Sex, Kinder, Gender – endlich Widerstand!

Von Peter Helmes und Tomislav Cunovic

Eine teuflische Idee hat Politik und Gesellschaft ergriffen – „Genderismus“. Es gibt nicht mehr Mann und Frau, sondern nur ein Einheitsgeschlecht. „Frau“ wird man erst durch – falsche – Erziehung. Simone de Beauvoir, die langjährige Lebensgefährtin des Existenzialisten und Atheisten Jean-Paul Sartre war die Vorreiterin dieses Umerziehungsbegriffs: „Wir werden nicht als Frau geboren, sondern zur Frau gemacht“, schrieb sie 1949. Und seitdem befinden wir uns im permanenten Umerziehungsprozeß durch Gehirnwäsche. Klar, daß Linke und Grüne in vorderster Linie für diese neue Ideologie kämpfen; denn sie öffnet jeder Gleichmacherei Tür und Tor. So entstand auch bei uns der „Gender Mainstream“.

Obwohl die Gender-Ideologie in krassem Widerspruch zur biblischen Lehre steht, macht sie selbst vor Kirchenmenschen nicht halt. „Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau“ (Genesis,1. Mose 1,27). Und Genesis 5.1 fährt fort: „Dies ist das Buch von Adams Geschlecht. Als Gott den Menschen schuf, machte er ihn nach dem Bilde Gottes.“ Da steht eben nicht, daß Gott den Menschen als Neutrum schuf, sondern als Mann und Frau. Macht nix, die Gender-Apostel ziehen weiter über Land und besetzen nach und nach wichtige Schaltstellen der Gesellschaft, besonders im Bildungssektor. Man faßt es nicht, daß auch in CDU-Kreisen der Genderwahn um sich greift. Daß ohne Mann und Frau keine Kinder zur Welt kommen können – geschenkt. Die moderne „Familie“ braucht diese altbackene Form nicht. Das Kind wird zum Spielball beliebiger gesellschaftlicher Vereinigungsformen. Kindeswohl? Geht auch bei zwei Frauen oder zwei Männern als „Elter“!

Wir haben uns offensichtlich schon an Grüne und Grüninnen, an Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen, an Christen und Christinnen gewöhnt. Aber müssen wir jetzt auch noch der Elter und die Elter – statt Vater und Mutter – hinnehmen? Müssen wir auch der/die/das Gott ertragen? Müssen wir Abschied nehmen vom Ei und erst feststellen, ob es weibliche oder männliche Chromosomen hat – als die Ei oder der Ei? Wo bleibt der Aufstand? Wo bleibt der Aufschrei der Kirchen gegen diesen blühenden Blödsinn, gegen diese satanische Ideologie? Außer den klaren Worten des Papstes Benedikt – oder heißt es der Päpstin Benedikta? Es gibt ja bereits die Jesus und der Jesus! – hört man nichts. Unsere Kirchenoberen scheinen in eine allgemeine Angststarre gefallen zu sein – Ausnahme natürlich die Ex-Bischöfin und Luther-Botschafterin Käßmann. (Vermutlich rotiert Martin Luther schon bei der Erwähnung ihres Namens im Grab.)

Tomislav Cunovic, Rechtsanwalt in Frankfurt und bekennender kroatischer Katholik – zur Erinnerung: In Deutschland leben etwa 400.000 Kroaten, fast alle katholisch, zu deren Verbandsspitze Cunovic gehört, und die zuletzt bekannt wurden durch die mutigen Karfreitags-Prozessionen in Frankfurt gegen den Widerstand von Grünen und Linken – schildert im Folgenden den mutigen Kampf der kroatische katholischen Kirche gegen die Umerziehungsbemühungen der dortigen sozialistischen Regierung und gegen den Genderismus. Es wäre zu wünschen, daß das Beispiel auch nach Deutschland übergreifen würde; denn was Cunovic schreibt und die Fragen, die er stellt, treffen exakt auch die deutsche Situation.

(Peter Helmes)

Wir werden nicht schweigen!

Kroatische Bischöfe stellen sich hinter Bürgerbewegung.

Gegen staatliches (Um)Erziehungsprogramm für kroatische Drittklässler !

