Das Gleichnis vom Wasser und vom Wein bei den Roten und Grünen

Der Deutschen liebstes Spielzeug ist bekanntlich das Auto. Besonders Politiker spielen gerne damit. Man läßt sich chauffieren und lebt nach der Devise: „Fleißig Wasser predigen, eifrig Wein saufen!“ So geschieht es auf Deutschlands Straßen täglich. Und auch die, die gerne gegen das CO2 wettern, bedienen sich gerne großer Kutschen.

Per Hubschrauber nach Lübeck

Nun wollen wir aber Herrn Kretschmann nicht zusammen mit diesen Sündern in einen Topf werfen – oder doch? Zur 730 km entfernten Ministerpräsidenten-Konferenz in Lübeck ließ sich der Landeschef nicht mit dem verpönten Auto fahren, sondern bevorzugte ganz bescheiden – die Bahn?? Mitnichten! Der grüne Landesherr schwebte mit dem Hubschrauber nach Lübeck. Geht ja auch schneller. Nur seine Dienstlimousine hatte gewisse Schwierigkeiten, das Tempo des Hubschraubers mitzuhalten. Sie „landete“ etwas später bei dem glücklichen Ministerpräsidenten. Es ist nur nicht überliefert, ob er glücktrunken in Lübeck Wasser oder Wein trank. Wein hätte er schließlich unbesorgt trinken können; denn sein Stuttgarter Dienstwagen wartete am Konferenz-Ort brav am Straßenrande. „Wohlan denn, Du guter und getreuer Knecht, ich will Dich erquicken…“, mag der treue Katholik Kretschmann gedacht haben. Aber, aber! So kriegt man keinen Heiligenschein, höchstens ´nen scheinheiligen.

„Stinker“ in Beck´s Kabinett

Und bei diesem Thema drängt es mich nun schon wieder an den Hof des pfälzischen Sonnenkönigs. Auch dort wird mitnichten sparsam gefahren. Der Mercedes S350 des SPD-Justizministers Hartloff hat 258 PS und verbraucht teures Superbenzin. Die Deutsche Umwelthilfe verteilt in solchen Fällen die „rote Karte“ und spricht von „offensichtlicher Übermotorisierung“ und „zu hohen Emissionen“.

Besonders üppig und wenig „nah´ bei de Leut´“ fährt die Staatsriege in Beck´s Bildungsministerium:

SPD-Staatssekretär Ebling verfügt über einen BMW 740i, mit 9,9 l Super und 232 g CO2. Seine Ministerin Doris Ahnen greift zu einem Mercedes E350 mit 201 g/km, Staatssekretärin Vera Reiß zum BMW 535i (216 g/km) und StS Walter Schumacher zum Audi A8 (174 g/km) – allesamt „Stinker“. Da ist es  denn wenig tröstlich, daß wenigstens die Grünen-Ministerin Alt einen Audi A6 3.0TDI, ihre StS Margit Gottstein einen BMW 520d (jeweils 137 g/km) und Wirtschaftsministerin Lemke Audi A6 (133 g/km) fahren. Das Kabinett Beck fährt über seine Verhältnisse – aber alle sind bedeutende Personen der Zeitgeschichte, denen das Statussymbol doch wohl zusteht.

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