F.J. Strauß zum linksgrünen Richtungswandel: „Die Zukunft der kommenden Generationen, ihr Leben steht auf dem Spiel…“

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dr. Juliana Bauer *)

Dem am 20.März in conservo von mir erschienenen Beitrag über F.J. Strauß, den ich zu seinem 30.Todestag (2018) schrieb, sei ein anderer ergänzend sowie vergleichend hinzugefügt – insbesondere mit dem Blick auf die sich massiv veränderte politische und gesellschaftliche Lage in Deutschland.

Des Weiteren erlaube ich mir dazu, die aktuelle Corona-Lage betrachtend, folgende Feststellung: einen Herrn Söder, der, als bayerischer Ministerpräsident völlig fehl am Platz, das schöne Bayernland mit seiner vielfältigen, geschichtsträchtigen Kunst und Kultur, mit seiner “von Freude durchtränkten” (Benedikt XVI.) Lebensart, aber auch mit seiner blühenden Wirtschaftskraft komplett zugrunde richtet (was in allen erdenklichen Varianten auf ganz Deutschland übergreift), der im Verbund mit Kohls bösem “Mädchen” die Lebensrealität des Menschen aus den Augen verlor, der mit den Zerstörern kungelt, der sich als bester Vertreter der “Zwerge in Westentaschenformat” (Strauß) und der sich an sie hängenden, von der vielfach grünäugigen Bevölkerung unterstützten Narren outet, sollten die Bayern dahin jagen, wo er hingehört: Zum Deifi! Und mit ihm Deutschlands “böse Stiefmutter.”

Auszug aus einer Rede im Deutschen Bundestag 1986 zu Rot-Grün von F. J. Strauß 

(Zuerst erschienen am 24.Februar 2018 auf Philosophia Perennis)

Bei meinen Ausflügen in die mediale Welt verweile ich immer wieder gerne bei historischen Bundestagsdebatten. Interessant sind dabei die Vergleiche jener politischen und gesellschaftlichen Realitäten, mit denen von heute. Interessant sind vor allem aber die Reden bedeutender Politiker – Reden, die oft erheitern, die jedoch auch so manches Mal nachdenklich stimmen.

Immer wieder stechen in diesen Debatten zwei große, unvergessene Persönlichkeiten hervor: Herbert Wehner und insbesondere Franz Josef Strauß – zwei Politiker, die sich in ihrem ausdrucksstarken Schlagabtausch nichts schenkten.

Das „rhetorische Feuerwerk“ Strauß traf in seiner ausgeprägt bildhaften Sprache die Realitäten, vergangene wie gegenwärtige, aber auch jene zu erwartenden, stets auf den Punkt.

Einmal entdeckte ich während meiner Internetreisen in die Politik auf youtube den Auszug einer Rede, die F. J. Strauß im Oktober 1986 im Deutschen Bundestag hielt. Vor dem Hintergrund der im Januar 1987 anstehenden Bundestagswahl und der von den Grünen erklärten Option, mit der SPD diesbezüglich in Verhandlungen treten zu wollen, warnte er vor den für ihn absehbaren Folgen einer rot-grünen Bundespolitik für unser Land, für das er sich in großer Verantwortung wusste.

Die politisch-gesellschaftliche Entwicklung gerade der Merkel-Jahre und unsere mittlerweile von irren Entscheidungen und daraus folgend von Chaos, von Gewalt und Zerstörung bedrohte Lebenswelt, bestätigen in eindringlicher und trauriger Weise seine von Weitsicht getragenen Voraussagen.

Doch möge F. J. Strauß selbst noch einmal zu Wort kommen.

„… wenn diese Bundesrepublik Deutschland einen fundamentalen Richtungswandel in Richtung rot –grün vollziehen würde, dann wäre unsere Arbeit der letzten 40 Jahre umsonst gewesen, dann wäre das Schicksal der Lebenden ungewiss. Und die Zukunft der kommenden Generationen, ihr Leben würde auf dem Spiel stehen“ (..)

„Wir stehen doch vor der Entscheidung:

  • bleiben wir auf dem Boden trockener, spröder, notfalls langweiliger bürgerlicher Vernunft und ihrer Tugenden.
  • oder steigen wir in das bunt geschmückte Narrenschiff Utopia ein, in dem dann ein Grüner und zwei Rote die Rolle der Faschingskommandanten übernehmen würden.

Hier eine klare Entscheidung herbeizuführen, sind wir unseren Bürgern und unserer Jugend schuldig, sind wir aber auch der Glaubwürdigkeit Deutschlands bei unseren Nachbarn aller vier Himmelsrichtungen schuldig.“

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*) Dr. Juliana Bauer, die Autorin dieses Artikels, verfaßt ihre zeitkritischen und auch prosaischen Beiträge in Deutsch, Französisch sowie Italienisch und schreibt seit einigen Monaten für conservo. Sie studierte in Freiburg/Br. und in Rom. Ihre Doktorarbeit schrieb sie in München über ein kunsthistorisch-bayerisches Thema, das auch die Darstellung bayerischer Volkstraditionen mit einschloss: über die Nymphenburger Porzellankunst um 1850. Sie weilte daher häufig in Oberbayern, vornehmlich in Nymphenburg, und sog die bayerische Lebensart förmlich ein.

Über sich selbst sagt sie:  „Ich bin keine Theologin, sondern Kunst- und Kulturhistorikerin, aber eine, die mit der Bibel von Kindheit an vertraut ist und den Worten eines meiner Lehrer, eines ehemaligen Ordinarius des kunsthistorischen Instituts der Universität Freiburg/Br., Rechnung trägt: „Ein Kunsthistoriker des Abendlandes muss bibelfest sein.“ Auch bin ich, in einem ökumenischen Haus aufgewachsen, mit der katholischen wie der evangelischen Kirche gleichermaßen vertraut.“

www.conservo.wordpress.com     22.03.2021

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