Fidel Castro, der am längsten amtierende Diktator der Welt, ist tot

Die Linken der Welt weinen. Die freie Welt ist froh

(www.conservo.wordpress.com)fidel-castro

Von Peter Helmes und Michael Mannheimer *)

„Der Sieg des Sozialismus“: Armut, Rechtlosigkeit, Verfolgung und Folter

Fidel Castro, kubanischer Diktator, ist tot. Endlich, darf man ausrufen – auch wenn die Christenpflicht Nächstenliebe auch gegenüber seinen Feinden lehrt! Zeit seines Lebens hat dieser Tyrann sein Volk und insbesondere die Christen bekämpft (60 Prozent der Kubaner sind Christen). Seine „Nächstenliebe“ galt nur den Systemlingen und der eigenen Entourage, die sich alle Vergnügungen dieser Welt gönnten, aber das Volk regelrecht aushungerten.

Es ist gewiß eine ethische Frage, wie man mit Toten umgeht. Aber dieser Umgang hat Grenzen. „De mortuis nil nisi bene“ – über Tote nichts als Gutes – ist ein Leitspruch aus Christentum und Aufklärung. Über die grausamen Verbrechen einer „Ikone“ verblendeter Bewunderer zu reden, gehört aber ebenso dazu, um der Welt die Augen zu öffnen. Danach, in Gottes Namen, darf man für den Toten beten und bitten, daß Gott ihm gnädiger sei, als der Diktator seinen Mitmenschen gegenüber war.

Die kubanische Insel – ein einziges Gefängnis

Auf Kuba, das seit 1959 von den Castro-Brüdern beherrscht wird, sind alle Parteien verboten, bis auf die regierende Kommunistische Partei. Nur eine einzige Tageszeitung darf erscheinen: die „Granma“, das Parteiorgan der kubanischen KP. Unabhängige Journalisten und Mitglieder der unabhängigen Gewerkschaftsbewegung werden eingeschüchtert und mit langjährigen Haftstrafen bedroht.

Nach Informationen der IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) standen und stehen die Verurteilungen und Haftbedingungen politischer Gefangener auf Kuba im krassen Gegensatz zu internationalen Rechtsstandards. Zahlreiche Fälle von schweren Mißhandlungen und vorenthaltener medizinischer Versorgung sind bekannt, darunter viele Todesfälle während der Haft.

Allen Verheißungen zum Trotz setzt das Castro-Regime, auch unter Raùl Castro, seine unmenschliche Praxis fort. Weder war Fidel Castro noch ist sein Bruder Raùl zu Zugeständnissen bereit, weil dies als Schwäche ausgelegt werden könnte. Darüber dürfen auch kleine Zugeständnisse, „Wirtschaftsreformen“ genannt, nicht hinwegtäuschen. Eine politische Öffnung gibt es nicht! Die Insel der Seligen, wie sie von links bis grün gerne gesehen wird, ist nach wie vor ein einziges Gefängnis. Doch es gibt immer noch Menschen, die ihren Widerstand gegen das System bekennen – bis hin zum Hungertod.

Linkspartei: „Beispiel und Orientierungspunkt für viele Völker der Welt…“

Trotzdem wurde Fidel Castro von den Linken dieser Welt, gerade auch in Deutschland, verehrt, als sei er der Heilsbringer gewesen. Erinnern Sie sich? Noch vor wenigen Monaten übermittelten die Vorsitzenden der Linkspartei, Gesine Lötzsch und Klaus Ernst, dem „Maximo Lider“ zum 85. Geburtstag die allerherzlichsten Glückwünsche und fügten hinzu:

„Unter Deiner Führung hat es Kuba verstanden, für mehr als fünf Jahrzehnte (…) an seinen Idealen festzuhalten und eine neue gesellschaftliche Entwicklung einzuleiten, die dem kubanischen Volk für Südamerika beispiellose soziale Errungenschaften (…) gebracht hat. Kuba war und ist auf diese Weise Beispiel und Orientierungspunkt für viele Völker der Welt.“

Für diese „beispiellosen Errungenschaften“ haben Tausende ihr Leben lassen müssen oder sind von der Insel geflohen. Man sollte unseren beiden Edelkommunisten ein Flugticket nach Kuba schenken – aber ohne Rückfahrkarte. Dann können sie dort die „Ideale“ der Castros genießen. Garantiert ein Genuß ohne Reue!

