Stefan Buchtzik *)

Liebe Leserinnen und Leser, daß ich ein traditionsbewußter Mensch bin, wissen Sie ja. Prinzipien schätze ich sehr. Vor dem ersten Advent gibt’s nichts Weihnachtliches. Punkt! Aber ein Sprichwort sagt auch, daß die Ausnahme die Regel bestätigt. Davon habe ich jetzt Gebrauch gemacht. Worauf ich hinaus will?

Auch wenn der erste Advent noch einige Tage auf sich warten läßt, sitze ich gerade bei Kerzenschein und höre die erste Weihnachts-CD. Ein paar Lebkuchen habe ich mir auch schon gegönnt. Egal! Es ist einfach so schön, und ich liebe diese Vorweihnachtszeit wie keine andere Zeit im Jahr. Mit Kindern ist das Vergnügen natürlich nochmal doppelt so groß. Und erfahrungsgemäß geht die Zeit so schnell vorbei, daß ich mir gedacht habe, fange ich halt ein paar Wochen eher mit der Besinnlichkeit an, wo doch ringsherum alle von Sinnen sind.

Zwei Wochen im Herbst

In den Wochen zwischen zwei Stadtecho-Ausgaben sammle ich regelmäßig und fleißig Medien-Meldungen, die am gesunden Menschenverstand zweifeln lassen und den Zustand in BRD-Deutschland auf den Punkt bringen.

Immer öfter höre ich bei Gesprächen vom Gegenüber: „Das habe ich ja gar nicht gewußt“. Auf der einen Seite bin ich da immer etwas enttäuscht, weil so viel Wesentliches nicht wahrgenommen wurde, dann aber anderseits auch irgendwie froh. Denn so scheint es, entziehen sich immer mehr Menschen der aktiv betriebenen öffentlich-rechtlichen Gehirnwäsche.

Diese wichtigen Lücken möchte ich jetzt gern schließen helfen. Gern nehme ich meine Verantwortung wahr und präsentiere hier die 10 wichtigsten Meldungen der jüngsten Vergangenheit, die für sich selbst, und die BRD, in der wir leben, stehen. Eine scharfe Kommentierung meinerseits ist da nicht zwingend notwendig. Los geht´s:

Nummer 10: Frauenkleider auch für Männer

Bei der Deutschen Bahn dürfen Lokführer und Schaffner auf Wunsch nun auch Frauenkleider tragen. Auswirkungen auf die Unpünktlichkeit sind dabei nicht zu erwarten. Jeder Mitarbeiter solle sich so kleiden, wie er sich am wohlsten fühlt. Aber wehe Kinder verkleiden sich als Indianer, das ist Rassismus.

Nummer 9: AKW in Deutschland abschaffen, in Frankreich teuer kaufen

Frankreichs Regierung hat den Bau neuer Atomkraftwerke im Kampf gegen die Energiekrise ins Spiel gebracht und plant den zügigen Neubau. Deutschland als Hauptbeitragszahler in der EU wird dies großzügig finanziell unterstützen, während hierzulande Atomkraftwerke verpönt sind, als klimaschädlich gebrandmarkt und abgeschaltet werden. Macht Sinn, oder?

Nummer 8: Millionen-Rente von Millionen armer Rentner

Die MDR-Intendantin Karola Wille, bekannt für ihre einstige DDR-Staatstreue, kann sich, sobald sie das Renteneintrittsalter erreicht, über eine Millionenrente freuen. Insgesamt 4,6 Millionen Euro hat der MDR für die Pension seiner Intendantin Karola Wille zurückgelegt. Wille bezieht dann knapp 19.000 Euro Rente im Monat. Bezahlt wird das alles vom Gebühren-Beitragszahler.

Nummer 7: Impfschäden

Der stark systemangepaßte Virologe Hendrick Streeck, der das Pandemie-Narrativ nie in Frage stellte, rudert nun langsam zurück. Der Bild-Zeitung sagte er, daß auch der neue Corona Impfstoff nicht besser vor einer Corona-Infektion schützt als die anderen Impfstoffe. Auch die Maske als „wunderbare präventive Methode“ gegen Infektionen darzustellen, sei falsch. Hier versucht jemand. seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Grundsätzlich gut, wenn man Fehler zugibt, doch die Salami- und Wendehalstaktik ist nicht vertrauenserweckend. Von tausenden Impfschäden spricht Streeck nicht. Schade eigentlich.

Nummer 6: „Grünes Wirtschaftswunder Insolvenzen“

Immer mehr Firmen taumeln in diesen Tagen in den wirtschaftlichen Ruin. Allein im September haben 762 Personen- und Kapitalgesellschaften Insolvenz angemeldet, wie das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) bekannt gegeben hat. Das entspricht einer Steigerung zu 2021 um ein Drittel. „Die Zahl der Insolvenzen wird in den nächsten Monaten weiter spürbar ansteigen“, warnte der IWH-Ökonom Steffen Müller gegenüber der „Tagesschau“. Als Ursachen nannte er neben steigenden Kreditkosten und Löhnen vor allem die außerordentlich hohen Energiekosten.

Im November könnte die Pleitewelle sogar bei über 40 Prozent im Vergleich zu 2021 liegen, schätzte der Experte für Insolvenzverfahren. Nun erlebt Deutschland, wie vor der letzten Bundestagswahl ehrlich angekündigt, sein „Grünes Wirtschaftswunder“!

