Was ist systemrelevant, was entbehrlich?

(www.conservo.wordpress.com)

von altmod *)

Eine kritische Berufsschau

Welche Berufe fallen uns spontan ein, unter dem Aspekt der gegenwärtigen „pandemischen Krise“ – Berufe, die uns unentbehrlich erscheinen?
Ärzte, Pflegepersonal, Viren- und Arzneimittelforscher, Verkaufspersonal im Lebensmittelhandel, Apotheker, Landwirte, Post- und Versorgungsdienste, Handwerker, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst!

Nicht vorkommen bei dieser Erwägung – zumindest bei mir: z.B. Journalisten, Sportler, Schauspieler, Models, Geisteswissenschaftler jeglicher Provenienz, Anwälte, Banker, Betriebswirtschaftler.

Jeder mag diese Aufzählung noch aus seiner Sicht ausbauen, aber ganz gewiss gibt es Berufe, die man überhaupt nicht entbehren möchte, auch nicht in normalen oder „Friedens-Zeiten“.Apropos Friedenszeiten: In den kritischsten Zeiten, welche z.B. unser Volk zuletzt erdulden musste, wie in den letzten Jahren des Weltkriegs II, waren z.B. Virologen oder Arzneimittelforscher wohl vielleicht nicht so wichtig. Aber es ist ja nicht so, dass das Leben damals ganz auf „zero“ gefahren worden war und die Industrie produzierte trotz Bombenterror in erstaunlicher Masse „kriegswichtige“ Güter: Panzer, Bomben, Fahrzeuge, U-Boote, Gewehre und Kanonen. Das war für die Kriegsparteien gewissermaßen „systemrelevant“. Restaurants, Läden, Kinos, Theater, Friseursalons – auch alles das war offen, wurde also irgendwie auch als „systemrelevant angesehen.

Die „systemrelevanten Berufe“ 2021

Die Berliner Senatsverwaltung hat, um vordergründig den Anforderungen aus dem Seuchengesetz zu genügen, eine Liste „systemrelevanter Berufe“ herausgebracht, die man auch hier findet:

* Beschäftigte der Energie- und Wasserversorgung
• Beschäftigte in der Lebensmittelversorgung und des Lebensmittelhandels
• Beschäftigte der Informationstechnik und Telekomunikation
• Beschäftigte in der medizinischen Versorgung
• Beschäftige der Arzneimittelproduktion
• Mitarbeiter in Pflege, Laboren und in der Hygiene
• Mitarbeiter von Forschung und Entwicklung in der Medizin
• Mitarbeiter in der frühkindlichen Bildung
• Mitarbeiter in Lehre und Forschung (Universitäten)
• Bankangestellte, die die Versorgung aufrechterhalten
• Mitarbeiter von Versicherungen und Versorgungskassen
• Mitarbeiter der Luftfahrt, Binnenschifffahrt, Schienenverkehr, Straßenverkehr, Logistik
• Mitarbeiter von Brief-, Paket-, Express- und Kurierdiensten
• Mitarbeiter von Medienunternehmen (Journalisten)
• Mitarbeiter der Abfallwirtschaft
• Mitarbeiter der Exekutive (z. B. Polizei), Legislative (Parlament), Judikative (Vollzug)
• Mitarbeiter von Handwerkernotdiensten oder Beratungsstellen

Ich nehme dies einmal unter die Lupe – von unten nach oben gehend.

– Handwerkerleistungen werden nur im Sinne von „Notdiensten“ als wichtig erachtet. Nix Wohnung streichen lassen o.ä.?

– Beratungsstellen wofür? Werden wir nicht schon rund um die Uhr „beraten“ vom RKI, den Herren Drosten und Spahn, mittels Extrasendungen und Zeitungen, einschließlich der Apotheken-Rundschau – wenn man es sich denn gefallen läßt.