Castro – in einer Reihe mit den sozialistischen Christenschlächtern dieser Welt

Was unsere Linken gerne verschweigen: Über 130 Millionen Menschen mußten dort, wo der Sozialismus herrschte oder um seine Macht rang, ihr Leben lassen. Millionen Menschen verloren ihr Leben in den sowjetischen GULGAGs, und noch heute gibt es in China und Nordkorea solche Lager, in denen Dissidenten und politische Häftlinge ein Leben als Arbeitssklaven verrichten müssen und häufig an den unsäglichen Lebensbedingungen versterben. Und in Kuba lassen die kommunistischen Herrscher Gefangene schlicht verhungern.

Kein Wort davon seitens unserer deutschen Sozialisten, die – ob in Gestalt der Linkspartei, der Grünen, der Gewerkschaftsfunktionäre oder weiter Teil der der SPD – ihre täglichen Ablenkungsmanöver, den “Kampf gegen rechts”, führen, der in Wirklichkeit ein Kampf gegen Meinungsfreiheit, gegen Kritik an Linken, gegen die politische Mitte als Ganzes ist.

Das Scheitern der Ewig-Linken

Unsere Linken haben nichts dazu gelernt. Sie sollten den Tod des „Massimo Leaders“ zum Anlaß nehmen, nach Kuba zu reisen und dort die „Errungenschaften des Sozialismus“ studieren. Der sozialistische Urahn Karl Marx hätte seine helle Freude gehabt zu sehen, wie verblendet seine Jünger noch heute sind.

Erfolgslosigkeit ist der Wegbereiter der Grausamkeit. Das ist das Ergebnis sozialistischen Wirkens all überall. Schaut man sich die Erfolglosigkeit der Ewiggestrigen genauer an, wird deutlich, daß es ihnen an einer glaubwürdigen (und umsetzbaren!) Alternative mangelt. Schreien, klagen, wettern und das bestehende System in Frage stellen ist halt wohlfeiler, als eine wirklich neue, bessere Ordnung zu schaffen.

Beispiele verfehlter Umsetzung ideeller Träume gibt es genug – genügend blutige sozialistische Experimente, zu viele. UdSSR, China, Kambodscha, Kuba, Vietnam etc. – trotz aller Versprechungen gelang keine menschenwürdige Gesellschaft, sondern herrsch(t)en Terror, Gewalt und Intoleranz. Die Ideen der Linken, mögen sie auch noch so verlockend sein, halten der Realität nicht stand. In allen diesen Gesellschaften grassieren Neid, Betrug, Korruption und Verantwortungslosigkeit. Den Mut, dies zuzugeben, hat aber bisher noch kein Linker gezeigt. Stattdessen zeigen sie mit allen zehn Fingern nach „rechts“ und rufen zum Kampf „gegen rechts“ auf. Das ist die Methode „haltet den Dieb“.

Im folgenden Beitrag erläutert der bekannte Publizist Michael Mannheimer die Zustände in Kuba und das Versagen des sozialistischen Systems (Peter Helmes, 26.11.2016):

Fidel Castro führte sein Volk in die Armut und Rechtlosigkeit

Schon vor Castro war das Bildungsniveau Kubas eines der höchsten in Lateinamerika. Doch Linken ist es nicht auszutreiben, dies auf die Fahnen der Fidelschen Revolution zu schreiben.

Und auch vor Castro war Kuba ein Land, das geteilt in reiche Großgrundbesitzer und die Mehrheit der armen Landbevölkerung war. Die politische Nomenklatur des sozialistischen Kuba besaß Villen, hielt sich Mätressen, flog nach Belieben ins Ausland und bereicherte sich nach Belieben am sog. Volksvermögen.

Sozialistische Gleichheit – in Armut

Auch Fidel Castro, eine der Ikonen westlicher Linker, hat sein Volk in die gleiche Armut und ins gleiche Elend geführt wie alle übrigen sozialistischen Führer in den übrigen sozialistischen Ländern.

Doch eines hat Castro tatsächlich geschafft: In seinem Kuba herrschte Gleichheit beim Volk. Und zwar Gleichheit in der Armut: Jeder Kubaner war gleich arm. Es gab und gibt (fast) nichts – außer Lebensmittelmarken. Die kubanischen Produkte sind alt, verrottet, auf dem Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig. Das Einkommen der kubanischen Bevölkerung reicht kaum, um bis zur Mitte des Monats durchzukommen.

