Betreuungsgeld erschwert Integration

1storchDas hätte Seehofer nie gedacht! Ein echter CSU-Knaller! Das familienpolitisch nicht gerade unumstrittene Betreuungsgeld unterstützt besonders bei „Migrantenfamilien“ die Neigung, ihre Kinder zuhause großzuziehen. Da leben dann die lieben Kleinen bei Mama und Oma – Papa geht ja meist arbeiten oder auf Hartz IV – und sprechen deren Sprache, aber eben nicht die Sprache ihres Gastlandes.

So sehr das Betreuungsgeld grundsätzlich zu begrüßen ist – Kinder sind allemal zuhause besser aufgehoben: Aber bei nicht integrierten Eltern schlägt das Betreuungsgeld gerade ins Gegenteil um: Ihre Kinder bleiben „unter sich“, unter gleicher Kultur, gleicher Religion und  gleicher Sprache. Infolgedessen erreichen „ausländische“ Eltern einen in viel höherem Maße unproportionalen Anteil an der Gesamtsumme des Betreuungsgeldes. Auf „Ausländerkinder“ (unter drei Jahren) entfällt fast dreimal soviel Betreuungsgeld (14 Prozent), als es ihrem Anteil an der Gesamtzahl der zwei Millionen Kleinkinder (5 %) entspricht. Monatlich stehen den Kleinen 100 Euro zu, ab August sogar 150 €, bei zwei Kleinkindern also 300 Euro monatlich (bis zu 22 Monaten).

Die Idee dazu stammt aus der CSU und war – wie stets unter den Seehofers – gut gemeint,  aber das Gegenteil von gutgemacht. „Gut gemeint“ war, daß die Kinder bei ihren Eltern, und nicht in einer Kita, aufwachsen sollen – gerade in den ersten drei Jahren, die ein Kleinkind besonders prägen. Nicht „gut gemacht“ war, daß Seehofer alle Warnungen von Fachleuten, auch aus der Union, in den Sand blies. Warnungen, die vor allem auf die Gefahr mangelnder Integration bei Ausländerkindern hinwiesen. Lieber mit dem Kopf durch die Wand, denn Respekt vor Sachverstand! Gell, Horsti?

 

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