Der ehemalige Vize-Präsident der USA, Al Gore, gibt sich gerne als besonders engagierter Klimaschützer. Da macht es nichts aus, daß sein persönlicher Lebensstil so ganz und gar nicht “klimaneutral” ist. Was zählt, ist der Anspruch an Andere, ganz nach dem Motto “Wasser predigen und Wein saufen”. Al Gore gibt sich auch gerne als besonderer Freund Israels aus. Doch, wenn es darum geht Kasse zu machen, dann wird aus dem Freund ein rücksichtsloser Raffke.

Zum Jahresende wurde in den USA der TV-Sender “Current TV” verkauft. Diese linke Station wird u. a. von Gore betrieben, der 20 % der Anteile hält. Der Sender selbst ist weitgehend unbekannt, er unterhält durchschnittlich 42.000 Zuschauer zur besten Sendezeit. Die Station hat allerdings über allerlei Kabel- und Sat-Verträge Zugang zu 40 Millionen Haushalten und ist daher einen Betrag von 500 Millionen Dollar wert. Auf diese Reichweite hat es der arabische TV-Gigant Al Jazeera abgesehen, der gemeinhin als das Sprachrohr der muslimischen Terrorszene und anti-israelische Giftspritze gilt.

Gore & Co. hatten natürlich keinerlei Skrupel, “Current TV” an Al Jazeera zu verhökern, 500 Millionen sind ja schließlich auch ein hübscher Batzen Geld. Da stört es auch nicht, daß Sicherheitsexperten befürchten, daß der Terror in den USA durch den Einstieg des katarischen Medienriesen einen Anschub erfährt und potentielle Attentäter den Kanal für ihre Propaganda nutzen können und wohl auch werden. Eine TV-Station eignet sich nicht zuletzt auch bestens dafür, verdeckte Botschaften an das Terror-Netzwerk auszusenden, so die Sorgen von Terrorismus-Experten.

Wozu braucht Israel Feinde, wenn es so gute Freunde wie Al Gore hat?

Anmerkung zum Schluß: Gore hat dem Vernehmen nach mit Nachdruck darauf gedrängt, daß der Deal noch vor dem Jahresende in trockenen Tüchern war, damit der Reibach noch vor der – von Gore unterstützten – Steuererhöhung für Reiche in der eigenen Tasche ankam.

Claus Dehl, Washington-Korrespondent

Von conservo

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