Der “Konservative Aufbruch” – Ein Muß für die CSU

KA_Logo-624x382„Eure Initiative, das ist das Programm der CSU“

Großer Zuspruch von der CSU-Basis auf der Auftaktveranstaltung des Konservativen Aufbruchs in Rott am Inn

Etwa 60 Besucher folgten der Einladung des Konservativen Aufbruchs – Basisbewegung für Werte und Freiheit am gestrigen Montag nach Rott am Inn. Gekommen waren vor allem CSU-Funktionsträger aus dem Landkreis Rosenheim und den Nachbarlandkeisen. Die weiteste Anreise hatte ein junges CDU-Mitglied aus Nordrhein-Westfalen.

Als Gastredner des Abends hielt Dr. Thomas Goppel ein Grundsatzreferat zu den Grundwerten christ-sozialer Politik. Lars Bergen, erster Sprecher des Konservativen Aufbruchs erwähnte gleich zu Beginn seiner Begrüßung einer der Gründe, warum sich der Konservative Aufbruch besonders über Goppels Kommen gefreut hat: „Als Thomas Goppel Generalsekretär war konnte sich die CSU mit einem klar konservativen Profil noch über Wahlergebnisse um die 60 Prozent freuen. Das ist gerade mal 11 Jahre her. Wir wollen einen Beitrag leisten, um an diese Erfolge wieder anknüpfen zu können.“

In seiner Rede betonte Goppel, dass er sich nicht davon abhalten ließ auf einer Veranstaltung des Konservativen Aufbruchs zu sprechen. Er begrüße die Initiative aus der CSU-Basis und erinnerte an die Gründung seines eigenen Arbeitskreises „Christsozialer Katholiken in der CSU“: „Ich bin gegen das Ausgrenzen abweichender Meinungen.“ Goppel forderte eine neue offene Diskussionskultur in der CSU.

Immer wieder von lautem Applaus unterbrochen wurde die Präsentation der inhaltlichen Forderungen des Konservativen Aufbruchs. Die vier Sprecher Lars Bergen, Dr. Thomas Jahn, Dr. Constanze Thiele (in Vertretung für Dr. Linda Mergner) und David Bendels erläuterten die Positionen des Konservativen Aufbruchs in den Themenfeldern Energiepolitik, Euro, Wirtschaft und Finanzen, Asyl, Bildung, Familie und Innere Sicherheit.

Anschließend hatte die versammelte CSU-Basis das Wort. In einem Grußwort bekannte sich der CSU-Ortsvorsitzende von Rott am Inn Sebastian Mühlhuber zu den Zielen des Konservativen Aufbruchs: „Ich wünsche Euch, dass die Parteiführung Eure Forderungen aufgreift. Eure Forderungen sind ja eigentlich nichts anderes als das Parteiprogramm der CSU.“

Viele CSU-Mitglieder sprachen den Initiatoren des Konservativen Aufbruchs großen Dank dafür aus, dass es nun endlich eine CSU-Basisinitiative gibt. Ortsvorsitzende aus den Kreisverbänden Traunstein und München-Land kritisierten die Parteiführung: Es fehle an Verlässlichkeit. Was vor der Wahl gesagt werde, müsse auch in einer Koalitionsregierung in wesentlichen Punkten nach der Wahl gelten. Am Ende stand der klare Appell der CSU-Mitglieder: „Lasst Euch nicht unterkriegen, macht weiter. Wir unterstützen Euch!“

Lars Bergen und David Bendels versprachen, dass dieser Abend ein Auftakt für eine Reihe weiterer Veranstaltungen für CSU-Mitglieder sei. Alle CSU-Mitglieder und die Mitglieder von Arbeitsgemeinschaften oder Arbeitskreisen der CSU sind herzlich eingeladen, sich in der Basisbewegung Konservativer Aufbruch zu engagieren und sich mit inhaltlichen Diskussionsbeiträgen einzubringen. Der Konservative Aufbruch stehe loyal zur CSU und zu den Grundsatzpositionen der Partei.

Am Rande der Veranstaltung konnten die Sprecher des Konservativen Aufbruchs in einigen Interviews mit anwesenden Pressevertretern z.B. von SAT 1, der SZ oder dem Bayerischen Rundfunk auch zu unsachlichen Äußerungen einiger CSU-Spitzenpolitiker im Vorfeld der Veranstaltung in Rott Stellung nehmen. Grundtenor der Sprecher Lars Bergen, David Bendels und Dr. Thomas Jahn:

Die CSU will eine Mitmachpartei sein und in einer Volkspartei wie der CSU macht jetzt eben auch die konservative Parteibasis mit. Diese CSU-Mitglieder haben das selbstverständliche Recht sich zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort in Bayern öffentlich zu versammeln und sich mit ihren inhaltlichen Forderungen in die politische Diskussion einzubringen. Es wäre schade, wenn die Anliegen der konservativen Basis von der Parteiführung weiterhin ausgegrenzt werden, denn wenn Parteiführung und Mandatsträger ihre Arbeit richtig verstehen, müssten ihnen unsere Stammwählerschaft und die treuesten Anhänger der CSU eigentlich sehr am Herzen liegen.

Quelle: http://die-echte-csu.blogspot.de/2014/10/eure-initiative-das-ist-das-programm.html

Hinweis conservo:

Seehofer und Strauß-Tochter gegen „Konservativen Aufbruch“

Die anwesenden Medien haben, wie das heute wohl üblich ist, zum Teil in verzerrender Weise berichtet (insbesondere der Münchner Merkur mit seinen angeschlossenen Regionalblättern). Einen manipulativen Bericht (durch Einsatz entsprechender Schneidetechnik) hat auch der Bayerische Rundfunk gesendet. Die gestrigen Berichte auf “Bayern 5” haben mit der Realität leider nur sehr wenig zu tun.

Seehofer selbst unternahm mehrere Versuche, den Gastredner des Abends, Thomas Goppel, von seinem Kommen abzuhalten. Das berichtete Goppel öffentlich. Zuletzt aktivierte die Parteiführung noch Monika Hohlmeier, die einen völlig verrückten Zusammenhang der Veranstaltung mit Franz Josef Strauß herstellt. Sie war dem Konservativen Aufbruch “Geschmacklosigkeit” vor, wobei wohl eher ein solcher Vorwurf geschmacklos sein dürfte. Vor, während und nach der Versammlung gab es jedenfalls keinerlei Bezugspunkte zum ehemaligen Wohnhaus oder zur Gruft von Strauß in Rott am Inn, obwohl jeder Anwesende dazu jedes Recht gehabt hätte.

Diese Vorgänge zeigen, daß es heute notwendiger ist denn je, daßs sich die CSU-Basis formiert und sich solche vordemokratischen Aktivitäten der aktuellen CSU-Führung nicht mehr gefallen lässt. Diese Leute leben von unseren Mitgliedsbeiträgen und Steuergeldern und sind uns Rechenschaft und Diensterfüllung pflichtig und nicht umgekehrt.