„Wir werden nicht schweigen, wenn der Mensch in Gefahr ist“, so lautet die Botschaft von Erzbischof Puljić, der sich als Vorsitzender der kroatischen Bischofskonferenz kurz vor Weihnachten hinter die Elterninitiativen bzw. hinter die Tausenden besorgter Eltern stellt, welche die neuesten Lehrpläne der sozialdemokratischen Regierung Kroatiens unter Milanović  zur  „geschlechtlichen Erziehung“ ab der dritten Schulklasse vehement ablehnen. In einem der „Fachbücher“, welche den Lehrern vom Bildungsministerium verordnet wurden, damit sie das Programm effektiv umsetzen können, heißt es zum Beispiel: „Wieso sollte ich nicht sagen,…ich bin ein Mann mit einer Vagina?“ Die Einführung der neuen Lehrpläne erfolgte in einer  Nacht-  und Nebel-Aktion durch Milanović und seinen Bildungsminister Jovanović, welche anscheinend fest entschlossen sind, den in den EU-Staaten grassierenden „Gender-Wahn“ nun auch in Kroatien an kroatischen Schulkindern ab der 3. Schulklasse zu testen. Weder der Frage, ob ein solches Schulfach eingeführt werden soll, noch der  Frage, welche Inhalte unterrichtet werden sollen, lag ein demokratischer und transparenter Prozeß zugrunde.  Was hat die Regierung zu verbergen ? Wenn es sich um neutrale Inhalte handelt – wie Milanović immer wieder beteuert –  ist nicht ersichtlich, wieso ein gesellschaftlicher Diskurs vermieden werden sollte. Auf welcher gesetzlichen Ermächtigungsgrundlage hat das Ministerium gehandelt ? Welches Rechtsgut soll durch die neuen Lehrpläne gefördert werden, und was ist der wirkliche Zweck dieses Schulfaches? Wurde bei Erstellung der Inhalte hinreichend auf etwaige religiöse Belange der Eltern und ihrer Kinder Rücksicht genommen ? Wer sind die angeblichen Experten, welche für die Inhalte verantwortlich sind, und durch wen wurden diese Experten akkreditiert ? Alles Fragen, auf die die Bürger und Steuerzahler eine Antwort erwarten. Doch wieso stößt dieses Programm auf soviel Ablehnung? Die Antwort sollte sich jedem vernünftigen Menschen erschließen, wenn er sich mit den Inhalten auseinandersetzt, die diese Lehrpläne für die Schüler vorsehen.

Gender-Ideologie leugnet Moral sowie Vernunft und gefährdet das Kindeswohl

Tatsache ist, daß das Programm in die natürliche Kindesentwicklung eingreift und eine erhebliche Gefahr für das Kindeswohl darstellt. Kinder sollen ab der dritten Klasse aufsteigend sexualisiert werden, d.h. gezwungen werden, sich mit Thematiken wie „Sexualität, Geschlechteridentität, Geschlechtervielfalt, Heterosexualität, Homosexualität , Transgendersexualität, Intergendersexualität, Masturbation, Pornographie, Promiskuität, Verhütung, Abtreibung, Geschlechtskrankheiten etc.“ zu beschäftigen.

Was hier als wissenschaftlich fundierter Lehrplan daherkommt, ist ideologisch nicht neutral, sondern hat eine geschlechtsneutrale (Um)Erziehung zum Ziel und versucht gesellschaftliche Strukturen im Sinne der Gender-Ideologie (Gender-Theorie oder auch Gendermainstreaming ) zu implementieren. Es ist ein Angriff auf die Schwächsten in unserer Gesellschaft – unsere Kinder. Die Gender-Ideologie leugnet die menschliche Anthropologie und das natürliche Geschlecht eines Menschen. Gendermainstreaming destabilisiert die Geschlechtsidentität der Kinder und suggeriert ihnen, daß sie nicht an ihrem natürlichen Geschlecht festhalten müssen, sondern sich ihr Geschlecht frei aussuchen können. In letzter Konsequenz bedeutet das, daß Kindern durch ihre Lehrer die Option eröffnet wird zu sagen….“ich bin ein Junge mit einer Vagina“. Jeglicher Widerspruch durch Dritte (z.B. Eltern ) wird aber im Sinne der Gender-Theorie als Diskriminierung gewertet und kann sogar zu Sanktionen durch Behörden führen. Abgesehen davon, daß die Gendertheorie mit Vernunft und Moral nicht in Einklang zu bringen ist, ist sie in Anbetracht der Warnungen von renommierten Experten aus Medizin und Entwicklungspsychologie mit unabsehbaren Risiken für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder verbunden. Wer sein Kind einem solchen Schulfach aussetzt, nimmt schwere Verantwortung auf sich und muß in Kauf nehmen, daß das Kind früher oder später an schweren Persönlichkeits- und Identitätsstörungen erkranken kann.

