ScanAm vergangenen Mittwoch (14.8.) fand die ergreifende Trauerfeier für den am 6. August verstorbenen Rechtsanwalt Friedrich Wilhelm Siebeke, Mettmann, statt. Siebeke wäre in wenigen Tagen 91 Jahre alt geworden. Er war Initiator, Gründer und „Gesicht“ der „Aktion Linkstrend stoppen (ALs)“ sowie der „Notgemeinschaft der evangelischen Kirche“. Beide Organisationen bemühen sich darum, dem Linksdrall in Kirche, CDU und Gesellschaft und damit dem Zeitgeist entgegenzutreten. Mit F. W. Siebeke verloren wir einen großen Konservativen (und ich meinen väterlichen Freund und Mentor). Wenige Tage vor seinem Tod mußte ich Siebeke versprechen, sein politisches Erbe bei der ALs zu hüten – eine Verpflichtung, die ich gerne auf mich genommen habe.

Umso empörter bin ich, daß von der CDU nichts zum Tode Siebekes zu vernehmen war – keine Trauerkarte, keine Blumen, kein Kranz. Er war immerhin nicht nur knapp 60 Jahre CDU-Mitglied, sondern auch 39 Jahre(!) lang Richter am CDU-Bundesgericht und in den letzten Jahren dessen stellvertretender Vorsitzender. Siebekes Ehefrau Ingrid (CDU) war fast 40 Jahre lang Bürgermeisterin der großen Stadt Mettmann.

Siebeke war bundesweit bekannt geworden durch sein Minderheitsvotum im Parteiausschluß-Verfahren gegen Martin Hohmann MdB, womit er gewiß bei Merkel in Ungnade gefallen war. Rechtfertigt dies aber wirklich ein absolutes Schweigen zum Tode eines hochverdienten Parteimitgliedes und großen Demokraten? Mein entsprechendes Protestschreiben an den „lieben Parteifreund“ und CDU-Generalsekretär Herrmann Gröhe blieb bis heute unbeantwortet.

Umso dankbarer bin ich, daß Martin Hohmann (Fulda) mit seiner Anwesenheit bei der Beerdigung seine Anteilnahme und seine Trauer um Siebeke bewies.

Peter Helmes, 16. August 2013

Von conservo

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