Kinder sind ein Geschenk Gottes und Mittelpunkt der Familie. Es ist deshalb skandalös, daß ausgerechnet ein christdemokratischer Politiker fordert, Kindertagesstätten („Kitas“) an den Rand von Wohngebieten zu drängen.

Der Landesvorsitzende der Senioren-Union der CDU NRW, Leonhard Kuckart, hatte vor einigen Tagen Pläne für die grundsätzliche Zulassung von Kitas in reinen Wohngebieten entschieden abgelehnt. Ältere Menschen hätten „nach einem langen Berufsleben oder Leben im Dienste der Familie ein Anrecht auf Ruhe und Erholung“, sagte Kuckart unter anderem. Er fühle sich vom Kinderlärm belästigt. Eine ungeheure Aussage eines CDU-Politikers, der mit allem Nachdruck widersprochen werden muß! Man darf fragen, ob der Mann noch alle Sinne beieinander hat und ob er sich der Verantwortung gerade auch der älteren Generation gegenüber unseren Kindern bewußt ist. Darf ein solcher Ignorant noch Mitglied der christlich-demokratischen Union bleiben? „Kindertagesstätten gehören nicht an die Randgebiete verdrängt, sondern dahin, wo die Familien wohnen (…) Dies wünschen sicher auch die meisten Großeltern bei ihren eigenen Enkelkindern.“ Diese klare Antwort stammt nicht etwa von der Senioren-Union, mit der sie sich von den unverantwortlichen Äußerungen ihres Landesvorsitzenden hätte distanzieren können, sondern von Familienministerin Kristina Schröder, für den ihr ein besonderer Dank gilt. Der Lärm spielender Kinder darf doch nicht als „schädliche Umwelteinwirkung“ gelten! Anerkennung auch für den Landesvorsitzenden der Jungen Union NRW, Sven Volmering, der „angesichts der demographischen Entwicklung mehr und nicht weniger Kinderlärm“ forderte

Von conservo

Conservo-Redaktion