Ökologie aus Absurdistan: Grüne gegen Wald

Man hört die Nachricht und kann sie nicht glauben. Ausgerechnet die Grünen Rheinland-Pfalz wollen weniger Wald! Wie bitte? Waren die Öko-Fuzzis nicht diejenigen von einst, die stets lauthals riefen „Rettet den Wald!“? Ein Bericht aus dem grün-sozialistischen Musterland Rheinland-Pfalz. Es ist eine hoffentlich exklusiv rheinland-pfälzische Posse. Und die geht so:

Die grün-rote Landesregierung will den Waldbestand reduzieren – unter der Regie einer grünen Ministerin. Vor zwei Jahren haben die hiesigen Grünen den Einzug der Windkraft in die heimischen Wälder ermöglicht, weil man ja seinen Teil zur Energiewende beitragen wollte. Sie ließen also einen Spargel nach dem anderen aus den Wäldern sprießen – wobei natürlich eine Menge Wald draufging und noch geht. Dafür gab´s früher eine Wiederaufforstungs-Pflicht, die die Grünen nun per ministeriellem Federstrich für „von gestern“ erklärten: Für den Bau von Windrädern gebe es keine Wiederaufforstung mehr. Das ist Ökologie aus Absurdistan!

Die Begründung für diesen Anti-Naturweg ist noch verblüffender: Im Mainzer Wirtschafts-Ministerium heißt es, die Waldfläche sei in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen – ein Slogan des Landes lautete einmal: „Land von Wald, Wein und Reben“ – und mit 42 Prozent seiner Gesamtfläche ist das Land neben Hessen das waldreichste Gebiet unserer Republik. Und nun kommt die grüne Pirouette: Da die Waldfläche inzwischen größer sei als die landwirtschaftliche Nutzfläche, gehe das Aufforsten des Waldes zulasten von „ökologisch ebenso wertvollen Grünlandes“. Abgesehen vom Unfug dieser Schlußfolgerung: Der Rückgang von Naturfläche wird nicht von (wachsendem) Wald verursacht, sondern von zunehmender Versiegelung des Bodens durch Straßenbau, Stadterweiterungen, neue Gewerbeflächen etc. Nicht zu vergessen die zunehmende Umwidmung der Agrarflächen für den Maisanbau! Kann irgendjemand diese grüne Volte verstehen? Ich nicht. Sie ist schlicht: ein Skandal!

 

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