Also müssen Kubaner stehlen (aus den maroden Fabriken des sozialistisch errichten Staates) oder prostituieren sich, mit stillschweigender Zustimmung des alles kontrollierenden Staates, an ausländische Touristen.

Die Wahrheit über Kuba ist bleiern

Gleichwohl hat Castro „sein Kuba“ (mit geschönten Statistiken) nach außen wie das Bauern- und Arbeiterparadies auf Erden verkauft. Viele Linke fielen auf seine Propaganda herein, und viele Linke tun das bis heute.

Die Wahrheit über Castros Diktatur wird nun, nach seinem Tod, langsam nach außen sickern. Sie ist nicht golden, wie Linke meinen, sondern schwer wie Blei. Sie ist nicht sonnig wie die Sonne Kubas, sondern grau wie die Industriestädte Chinas, der Sowjetunion und der übrigen sozialistischen Länder. Doch nichts wird Linke dann hindern, ihn und den Folterer und Kriegstreiber Che Guevara weiterhin als ihre Ikonen anzubeten.

Mit Fidel Castro ging einer der totalitärsten Diktatoren der Moderne

Kuba: Das Land des karibischen Dolce Vita. Der ausgelassenen Kubaner. Das Land von Rumba, Salsa und Cha-Cha-Cha. Das Land mit dem besten Rum, den besten Zigarren und den hübschesten Frauen in ganz Lateinamerika. Karibische Ausgelassenheit – und in Gelassenheit, wie man sie sich in den Industrieländern nur erträumen kann.

Das Bild, das westliche Castro-Verehrer von Kuba haben, hat nichts mit dem realen Kuba gemein

Nun, das ist das Bild, das Kuba-Verehrer, politisch meistens links, vom Land Fidel Castros und des legendären Che Guevara machen. Die wenigsten dieser Verehrer waren jedoch jemals in Kuba. Und jene, die dort waren, waren dennoch niemals in dem Kuba, das man nur kennen kann, wenn man nicht in abgeschirmten Hotelanlagen lebt, 10-14 Tage sich tagsüber die Sonne auf den Pelz brennen läßt und nachts in die diversen kubanischen Bars geht, um dort einen Cuba libre, einen Diaquirl, oder, wenn man’s lieber ohne Alkohol mag, einen TuKola (statt Coca Cola) zu sich nimmt. Und sich mit einer bezaubernden Bardame unterhält, die sich dann für 5 Euro anbietet, mit nach Hause zu gehen.

Das wahre, das reale Kuba, ist fernab dieser glitzernden Kulissen, die man für die devisenbringenden Touristen errichtet hat. Das reale Kuba ist bettelarm. Es ist unfrei. Es ist ein Gefängnis, das man als Kubaner niemals verlassen kann. Es sei denn, über eine waghalsige Flucht in selbst zusammenbastelten Nußschalen, die es nicht wert sind, als „Boot“ oder nur als schwimmende Badewanne bezeichnet zu werden.

Millionen Kubaner wollten aus Fidel Castros Kuba fliehen

Hunderttausende Kubaner haben sich, unter Lebensgefahr, aufgemacht gen Norden durch die Meerenge von Florida, um an ihrem Traumziel, der amerikanischen Stadt Miami, anzukommen und dort den amerikanischen Traum zu leben, der so ganz anders ist als der kubanische.

Viele sind ertrunken oder von Haien gefressen worden, weil sie es schwimmend versucht haben, derweil ihr „Boot“ gekentert war. Wenn sie jedoch von der kubanische Küstenwache gefaßt wurden, war ihr Schicksal oft besiegelt. Als Republikflüchtlinge kamen sie entweder Jahrzehnte in die maroden Gefängnisse Kubas oder wurden, wenn man sie verdächtigte, politische Motive zu haben, oft zu Tode gefoltert.

Zahlreiche Emigrationswellen

Zu einer großen Emigrationswelle nach der Revolution kam es 1980, als über US-amerikanische Sender die Nachricht verbreitet wurde, daß die peruanische Botschaft in Havanna Visa für die Ausreise nach Peru ausstelle, mit denen eine Weiterreise in die USA möglich sei. In Anbetracht des Ansturms von zehntausenden Ausreisewilligen, die zum Teil seit langem über Pässe verfügten, forderte der peruanische Botschafter Polizeischutz an.

Als eine Gruppe diesen Polizeischutz durchbrach, in der Botschaft politisches Asyl beantragte und von den Peruanern nicht ausgeliefert wurde, hob die kubanische Regierung die Abriegelung der peruanischen Botschaft auf.

