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Von Michael Dunkel *)

Zeichnung: Fridolin Friedenslieb

Steuerung in die falsche Richtung

Es dreht sich einem der Magen um, wenn Herr Seehofer und Frau Merkel mit ihren gegensätzlichen Aussagen zum Islam wieder komplett an der Oberfläche bleiben und dann genau darüber flächendeckend diskutiert wird.

Der Ansatz muss doch ein völlig anderer sein. Hier leben Menschen und kommen weiterhin Menschen nach Deutschland und Europa, die einem völlig anderen Kulturbereich entstammen und diesen in ihrem Handeln und Denken fest verankert haben.

Die einer Prägung unterlegen sind, die nur mit mittelalterlichen Vorstellungen, wenn wir die Entwicklung von Europa zu Grunde legen, auch vergleichen können.

Dass diese Prägung zum größten Teil dann auch islamisch hinterlegt ist, kommt mit der Ansicht dieser Religion erschwerend hinzu.

Wenn wir dann eine Diskussion über den Islam anfachen, ob der als Religion hier zu uns gehört, ist das genau Steuerung in die falsche Richtung.Alleine deshalb, weil diese Diskussion in Spaltungen ausufert, die sich daran zerreiben, ob es Religionsfreiheit geben darf oder nicht. Dadurch werden die eigentlichen viel schwerer wiegenden Fakten in den Hintergrund gedrängt.

Damit öffnen sie den Raum, den religiösen Verbänden Zündstoff zu geben, indem sie darüber klagen können, sie würden wegen ihres Glaubens verfolgt. Ebenso geben sie Futter an die, welche alles in der Harmonie der Gemeinsamkeit zu sehen glauben und das auch vehement verteidigen möchten.

Nein, die Religion Islam ist zwar schon in ihren Auslegungen sehr bedenklich und nicht mit unseren Ansichten und unserem Leben vereinbar, es sind die kulturellen Prägungen, welche schon mit der Ansicht daher kommen, Frauen seien die Dienerinnen des Mannes und ansonsten sollten sie sich im Hintergrund aufhalten.

Es ist die schon von Kindesbeinen erhaltene Auffassung, Männer können sich verhalten, wie sie es für richtig befinden und selbst wenn es völlig falsch ist, ist es männliche Sicht und damit auch in Ordnung.

Hier und vorrangig hier, müsste man in Diskussionen ansetzen, wenn wir von Integration und Anpassung sprechen.

Nicht über die tausendste Moschee die noch gebaut werden soll. Das sind nur die äußerlichen Prägungen eines anderen Lebens, welches Deutschland auferlegt werden soll.

Darum hört auf, davon zu reden, ob eine zusätzliche Religion zu Deutschland oder Europa gehört, sondern fangt ehrlich an darüber zu sprechen, ob wir es akzeptieren müssen und wollen, von einer rückständigen, anderen Denkweisen geprägten Kultur, vereinnahmt zu werden.

Nur dann kommen wir zu einem Ergebnis. Alles andere bleibt wie so oft bei Augenwischerei und Scheindebatten.

Solche Debatten führen nur zu Ermüdungserscheinungen und im schlimmsten Falle dazu, dass man aus lauter Erschöpfung eine Akzeptanz erreicht.

Dann haben wir alles das aufgegeben, was uns hier in unserer europäischen Entwicklung einmal wichtig war.

Darüber müssen wir reden und über nichts anderes.

Nochmals, die Religion dieser unterschiedlichen Kulturauffassungen ist nur eine erschwerende Begleiterscheinung und eine zusätzliche Komponente in der so völlig anderen Gesellschaft, die sich hier neu etablieren will.

Wenn man diesen überaus wichtigen Punkt nicht in die Gespräche mit einbringt, kann man Frau Merkel und Herrn Seehofer schlicht unterstellen, sie bedienen sich eines bösen Populismus der keinem hilft, sondern so unser Land zerbrechen lässt.

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*) Michael Dunkel ist ein rheinischer, polyglotter Liberalkonservativer und Literat sowie ständiger Autor bei conservo.
www.conservo.wordpress.com     25.03.2018

Von conservo

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