Ein langes Leben steht den Griechen wirtschaftlich nicht unbedingt ins Haus. Nach langem Zittern und Bangen ist die bisher größte Umschuldung zwar „gepackt“ – durch Forderungsverzicht Privater und Staatsbanken. Das heißt aber noch lange nicht, daß Griechenland „gerettet“ wäre. Die Hausaufgaben und die hausgemachten Probleme bleiben – auch für die Europäer. Was ist, wenn andere Staaten nun auch der Pleite zustrebten? Was wäre die Folge eines Schuldenschnitts in Spanien, Portugal, Italien usw.?

Eine weitere Aufstockung des Rettungsschirmes wird also unvermeidlich sein. Einmal in der Sackgasse, fahren wir mit Vollgas weiter – bis zum Ende. Athens Überleben hilft da kein bißchen. Wenn die Hellenen nicht aus der Spirale von Spardiktat und Rezession herauskommen, versickert auch das zweite Rettungspaket. (Die letzte Meldung aus Hellas: Die Wirtschaft ist im 4. Quartal 2011 noch stärker eingebrochen als befürchtet: rd. 7,5 Prozent.)

Wie blind sind die internationalen Geldgeber, also auch wir? Wir unterstellen eine Rückkehr Griechenlands zum Wirtschaftswachstum für das Jahr 2014. Das wird wohl nichts. Also schwebt das Damoklesschwert eines Staatsbankrotts weiterhin über den Hellenen. Das Erwachen wird bitter – für alle Beteiligten!

Von conservo

Conservo-Redaktion