– Mitarbeiter der Exekutive = Polizei wünscht man sich besonders in der Krise. Die oberste Staatsgewalt: um Renitenz gegen das Verordnete schon im Keim zu ersticken, um verspätete Heimkehrer oder -Fahrer zu kontrollieren, Rentner von Parkbänken zu verjagen, verpetzte Home-Partys aufzulösen. Sogar der Bürger möchte schon mal einen Schupo in alter Prägung sehen, unabhängig von Corona-Dekreten: am Bahnhofsvorplatz oder patrouillierend im nächtlichen Park, nicht nur im Falle von Berlin bei den Drogenumschlagplätzen im öffentlichen Raum, beim Zugriff gegen linke, rechte und fremdländische Chaoten, die ganze Stadtviertel mit Spektakel und Nötigung überziehen.

– Mitarbeiter oder Angehörige der Legislative – wenn sie denn nur ihr verfassungsgemäß gebotene Funktion wahrnehmen würden: auch der Exekutive mal in den Arm zu fallen, diese zu kontrollieren und nicht tumb deren Verfügungen abzusegnen. Wenn Parlamentsabgeordnete ihr eigentliches und auch unabhängig gebotenes Mandat nicht ausüben: überflüssig und nicht systemrelevant!

– Mitarbeiter der Abfallwirtschaft – „Dullenramer“ wie der Nürnberger sagt – braucht es schon, wenn die gelbe Tonne vom Einweg-Verpackungsmüll überquillt und das Zeug muss ja verbrannt oder ins Ausland verschickt werden.

– Mitarbeiter von Medienunternehmen = Journalisten sind überwiegend „systemrelevant“ für die Staatsorgane, um deren Bekanntmachungen und Dekrete dem Volk zu verkaufen. Nicht umsonst war das Propagandaministerium von Goebbels unter den Nazi die wichtigste, da System-erhaltende Institution.

– Mitarbeiter von Brief-, Paket-, Express- und Kurierdiensten haben in allen Situationen eine relevante Funktion. Wer bringt die bei Amazon, Zolando etc. erstandenen nicht unbedingt lebenswichtigen Produkte, die man im Lockdown sonst nirgendwo mehr erstehen kann, ins Haus? Die Rechnungen, Bescheide usw., die dank digitaler Versorgungslücken noch als „Hardware“ ausgeliefert werden müssen. Aber auch der noch „haptische“ verfasste Brief oder Glückwunsch eines Freundes oder Angehörigen als Fühlungnahme mit einer fast verflossenen Welt.

– Mitarbeiter der Luftfahrt, Binnenschifffahrt, Schienenverkehr, Straßenverkehr, Logistik – natürlich, nur auf deren Art und Weise gelangen fast alle „Lebensmittel“ in die Verteilungseinrichtungen wie Aldi, Lidl, Edeka, von Klopapier bis zum Hähnchenschnitzel, von Schnittblumen aus Übersee bis zu Avocado und Weintrauben aus Chile. Fernfahrer sind dabei in allen Zeiten relevant.

– Sind Mitarbeiter von Versicherungen und Versorgungskassen auf jeden Fall „systemrelevant“? Nicht, wenn sie uns weiter unsinnige Versicherungen aufschwatzen wollen. Ganz persönlich halte ich inzwischen den Krankenkassen-Sachbearbeiter für überflüssig, der mir jedes Jahr einen höheren GKK-Krankenkassenbeitrag berechnet und abfordert – der bald ein Drittel meiner Rente ausmacht.

Bankangestellte, die die Versorgung aufrechterhalten: Versorgung mit Bargeld, das ist mir wichtig. Ansonsten sieht man auch in „Friedenszeiten“ kaum mehr einen Bankschwengel in den Schalterhallen – und zum Beschwatzen für eine fragwürdige Geldanlage kann ich auch auf diese Zeitgenossen verzichten.

– Mitarbeiter in Lehre und Forschung (Universitäten) braucht es in der Krise zwingend allenfalls im medizinischen Bereich. All die Geistes- und Sozialwissenschaftler könnte man jetzt freistellen, Geld sparen für Sinnvolles, die Müßiggänger an das Arbeitsamt überweisen. Für eine rot-rot-grüne Berliner Stadtregierung mögen Soziologen, Politologen, Migrations- und Genderforscher vielleicht systemrelevant sein, für die Funktionsfähigkeit und das Überleben unserer Gesellschaft und den Staat gamz gewiss nicht.