Die unhaltbaren Zustände auf dem Botschaftsgelände wurden am 17. April dadurch beendet, daß Fidel Castro in einer Rede die Möglichkeit eröffnete, auch ohne Visum mit dem Schiff vom Hafen Mariel aus in die USA auszureisen. Die Schiffe wurden bis zur 12-Meilen-Zone vor die US-amerikanische Küste eskortiert. Bis zum 31. Oktober 1980 verließen ca. 125.000 Kubaner das Land.

Fidel Castro beschimpfte ausreisewillige Kubaner als „arbeitsscheuen Abschaum“

In einer Rede anläßlich des 1. Mai 1980 bezeichnete Fidel Castro, unterstützt durch entsprechende Sprechchöre des Publikums, die Botschaftsflüchtlinge als arbeitsscheuen Abschaum. Nicht anders äußerte er sich gegenüber jenen hundertausenden Kubanern, die aus Kuba unter Lebensgefahr über das Meer in Richtung Florida flohen. Auch hier sind die Parallelen zur DDR jedem einsichtig.

Gerade die DDR unterhielt bevorzugte diplomatische Beziehungen zum kommunistischen Bruderland vor den Pforten des Klassenfeinds USA. Es gab Förderprogramme für Kubaner, die an DDR-Universitäten studieren durften, und es gab intensive wirtschaftliche und militärische Unterstützung der DDR zum Castro-Regime.

Unter Fidel Castro gab es so gut wie keine Menschenrechte

Viele bürgerliche und politische Rechte, insbesondere die auf freie Meinungsäußerung, Presse-, Vereinigungs-, Versammlungs- und Bewegungsfreiheit, wurden und werden noch immer massiv beschnitten.

Es gibt keine unabhängige Gerichtsbarkeit. Menschenrechtsvereinigungen sind nicht zugelassen. Die kubanische Verfassung garantiert viele Grundrechte, etwa die Kunstfreiheit, die Meinungsfreiheit und die Religionsfreiheit, nur mit der Einschränkung, daß ihre Ausübung nicht gegen die Revolution oder die sozialistischen Ziele gerichtet sein darf.

Kaum jemand ließ mehr Kritiker verhaften oder foltern als Fidel Castro

Internationale Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International dokumentieren insbesondere die politisch motivierte Verhaftung und Verurteilung von Regierungskritikern. Von 75 politischen Dissidenten, die nach ihrer Inhaftierung 2003 zu 28 Jahren Haft verurteilt wurden, saßen 2008 noch 55 in den Gefängnissen, unter schlechter medizinischer Versorgung und unter Mißhandlungen leidend.

Über Jahrzehnte war Kuba führend, was die Zahl der inhaftierten Journalisten und Schriftsteller antraf. Unabhängige Journalisten und Menschenrechtsaktivisten wurden regelmäßig belästigt, eingeschüchtert und vorübergehend festgenommen. Es wird von Mißhandlungen durch Fußtritte und Schläge berichtet.

Die Haftbedingungen sind hart und führen zum Teil zu körperlichen Problemen bei den Häftlingen. Oppositionelle werden darüber hinaus regelmäßig sogenannten Actos de Repudio ausgesetzt. Dabei zieht ein organisierter Mob vor dem Haus des Oppositionellen auf und beschimpft ihn und seine Familie stundenlang und lautstark als „Würmer“ (spanisch: gusanos) und Verräter.

Teilweise geht dies bis zur straffreien Zerstörung von Eigentum der Betroffenen. Wie frappierend dies doch alles an die deutsche Antifa erinnert, die von den deutschen Linken zu ganz ähnlichen Zwecken eingesetzt wird.

In der Kubakrise bestand Castro darauf, daß die sowjetischen Atomraketen gegen die USA eingesetzt werden sollen

1962 brachte die Kubakrise die Welt an den Abgrund. Atomare sowjetische Langstreckenraketen wurden in Kuba unter strengster Geheimhaltung stationiert. Treibende Kraft dieses hochgefährlichen Spiels mit der Existenz der Menschheit war Fidel Castro.

Er verweigerte sich bis zum Schluß der Zurückführung dieser Raketen in die Sowjetunion und drängte Chruschtschow, die USA mit seinen in Kuba stationierten und mit atomaren Mehrfachsprengsätzen ausgerüsteten Raketen anzugreifen, koste es, was es wolle.