Nummer 5: Zur Freude der Pazifisten: Munition reicht nur für zwei Tage

Was wie ein Witz klingt, hat auch sein Gutes. Jetzt wurde nämlich bekannt, daß die Bundeswehr im Ernstfall nur Munition für ein bis zwei Tage hat. Was wie Realsatire anmutet, ist bitterer ernst. Alle Pazifisten dürfte dies jedoch freuen. Sollte BRD-Deutschland einmal angegriffen werden, hat man nichts zu befürchten.

Nummer 4: Lauterbach rudert wieder mal zurück

Deutschlands fistelstimmiger Untergangsprophet Nr. 1 Karl Lauterbach korrigierte seine  bisherige Brandmarkung aller Kindergartenkinder als „Pandemietreiber“, in dem er jüngst zwitscherte: „Die Studien zeigen, dass die Kita-Kinder kaum zur Verbreitung der Corona-Pandemie beigetragen haben. Rückwirkend bewertet wäre die Schließung der Kitas daher nicht nötig gewesen.“

Und so werden die belasteten Kinderseelen unter „Pech gehabt“ verbucht. So wird die alte Lüge zugegeben und sich den aktuellen gewidmet. Wie immer, das gleiche Spiel. Immer mehr Menschen erkennen das.

Nummer 3: Pure Angstmache: Kitefix gegen Klimawandel

Seit Wochen kleben sich Kitefix-Menschen an Straßen, um gegen den seit Millionen Jahren stattfindenden Klimawandel zu protestieren. Sie behindern dabei massiv den Straßenverkehr, Rettungseinsätze und gefährden dabei wissentlich Menschenleben. Die wohlwollende Systempresse bezeichnet diese Halunken als „Klimaaktivisten“. Anmerkung: Klima definiert sich durch den Abstand Erde – Sonne. Es hat weder etwas mit CO2 noch mit Feinstaub oder Methan zu tun. Hier macht man Angst, um die politische Agenda durchzuziehen.

Nummer 2: Corona-Tote trotz Mehrfach-Impfung

Nach wie vor trösten oder täuschen sich zahllose Menschen, die sich blauäugig und vertrauensselig haben impfen lassen, angesichts grassierender Nebenwirkungen und der gänzlichen Unwirksamkeit der Vakzine mit der letzten verbliebenen Hoffnung, die Impfung schütze sie vor schweren oder gar tödlichen Verläufen. Auf diese Weise lassen sich brennende Zweifel verdrängen, wie sie trotz vier- oder schon fünffacher Spritzung dennoch weiter an Corona erkranken.

Auch dieser Selbstbetrug zieht jedoch nicht mehr. Langsam und von den Mainstream-Medien unbeachtet, zeigen inzwischen auch immer mehr offizielle Regierungsstatistiken die katastrophalen Auswirkungen der Corona-Impfungen. So geht aus Daten der britischen Statistikbehörde ONS, die bereits von Juli stammen, hervor, dass zwischen dem 1. Juni 2021 und dem 31. Mai 2022 neun von zehn als “Corona-Tote” geführte Verstorbene mehrfach geimpft waren.

Nummer 1: Tickende Zeitbomben: 317 islamistische Gefährder

Auf AfD-Anfrage mußte die Bundesregierung jetzt einräumen, kaum islamistische Gefährder abzuschieben. Die Deutschen bleiben auf tickenden Zeitbomben sitzen, weil die Regierenden versagen. In den ersten neun Monaten, so die Antwort des von Nancy Faeser (SPD) geführten Innenministeriums, seien erst 17 ausreisepflichtige Islamisten außer Landes geschafft worden.

Wie gefährlich sie sind, ergibt sich, daraus, daß sie alle als Fälle im Terrorabwehrzentrum von Bund und Ländern bearbeitet werden. Fünf von ihnen waren „Gefährder“, denen die Ermittler schwere politisch motivierte Gewalttaten bis hin zu Terroranschlägen zutrauen. Ende September lebten in Deutschland aber 317 islamistische Gefährder – darunter 132, die noch nicht die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen bekommen haben.

Epilog

Wenn ich all das schreibe und selbst nochmal lese, fallen mir die Worte des Bundespräsidenten Steinmeier ein, der vor gar nicht so langer Zeit sagte: “Wir leben im besten Deutschland, das es jemals gegeben hat”. Sehen Sie bestimmt genauso, oder?

Damit nicht ein Hauch Zynismus am Ende bei Ihnen hängen bleibt, zitiere ich nun meine Mutter, die jüngst in geselliger Kaffeerunde Folgendes von sich gab: „Zwei Gefangene wollen ausbrechen. Sagt der eine: “Ich habe eine Taschenlampe. Du kannst an dem Strahl herunterklettern.” Erwidert der andere: “Ich bin doch nicht blöd, wenn du die Lampe ausmachst, falle ich runter.”

Man könnte meinen, die beiden sind Berufspolitiker!

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*) Stefan Buchtzik ist Herausgeber und Chefredakteur des „Arnstädter Stadtecho“ (AS), mit dem conservo einen Artikelaustausch vereinbart hat. Der Kommentar wurde zuerst veröffentlicht in der AS-Novemberausgabe 2022.

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Von conservo

Conservo-Redaktion