– Wieso sind nur Mitarbeiter in der frühkindlichen Bildung relevant? Kann da was versäumt werden – an früher Indoktrination und/oder Elternentwöhnung? Welche Art „frühkindlicher Bildung“ bedarf staatlicher Realisation? Ist Bildung und sind Lehrer im Grundschulbereich oder an weiterführenden Schulen weniger wichtig? Auf manche Lehrer, die sich zur Rechtfertigung von Arbeitsverweigerung hinter ihrer Gewerkschaft oder Lehrerverband verstecken, kann man bestimmt verzichten.
Forschung und Entwicklung in der Medizin scheint auch bereits im Falle des eingetretenen Desasters nicht verzichtbar.

– Aber ganz bestimmt kann auf Mitarbeiter in Pflege, in den Laboren und in der Hygiene nicht verzichtet werden. Hochgelobt vom Gesundheitsminister und den Medien als moderne Helden an der Kriegsfront gegen Corona. Doch über mündliche Anerkenntnis und scheinheiliges Sozial-Gesülze wird das wieder nicht hinausgehen. Wer weiß z.B., dass eine Altenpflegerin oder -pfleger in der Schweiz das Doppelte verdient als hierzulande? Dass andrerseits nichtsnutzige „Forscher“ und Theoretiker auch in diesem Umfeld das Zigfache nach Hause bringen! „Heldentum“ war in archaischen Zeiten meist mit dem Verlust des Lebens verbunden. Es wird heute noch mit heuchlerischer Verklärung versehen – und mit Gleichgültigkeit gegenüber den konkreten Lebens- und Verdienstverhältnissen dieser modernen „Helden“.

– Arzneimittelproduktion erscheint unentbehrlicher denn je. Würde sie denn noch umfänglicher noch im eigenen Land betrieben werden und nicht in Bangalore oder Wuhan. Einige wenige High-Tech-Hersteller im Lande werden dazu benutzt, uns Sand in die Augen zu streuen und zu verschleiern, dass Deutschland als vormals weltweit führendes Land in der Arzneimittelforschung und -Produktion hinter manches Dritte-Welt-Land abgerutscht ist.

Die beiden letztgenannten Punkte betreffen die medizinische Versorgung, sei es durch Pfleger, Ärzte, Pharmazeuten, Erzeuger von Arzneimittel und Impfstoffen und dazu will ich Wiederholungen vermeiden.
Das gilt eigentlich auch für die letzten Punkte.

– Beschäftigte der Informationstechnik und Telekomunikation braucht man wohl zu allen Zeiten. Vor allem wenn es – wie schon oben ausgeführt – um die Weiterverbreitung von Regierungsverlautbarungen – von der Angsterzeugung bis zu „Faktenchecks“ – geht. Aber natürlich möchten wir, dass unser Telefon zur persönlichen Kontaktpflege und -Austausch funktioniert. Das die Schaltung zur materiellen Weiterleitung von Bits und Bytes funktioniert, Knotenpunkte und Einspeisungsmasten angeschaltet bleiben und gewartet werden. Auch wenn eine gut gestaltet Tageszeitung über einen Austräger oder die Post verteilt und ein handgeschriebener oder getippter Brief zur Kommunikation ganz gewiss genügen könnten.

– Bei den Beschäftigten in der Lebensmittelversorgung und des Lebensmittelhandels kommen wir zur zweiten „Helden“-Gruppe gegenwärtigen Verständnis´. Früher war es die „Tante Emma“, die uns im Dorf oder Stadtquartier mit dem Lebensnotwendigsten bis hin zu kolonialen Luxuswaren versorgte. Glücklich, wer noch einen Bauern kannte, von dem er frische Eier, Milch, Gemüse oder auch mal ein Schwein erwerben konnte. Der Bauer oder „Beschäftigte in der Landwirtschaft“ kommt expressis verbis in der Berliner Relevanz-Berufe-Liste nicht vor. Der Bauer ist ja nach rot-rot-grünem Verständnis eher ein Umweltschädiger und Bienentöter als der eigentliche Erzeuger von elementarer Bedeutung von Lebensnotwendigem zum Überleben. Wie der Strom aus der Leitung kommen die Lebensmittel nach Großstadt-Verständnis von Aldi oder Lidl, unter Umständen von der „Rügenwalder Mühle“ mit all dem synthetisch erzeugten Veggie-Dreck.

