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Von Peter Helmes

Die mutigen Damen vom „Frauenbündnis“ – oder das Beispiel der Lysistrata

Es ist eigentlich nicht meine Ausdrucksweise, aber hier unterbreche ich ´mal meine mir selbst auferlegte Konvention: Haben wir Männer keine Eier mehr? Ist unser Mut in die Hose gerutscht. Oder schieben wir unsere Frauen an die Front, weil wir selbst zu feige sind?

Lysistrata

Wie auch immer, die „lustigen Weiber von Windsor Kandel“ machen uns Männern vor, wie man die Politik, wie man die Republik aufmischt.

Zur Erinnerung eine kleiner Ausflug in die Geschichte: Lysistrata, die „Heeresauflöserin“, gehört zu den bekanntesten Komödien des griechischen Dichters Aristophanes. Sie wurde von ihm im Frühjahr 411 v. Chr. uraufgeführt und handelt vom Kampf einiger Frauen gegen die Männer als Verursacher von Krieg und den damit verbundenen Leiden. Getragen von dieser Erkenntnis verschwören sich die Frauen Athens und Spartas, um den Frieden zu erzwingen. Sie besetzen unter Führung der Titelheldin Lysistrata die Akropolis und verweigern sich fortan sexuell gegenüber ihren Gatten. In Sparta geschieht ähnliches. Und letztlich hatten die Frauen Erfolg…

„Männer, schützen wir unsere Frauen!“

Nun will ich hier die Aktivistinnen vom Frauenbündnis nicht zum Liebesboykott gegen ihre Männer aufrufen, aber ein sanfter Tritt in deren Allerwertesten wäre schon ein Fortschritt. Das Frauenbündnis hat erkannt, daß Schimpfen allein nicht zum Erfolg reicht. Sie demonstrieren. Das Beispiel ist ansteckend, und in vielen anderen Städten geschieht Ähnliches.

Wenn es jetzt noch eine Initiative „Männer gegen sexuelle Gewalt“ und „Unsere Männer schützen unsere Frauen“ gäbe, wäre das Bild „rund“. Na ja, kann ja noch kommen.

Jedenfalls ist die Herausforderung groß. Mitmachen ist wichtig. Auch vermeintlich kleine Aktivitäten helfen, und sie helfen auch, Bewußtsein zu schaffen! Ganz wichtig!

Das Frauenbündnis, das regelmäßig einmal im Monat demonstriert – siehe https://www.conservo.blog/2018/04/21/mitmachen-beim-frauenbuendnis-die-demos-gehen-weiter-deutschland-wird-wach/ – , hat mit seinen Demonstrationen bundesweite Aufmerksamkeit und Anerkennung gefunden.

Der Kampf lohnt sich! „Feigheit vor dem Feind“ war gestern, heute wird gekämpft! Ohne Waffen – aber nicht wehrlos.

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Lesen Sie, was das Frauenbündnis über verbissenen Widerstand gegen seine Aufklärungsaktionen erlebt:

„Liebe Mitstreiter, liebe Pressevertreter,

eine Aktivistin legt seit 3 Jahren in einem reichen, fast rein deutschen, hochgentrifizierten Stadtteil aufklärerische Flyer zur Islamisierung, illegalen Migration, der Kopftuchfrage, zur Grenzschließung etc. aus. Auch Aufkleber, die rückstandslos entfernt werden können, werden zu den gleichen Themen geklebt.

Die Informationen sind dazu gedacht, den Nebel der allgegenwärtigen Propaganda zu durchdringen und den Menschen andere Gedanken aufzuzeigen. Vermutlich deshalb wird manches Material binnen Minuten entfernt. Die Kontrolle scheint allgegenwärtig, und man fühlt sich erinnert an die Zeit der Blockwarte und der Bücherverbrennungen.

Die Aktivistin durfte mithören, wie eine der Studentinnen, die regelmäßig das Material entfernt, ältere Damen an einem Cafétisch dazu aufforderte, einen Infokasten aufmerksam zu überwachen. Dies rief allerdings eine unverbindliche Reaktion hervor, da die Damen eher bodenständig sind.

Einzig das Aufklärungsmaterial wird regelmäßig entfernt, zerkratzt, übermalt und jüngst auch mit Lackfarbe übersprüht.