Bildungsminister lehnt Dialog ab und verletzt das verfassungsrechtlich verankerte Erziehungsrecht der Eltern und deren Religionsfreiheit

Nachdem der Bildungsminister und die Regierung einen Dialog mit den Elterninitiativen ablehnten und auf mehrere schriftliche Anfragen der Bischöfe keine Reaktion gezeigt hatten, haben die Bischöfe das Schweigen nun kurz vor Weihnachten gebrochen. Eltern hätten das Recht und die moralische Verpflichtung, Lehrpläne, die in Widerspruch zur menschlichen Anthropologie und in Widerspruch zu ihrem Glauben stehen, abzulehnen,betonen die Bischöfe. Es ist davon auszugehen, daß die große Mehrheit der kroatischen Gesellschaft diese Lehrpläne nicht will. Von erheblicher Bedeutung ist zudem, daß dieses Programm nicht nur von gläubigen Katholiken abgelehnt wird, sonder daß es auch unter den Angehörigen und Vertretern der orthodoxen, baptistischen und islamischen Gemeinden auf Ablehnung stößt. Die Eltern organisieren sich in Bürgerbewegungen und führen  intensive Aufklärungskampagnen  (http://www.udruga-grozd.hr; www.vigilare.org) durch. Eigentlich machen sie genau das, was die Regierung versäumt hat, nämlich die Bürger angemessen aufzuklären und eine Grundlage für einen demokratischen Diskurs zu schaffen. In Ihrer Erklärung weisen die Bischöfe  unmißverständlich auf den antichristlichen und inhumanen  Charakter der Lehrpläne zur neuen Sexualerziehung hin und fordern die Überarbeitung der Lehrpläne sowie eine öffentliche Diskussion. Vor vierzig Jahren sei es nicht möglich gewesen, das zu sagen, was man denkt und was man glaubt. Auch jetzt wolle man nicht mehr als eine freie Kirche in einem freien Land, so Puljic weiter. Kardinal Bozanić zeigt sich von den  massiven Einschüchterungsversuchen durch Regierung und Medien ebenfalls wenig beeindruckt und stellt klar, daß  es eine Eigenschaft totalitärer Systeme sei, über staatliche Erziehungsprogrammeaufdie Jugend und Kinder einzuwirken und sie im Sinne einer Ideologie zu indoktrinieren.Bildungsminister Jovanović wirft den Bischöfen dagegen Desinformation vor und vertritt die Auffassung, daß die Bischöfe weder zuständig noch hinreichend kompetent seien, um die umstrittene Materie richtig bewerten zu können. An dieser Stelle muß festgestellt werden, daß Bildungsminister Jovanović bisher keine schlüssigen Argumente vorweisen konnte, und die wenigen vermeintlichen Argumente, auf die er sich stützt, nur Floskeln und inhaltlich zudem falsch sind.  Es ist nämlich die Regierung, die zum einen gegen geltende Gesetze handelt; denn die Lehrpläne verletzen das Erziehungsrecht der Eltern, das sowohl in der kroatischen Verfassung als auch in internationalen Verträgen und Konventionen verankert ist. Zum anderen ist es ebenfalls  die Regierung, welche auf mehrfache schriftliche Anfragen seitens der Bischöfe überhaupt nicht reagiert hat und den Bischöfen und den Elterninitiativen jeglichen Verhandlungsraum und ein Mitspracherecht verwehren wollte, was jeweils verfassungswidrig sein dürfte. Es ist daher ein legitimes und demokratisches Recht der Eltern und der Bischöfe, an die Öffentlichkeit zu gehen. Sie beweisen Zivilcourage und lassen sich weder einschüchtern noch manipulieren.

(Rechtsanwalt Tomislav Čunović,

Frankfurt / Offenbach a.M.)

1.1.2013

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