– Energie- und Wasserversorgung sind zum Überleben so wichtig geworden wie die Lebensmittelversorgung. Wer holt sein Heizmaterial noch aus dem Wald oder sein Wasser vom Dorfbrunnen? Vielleicht nur solche „Spinner“, die man jetzt „Prepper“ nennt und seelenverwandt mit „Reichsbürgern“ sein müssen. Keiner will mehr in die frühen fünfziger Jahre auf dem Land oder ins vorletzte Jahrhundert zurück. Ohne Kühlschrank oder -Truhe könnten wir auch als „Prepper“ keinen Lockdown einigermaßen komfortabel überstehen. Also loben wir die Energieversorger, auch wenn der aus Wind oder Sonne erzeugte Strom manches Mal sogar unsere LED-Glühbirnen flackern läßt und wir für Strom bald soviel zahlen müssen wie für unser täglich Brot.

Entbehrliche Berufe?

Nach dieser ausführlichen Betrachtung könnte man auf eine Aufzählung von Berufen verzichten, die dir und mir als entbehrlich oder gar überflüssig erscheinen.
Journalisten, Sportler, Schauspieler, Models, Geisteswissenschaftler jeglicher Provenienz, Anwälte, Banker, Betriebswirtschaftler?

– Über Journalisten habe ich mich schon ausgelassen. Ich kann es nur noch einmal wiederholen: Wir brauchen keine Claqueure und Lügenverbreiter im Auftrag der Obrigkeit. Und davon gibt es eindeutig zu viele. Ein Personal, das sich überwiegend aus dem Lumpenproletariat der Geisteswissenschaften rekrutiert. Aus Leuten, die ein brotloses Studium der Philosophie, Soziologie, Germanistik, Betriebs-, Volks- und Geschichts-“Wissenschaften“ hinter sich gebracht haben. (Dazu noch einmal später.)

– Sportler? Wozu? Für „panem et circenses“ zur Ruhigstellung des Volkes? Als „Trainer“ und beispielgebendes Muster für ein zunehmend verfettendes, einer körperlichen Betätigung fernstehende Klientel? Brauchen wir obszön überbezahlte Lederkugeltreter, Filzball-Klopper oder geistlos Runden-drehende-Automobil-Kapazitäten? „Circenses“ sind gewiss nicht so überlebensnotwendig wie „panem“.

– Und da kommen wir zu den Schauspielern und sonstigen – ich sage mal – auch etwas „halbseidenen“ Kulturschaffenden. Schauspiel, Theater und Zirkus sind ein Urbedürfnis des Menschen. Da wollen wir gar nichts herumdeuteln. Gab es keine „professionellen“ Komödianten, Barden, Gaukler etc. hat man sich selbst beholfen, im Familien- oder Nachbarschaftskreis. Aber die Verfeinerung und Perfektionierung in der Erschaffung und Darbietung dieser Dinge gehört einfach zum Menschen als Kulturwesen dazu und so wurden Berufe daraus. Wie mit so vielen Dingen ergab sich in Zeiten des Überflusses und der aufgehobenen Not auch ein Überfluss an Nichtigem in diesem Bereich. Ich will keine Kulturschelte daraus entwickeln. Aber was wir heute an sog. Promis aus diesem Metier vorgesetzt bekommen, bzw. was sich da „entwickeln“ konnte, ist mehr als überflüssig.
Aber auf die Darbietung eines Shakespeare-Dramas in der Qualität wie von Kenneth Branagh oder Laurence Olvier oder des „Faust“ mit Gustav Gründgens geboten, möchte ich nicht verzichten, auch nicht auf eine Bach- oder Beethoven-Interpretation z.B. von Anne-Sophie Mutter, Jewgeni Kissin – pars pro toto.