Wie neueste Forschungen ergaben, kalkulierte Castro selbst die totale atomare Vernichtung Kubas und seines Volkes als Preis für die herbeigesehnte Vernichtung des amerikanischen Klassenfeindes eiskalt mit ein.

Auch dieser – mißlungene – Völkermord reiht Castro (zumindest charakterlich) in die Reihe der übrigen sozialistischen Völkermörder des 20. Jahrhunderts ein: Lenin, Stalin, Hitler, Mao, Pol Pot, Kim Il-Sung. Von den 130 Millionen im Namen des Sozialismus ermordeten Menschen geht ein Großteil auf diese zuletzt genannten Anführer der Ideologie des ewigen Friedens, die so viele Ähnlichkeiten hat mit der Religion des Friedens.

Warum Linke dennoch Castro weiterhin als eine sozialistische Ikone verehren werden

Daß all diese Fakten nichts an der Trauer von Millionen Linken in der westlichen Welt anläßlich Castros Tod ändern werden, weiß ich nur zu gut. Ich erinnere an Beschreibungen Solschenizyns in seinem berühmten „Archipel Gulag“, an die tiefe Trauer, an Verzweiflung und Weinkrämpfe unter hunderttausenden Gulag-Häftlingen in der Sowjetunion, als sie vom Tode Stalins erfuhren.

Oder an die geradezu pathologischen Trauerszenen, die durch Nordkorea gingen, als der Tod des „großen Führers“ und „ewigen Präsidenten“ Nordkoreas, Kim Il-Sung, bekannt gegeben wurde. Millionen Menschen gingen auf die Straßen und weinten bitterlich.

Linke haben kein Problem mit Ikonen des Terrors, sofern diese nur die „richtige“, nämlich linke Gesinnung haben. Denn Sozialismus hat weder mit „sozial“ noch mit Gewaltlosigkeit zu tun. Alle sozialistischen Systeme machten ihre Menschen gleich, und zwar gleich arm. Alle sozialistischen Revolutionen waren blutig, alle sozialistischen Regierungen waren totalitär, unterdrückten ihre Völker, und zwar mit äußerster brutaler Gewalt.

Daß der Sozialismus dennoch immer noch so hoch im Kurs steht, ist für mich nur erklärbar dadurch, daß er die theistischen Religionen (die er ja prinzipiell bekämpft) durch ein säkulares Glaubenssystem ersetzt hat. Wo bei den Religionen Gott ist, hat der Sozialismus den Menschen selbst zum Gott erhoben. Und seine Führungspersönlichkeiten in den Olymp der sozialistischen Gottheiten verpflanzt. Der Hype um Lenin (einbalsamiert), Mao (einbalsamiert), Kim Il-sung (einbalsamiert, ewiger Präsident) ist nur mit der religiösen Verehrung von Gottkönigen untergegangener Reiche wie Ägypten oder dem alten China zu vergleichen.

Wie sehr sich gerade der Islam und der Sozialismus ähneln (seit über 70 Jahren kollaborieren beide totalitären Systeme miteinander), zeigt sich am besten in der Aussage eines amerikanischen Politologen (ich finde die Quelle nicht mehr), der beide wie folgt gegenüberstellt:

„Während der Islam eine politische Ideologie ist, die sich als Religion tarnt, ist der Sozialismus eine Religion, die sich als politische Ideologie ausgibt.“

(Autor des 2. Teils: Michael Mannheimer, 26.11.2016)

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*) Michael Mannheimer („MM“) ist ein überparteilicher deutscher Publizist, Journalist und Blogger, der die halbe Welt bereist hat und sich auch lange in islamischen Ländern aufhielt. Seine Artikel und Essays wurden in mehreren (auch ausländischen) Büchern publiziert. Er gilt als ausgewiesener, kritischer Islam-Experte und hält Vorträge im In- und Ausland zu diversen Themen des Islam. Aufgrund seiner klaren und kompromißlosen Analysen über den Islam wird er seitens unserer System-Medien, der islamophilen Parteien und sonstigen (zumeist linken) Gruppierungen publizistisch und juristisch seit Jahren verfolgt. Viele seiner Artikel erscheinen auch bei conservo. MM betreibt ein eigenes Blog: http://michael-mannheimer.net/ , auf dem Sie auch für Mannheimers Arbeit spenden können.
www.conservo.wordpress.com  27.11.2016
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