Die Urheber in diesem speziellen Fall sind Studentinnen. Den Abschluss bildet ein Schreiben (siehe Anhang) der Aktivistin, dass sie in die Infobox hing sowie in die Briefkästen der Studentinnen, des Ordnungsamts und des Stadtteilvereins gab. Das Schreiben war am nächsten Tag wieder weg.

Hier sind einige Photos von Aufklebern in dem Informationskasten, der von der Allgemeinheit(!) für alle möglichen Zwecke genutzt wird. Hier wird also nicht fremdes Eigentum angetastet.

Herzliche Grüße vom Frauenbündnis

https://www.facebook.com/DasFrauenbuendnis/ , https://mobile.twitter.com/frauenbuendnis , das-Frauenbuendnis@mailbox.org

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Reaktion des Frauenbündnisses

„An die Mitglieder des Stadtteilvereins und die Bewohner der Strasse xy, die Aufkleber zur “Remigration“ der illegal eingewanderten Migranten sowie zur Grenzschließung als „rechte Hetze“ bezeichnen. Sie unterstellen, dass man „Unfrieden schafft“ und fühlen sich daher berufen, Plakate, Flyer und Aufkleber von Andersdenkenden zu entfernen, zu übermalen, zu zerkratzen und sogar mit Farbe zu übersprühen:

  1. Wer legt fest, wozu dieser Infokasten zu verwenden ist? Nur Kultur? Weshalb gibt es dann Wohnungsgesuche und Jobgesuche, die nicht entfernt werden?
  2. Wer finanziert Ihre Wohnung und Ihr Studium? Sie selbst oder Ihre Eltern? Pflegen Sie Ihre Eltern oder lassen Sie sie pflegen, damit Sie sich selbst verwirklichen können?
  3. Ist Ihnen bewußt, dass Sie in einem reichen, gentrifzierten, fast rein deutschen Stadtteil leben, aus dem die Ärmeren durch die hohen Mieten vertrieben wurden?
  4. Ist Ihnen bewußt, dass Afrikaner für Ihre Toleranzaktionen und Eine-Welt-Läden nur ein mitleidiges Lächeln übrig haben und Sie damit außer Selbstbeweihräucherung nichts bewirken?
  5. Wenn Sie gegen „rechte Hetze“ sind, warum tun Sie nicht wirklich etwas für die Migranten und nehmen sie bei sich in ihre Wohnung auf und finanzieren sie auf eigene Kosten? Oder helfen Sie lieber aus der Ferne und ziehen sich dann wieder in Ihren kleinen, sicheren Stadtteil zurück und backen Eierkuchen?
  6. Sie wollen keinen „Unfrieden“ – im Klartext, Sie wollen weiter Bullerbü spielen. Ihren Frieden hier erkaufen Sie sich dadurch, dass Sie sich ein sicheres Viertel leisten können, in dem wir uns alle lieb haben. Dennoch bleibt es ein teures Reservat für Reiche – und dies auf Kosten der Ärmeren.
  7. Wenn es Ihnen ernst ist mit dem Frieden und dem Kampf gegen „rechte Hetze“, weshalb ziehen Sie dann nicht hoch in den xy, wo Multikulti hautnah erlebbar ist? Warum nicht nach Mannheim? Warum bleiben Sie hier in einem rein deutschen Viertel? Um sich mit Ihren Freunden beim netten Italiener auf einen teuren Latte zu treffen, um über die Weltverbesserung zu schwadronieren?
  8. Wissen Sie eigentlich, wie hochmütig es ist, von Menschen zusätzliche Steuern, Solidarität und Toleranz einzufordern, die 400 Euro-Jobs haben und tagtäglich in Migrantenvierteln um Wohnraum und Arbeit konkurrieren müssen?
  9. Und an die rothaarige Dame: Wissen Sie, dass Frauen, die eine andere Haarfarbe hatten, noch vor 400 Jahren als Hexen verfolgt wurden? Sie tun das Gleiche, indem Sie Menschen, die eine andere Meinung haben, verfolgen.“

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conservo wünscht dem Frauenbündnis weiterhin viel Erfolg!www.conservo.wordpress.com   24.04.2018

Von conservo

Conservo-Redaktion