All die „Comediens“ und Possenreißer, die heute die „Unterhaltungs- und Kultur-Szene“ dominieren, können für mich den nassen Tod finden oder vielleicht besser, sich zu Alten- und Krankenpflegern oder auch zu Gärtnern und „Dulenramern“ umschulen lassen.

– Gibt es etwas Überflüssigeres als diese Models, diese abgemagerten Ersatz-Kleiderständer mit künstlich aufgepeppten Visagen und krankhaften Bewegungsmustern; die nicht mal als Wichsvorlagen für pubertierende Knaben taugen? Da hat eine „Domina“ aus der Herbert-Straße in St. Pauli einen größeren Kultur- und Gesellschaftswert als diese verbogenen Gestalten aus dem Heidi-Klum-Unternehmensbereich.

—–

Und so kommen wir zum Überflüssigsten des wissenschaftlich noch so Flüssigen, den Geisteswissenschaften – nicht nur, aber besonders in Krisenzeiten.
Ich könnte mir mit dem Link auf https://www.danisch.de/blog/?s=Geisteswissenschaft alle weiteren Ausführungen sparen.
Kaum einer hat sich als Blogger so wie Hadmut Danisch mit dem Nutzen bzw. Unnutz von Geisteswissenschaften auseinandergesetzt.

H. Danisch ist Informatiker und vertritt vehement – zu Recht! – die Wichtigkeit der MINT-Fächer („Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik“) in der Forschung und Nutzung für eine fortgeschrittene und zivilisierte Menschheit. In seinen Betrachtungen verweist H. Danisch sogar einmal auf die taz, die einstens schrieb:

„Naturwissenschaftler sind in normalen Zeiten eine stille Provokation für die Mehrheitsgesellschaft, weil sie das tun, was viele wollen. Sie gehen einer sinnhaften Beschäftigung nach und pfeifen darauf, was in der gehobenen Berufswelt sonst zählt: oberflächliches Sozialprestige, Blenden, Bluffen, Geld. Sie könnten, wenn sie wollen, ihre Intelligenz problemlos in ein viel höheres Einkommen ummünzen.
Naturwissenschaftler konzentrieren sich auf einen so altmodischen Wert wie Erkenntnisinteresse. Sie wollen wissen, warum die Dinge so sind, wie sie sind, und nicht so, wie wir sie uns wünschen.“

Kaum erwartete Einsichten aus einer links-versauten Redaktionsstube!

Was steht den in unserem Lande den vernachlässigten und desavouierten Naturwissenschaften gegenüber. In einem Land, das einstmals die Höchstzahl an Nobelpreisträgern in Medizin und Naturwissenschaften hervorbrachte und weltweit für seine Ingenieurs- und Forschungsleistungen bewundert und kopiert wurde.
Wir haben in Deutschland inzwischen etwa 10mal so viele Lehrstühle für Genderwissenschaften als z.B. für Pharmakologie. Und was bringt diese „Wissenschaft“ eigentlich?

Nochmal H. Danisch in seiner unvergleichlich drastischen Art:

„Was haben die in den letzten 20 Jahren gemacht?
Stichwort Gender: Wissenschaften, besonders Medizin und Biologie (die, die uns gerade retten) aufs Übelste beschimpft, alles nur frei erfundener Unsinn böser alter Männer, um Frauen auszugrenzen, Wissenschaft gäbe es gar nicht, Qualität sei ein Mythos und sonstiger Schwachsinn der übelsten Sorte.

Die Leute sind nicht nur dumm und verlogen am äußersten Ende jeder Skala, die ich gerade in meinem Werkzeugkasten finden würde, nutzlos und schädlich sowieso, sie unterwandern mit ihrer Hirnpest auch alles von Universitäten und Politik bis zu Demokratie, Verfassung und Bundesverfassungsgericht. Wir leisten uns ein eigenes Ministerium für Frauen und Dummheit, das Millionen dafür ausgibt, Fake-Professorinnen in die Universitäten reinzukaufen, damit die von innen heraus die Naturwissenschaften angreifen, verleumden, diffamieren, sabotieren.“

Sog. Geistes-“Wissenschaftler“ dominieren das öffentliche Leben in unserer Bunten Republik: „Soziologen“, „Philosophen“, Historiker“, „Psychologen“ usw. In den Redaktionsstuben der „systemrelevanten“ Medien, und wie auch als „Volksvertreter“ in den Parlamenten oder in der Regierung. Meist mit nicht mal mit einem abgeschlossenem „Studium“ in der jeweiligen Disziplin: „eine dekadente korrupte dumme Bande rund um den Futtertrog“.

