Windparks Sonderzahl an der Küste – und nichts, was den dort erzeugten Strom transportieren könnte. Die Grünen sind von der Rolle. Ökostrom: „Ja“. Für die zum Transport erforderlichen Strommasten: „Nein“! Der Ökostrom, der an der Küste durch die Windparks erzeugt wird, braucht zum Transport in Deutschlands Industrie-Regionen Hochspannungsnetze, da die vorhandenen Netze aus Kapazitätsgründen den neu erzeugten Ökostrom nicht mehr aufnehmen können. Diese Netze stehen ohnehin vor dem Kollaps. Also müßten neue gigantische Stromleitungen und damit Strommasten her, die den Transport des Ökostromes sicherstellen könnten. Das aber erregt die Gemüter vieler Grüner, die durch die Neubauten der Masten eine Zerstörung der Landschaft befürchten: Zersiedelung der Wälder, Tötung von Vögeln, die sich in den Leitungen verheddern, Elektrosmog usw. Das Ende vom Lied, nein: Leid: Naturschutz schlägt Klimaschutz. Niemand weiß, wieviel Beton in die Erde zementiert werden muß, um die riesigen Strommasten zu sichern. Von den 850 km (!) Stromnetz, die bis zum Jahre 2015 entstehen müßten, um Ökostrom zu transportieren, sind erst 90 km gebaut. Grüne Vision: Unser Land wird nicht nur „verspargelt“ (Windflügel), sondern auch zubetoniert. Der grüne Wahnsinn läßt grüßen. „Der Engpaß in den Stromleitungen wird durch die erneuerbaren Energien verursacht“, sagt DUH-Experte (Deutsche Umwelthilfe) Peter Ahmels in der FAS v. 5.12.10. Mehr Kapazität bekommt man aber nur, wenn die Atommeiler und die Kohlekraftwerke ihre Leistungen zurückfahren würden. Klingt gut, ist aber unrealistisch, da der Ökostrom aus Windparks nicht gleichmäßig, sondern schwankungsanfällig ist. Man braucht also noch den Atomstrom und den Strom aus Kohlekraftwerken. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Also bleibt es bei „Öko gegen Öko“: Windkraft und Solarenergie auf der einen, Netzausbau auf der anderen Seite. Grüner Irrsinn!

Von conservo

Conservo-Redaktion