer Familien, die vor Jahr und Tag ein Familienfest für eine gemeinsame Enkeltochter mit ihrem Test-, Masken- und Abstandsterror beschädigte – und mich dann auch noch beschimpfte.

Zu viele sind sich nicht bewusst, “gesündigt zu haben”

Da hätte ich Fragen an das immer noch gut befreundete Ehepaar, das mich mit großen Augen ansah, als ich sie ohne Maske zu einem endlich wieder vereinbarten gemeinsamen Abend (!) empfing, die dann Auge in Auge, an meinem Tisch, mein medizinisches Grundverständnis, meinen (Sach-) Verstand „angesichts der Pandemie“ in Frage stellten. Bin ich für Euch weiter dieser eigentlich unverantwortliche Skeptiker oder Ignorant, den ihr in mir damals gesehen habt?

Da hätte ich Fragen an all diese Pfaffen, die von mir inzwischen verpönten sogenannten Seelsorger, welche die Ungeimpften und „Unbotmäßigen“ im Auftrag eines übergriffigen Staates ausgeschlossen haben, ihre Gotteshäuser verschlossen und kein Wort für die seelischen Nöte ihrer „Schäflein“ fanden.

Ich hätte da Fragen an meinen Hausarzt (das braucht auch ein Arzt im Alter als einfach Krankenversicherter), an eine Ärztin, die ich sogar einmal bei mir in Ausbildung war. Bin ich für Sie noch dieser alte uneinsichtige Trottel, dieser Impfignorant, wie Sie es mir zum Ausdruck brachte? Streiten Sie immer noch Schädigungen durch die von Ihnen so vehement vertretenen Schein-Impfungen ab und glauben Sie immer noch an die Wirksamkeit dieser Pfizer-, Moderna, Biotech usw.- Chemikalien? Wider aller inzwischen wohl auch bei Ihnen auflaufenden Resultate?

Ich frage die „Ordnungshüter“, die harmlose Rentner bei Protestkundgebungen verprügelt haben – sogar mit Todesfolge, die Spaziergänger und Parkbesucher schikanierten, Kinder mit Polizeiautos durch den Park gejagt haben, in geschützte Wohnungen eingedrungen und harmlos Feiernden das Leben zur Hölle machten: Werdet ihr das wieder machen, wenn die Politik das für opportun hält? Mein Ansehen habt ihr schon lange verloren!

Warum sollte ich also allen verzeihen? Ich habe bisher nicht den Eindruck, dass all die Genannten mir verzeihen mögen, dass sie einfach mal sagen möchten: „wir haben dich damals missverstanden, wir haben geirrt – und es tut uns das alles Leid“. Ich habe dergleichen von niemandem vernommen, wie auch in der öffentlichen Debatte nicht. Und, sollte man denen verzeihen, von denen man weiß, sie werden es ganz bestimmt wieder tun?

Man möge mir meine Unerbittlichkeit nachsehen,

denn „Buße“ habe ich schon genug leisten müssen!

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*) Blogger „altmod“ ist Facharzt und seit Beginn Kolumnist bei conservo.Dieser Artikel wird vermutlich in den kommenden Tagen auch auf seinem Blog erscheinen. Titelbild, Artikelüberschrift, Zwischenüberschriften (teilweise) und ein YouTube-Link von der conservo-Redaktion.

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