Und noch ein Phänomen: die zunehmende weibliche Dominanz in vielen Bereichen. Und wenn nicht gegeben, mit lautstarkem Geplärr nach „Geschlechtergerechtigkeit“ auftretend. Auch das ist evident.

„Völlig nutzlos, bringt uns (der Genderismus) gerade überhaupt nichts, aber eben Frauenwerk. Man wird den enormen Einfluss des Feminismus auf unsere Gesellschaft nicht leugnen können. Den Nutzen allerdings schon. Wir haben die letzten 20 Jahre, unzählige Posten und Stellen, viel Regierungsarbeit und etliche Milliarden völlig nutzlos für diesen Gender-Schwachsinn vergeudet, der sich gerade als komplett nutzlos herausstellt.

Wir haben über Jahre, ein ganzes Jahrzehnt, teils sogar mehr, das Prinzip verfolgt, dass Frau allein schon kraft ihres (gleichzeitig geleugneten) Geschlechts für Posten jeglicher Art qualifiziert sei und ohne jede Ausbildung, Berufserfahrung, Befähigung als „Quereinsteigerin” direkt auf den Posten kommen muss, weil Anforderungen und Qualität nur böses Männerwerk seien und jegliche Erwartungshaltung schließlich frauenausgrenzend und damit zu unterlassen sei. Man gefiel sich darin, in einer wirtschaftlichen Schönwetterphase das eigene Tun, Schaffen und Können darauf zu beschränken, den Pay Gap zu beklagen und gleiche Bezahlung einzufordern, sich aufs Fordern und Kassieren zu beschränken“.

Der Genderismus ist symptomatisch für die Degeneration unseres gesellschaftlichen und politischen Systems – und für unsere hinfällige Zukunftsfähigkeit. Symptomatisch sind nicht nur das „in-den-Vordergrund-Stellen“ und die Förderung besonders Schnatter-fähiger, gleichwohl inkompetenter Frauenspersonen in der „publikativen Gewalt“, in der Politik und vor allem im „Kulturbetrieb“. Die Flutung all dieser Bereiche mit sog. Abiturient*innen und daraus erwachsenen „Akademiker*innen“, die nicht mal mehr unsere Sprache und vielleicht nicht mal mehr die Grundrechnungsarten noch beherrschen.

Muss ich jetzt noch auf solche Filialen der Geisteswissenschaften wie Betriebswirtschaft- und Juristerei eingehen?

Wer mag mir widersprechen: Wir haben für die Bewältigung jeglicher Krisen – wie auch des normalen Lebens – inzwischen ein Übergewicht an unnützen Theoretikern und einen Mangel an Praktikern; ein Übergewicht an ideologisch geprägten Spinnern und Utopisten und eine große Lücke an Handwerkern und praktisch orientierten Ingenieuren und Technikern.

Unnütze Selbstdarsteller werden unvergleichlich besser bezahlt und gewürdigt als Personen in der für das Existieren und Überleben notwendigen Elementar-Versorgung, wie z.B. Pfleger und Schwestern, solide Landwirte oder Bauern. Und Müll-Männer (ohne Gender-Stern, denn Frauen gibt es da nicht) und andere Handwerker oder „Dienstleister“, die nicht viel Aufhebens von sich machen wollen und einfach ihrer Arbeit nachgehen: um das Ganze am Laufen zu halten, anderen zu helfen und damit ihrem Beruf oder „Berufung“ zu folgen.

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*) Blogger „altmod“ (http://altmod.de/) ist Facharzt und seit Beginn Kolumnist bei conservo

www.conservo.wordpress.com    25.01.2021
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