Nun ist die Katze aus dem Sack. Mühsam hatte „Die Linke“ in den letzten Jahren ihre kommunistische Grundhaltung zu kaschieren versucht. Vergeblich, wie sich jetzt zeigt.

In einem Beitrag zum Todestag Rosa Luxemburgs erklärte die Vorsitzende der Links-Partei, Gesine Lötzsch, die Linke werde „tausend Wege zum Kommunismus“ ausprobieren. Einer davon werde ja wohl zum Ziel führen. Ist das die Abkehr vom „demokratischen Sozialismus“ und ein Zurück zur menschenverachtenden SED-Ideologie? Jedenfalls demaskiert Lötzschs Beitrag die Bemühungen „pragmatischer“ Linksparteimitglieder aus den neuen Bundesländern als Camouflage, die die wahren Absichten der Alt-Kommunisten verbergen sollte. Daß die Vorsitzende der Linkspartei im nachhinein vorgibt, sie habe mit ihren Worten auch jene erreichen wollen, denen „Die Linke“ zu pragmatisch sei, entlarvt ihr Gedankengut endgültig und macht die Sache nur noch schlimmer.

„Nach außen staatstragend, nach innen radikal“ – das ist die Strategie der Linken, die nun offenliegt. Damit hat Lötzsch denjenigen Parteifreunden, vor allem in den neuen Bundesländern, die sich um Koalitionen mit SPD und/oder Grünen bemühen, einen Knüppel zwischen die Beine geworfen und deren Strategie von „Wandel durch Annäherung“ gründlich durchkreuzt.

Es ist schon ein Kreuz mit den beiden nun nicht mehr ganz so neuen Parteivorsitzenden der Linken: Klaus Ernst zertrampelt tolpatschig die Bemühungen um ein besseres Verständnis zwischen Ost und West, Gesine Lötzsch zertrampelt – zwar nicht so tolpatschig, aber umso filigraner – das vorgebliche „demokratische Fundament“ der Linkspartei. Man darf gespannt erwarten, wer sich nun in dieser Partei noch glaubwürdig zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen kann und wird.

Letztlich erweist sich Oskar Lafontaines angeblich erfolgreiche „Klammerfunktion“ zwischen den verschiedenen Polen der SED-Nachfolger auch nur als (gekonnte) Verkleisterung der wahren Absichten – ganz im Geiste Rosa Luxemburgs.

Von conservo

Conservo-Redaktion