Der 11. September 2001

Ein Auslöser für Mythen und Beschwichtigungslügen über den Islam

(www.conservo.wordpress.com)

Von altmod *)

Drei Frauen – abgeschlachtet am 25.06.2021 durch einen sogenannten somalischen “Flüchtling”

Vor 20 Jahren erfolgte der bisher umfangreichste und folgenreichste Terroranschlag von Muslimen. Danach kam es zu weiteren schweren Anschlägen vor allem in europäischen Metropolen:

  • Am 11. März 2004 führten Muslime insgesamt 10 Anschläge auf Züge in Madrid aus.  191 Menschen starben und 2051 wurden verletzt.
  • Am 7. Juli 2005 erfolgte in London eine Serie von islamischen Selbstmordattentaten in London. Innerhalb kurzer Zeit kam es zu insgesamt vier Explosionen, ausgelöst durch Bombenträger in drei U-Bahn-Zügen und einem Doppeldeckerbus. Dabei wurden 56 Menschen getötet und über 700 verletzt.
  • Am 7. Januar 2015 muslimischer Anschlag in Paris auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift „Charlie hebdo“ mit 12 Toten.
  • Am 13. November 2015 töteten muslimische Attentäter 130 Menschen in Paris und dem Vorort Saint Denis.
  • Am 22. März 2016 Selbstmordattentate in Brüssel, die am Flughafen Brüssel-Zaventem (Provinz Flämisch-Brabant in Flandern) sowie in der Brüsseler Innenstadt (Region Brüssel-Hauptstadt) verübt wurden und 32 Tote forderten.
  • Am 14. Juli 2016 fuhr ein muslimischer Attentäter auf der Promenade des Anglais in Nizza mit einem Lkw durch eine Menschenmenge. Dabei tötete er 86 Personen; mehr als 400 wurden zum Teil schwer verletzt.
  • Am 19. Dezember 2016 fuhr ein muslimischer Attentäter einen Sattelzug in eine Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. 11 Menschen starben.
  • Am 22. Mai 2017, Manchester sprengt sich der polizeibekannte Salman Abedi nach einem Popkonzert in die Luft. Er tötet 23 Menschen und verletzt knapp 120.

Das ist nur der Ausschnitt mit den größten Opferzahlen von zahlreichen weiteren Attentaten mit religiös-islamischen Hintergrund in Europa bis heute.


Eine Jahreszahl darf dabei nicht ausgeklammert werden: 2015, als Bundeskanzlerin Merkel die Grenzen für den Zustrom muslimischer potentieller Attentäter nach Deutschland und Europa aufmachen ließ.

Wer den muslimischen Terror als Gefahr für uns er Zivilisation und Lebenswelten leugnet und und politisch verharmlosen möchte (der „Kampf gegen Rechts“ hat für die politische Klasse offensichtlich eine größere Bedeutung) ist ein Schwindler und politischer Verbrecher.

Die „Mythen“ über den muslimischen Terrorismus

Als Ursache für den sich steigernden Terror werden verschiedene Mythen vorgebracht. Mythen, da sie einer rationalen Nachprüfung nicht standhalten.

Mythos 1: Terrorismus hat nichts mit dem Islam zu tun.

Und er ist der unangebrachteste. Auch wenn unzählige journalistische und „wissenschaftliche“ Ausarbeitungen in und aus unserer permissiven Gesellschaft dies gerne widerlegen möchten.
Der Islam ist nicht nur „Religion“, er ist eine politische Ideologie. Nicht nur „Islamisten“ wollen einen oder mehrere islamische Staaten errichten und dort ihre Interpretation des islamischen Rechts, der Scharia, anwenden und das Ziel mit Gewalt erreichen: in einem bewaffneten Kampf, den sie als Heiligen Krieg bezeichnen, als Dschihad. Als die „Muslimbrüder“ Anfang bzw. Mitte des 20. Jahrhunderts und verwandte Organisationen in ihrem Bemühen scheiterten, die Macht in den Staaten der islamischen und arabischen Welt zu übernehmen, entschieden sich vor allem junge Männer seit den siebziger Jahren für die ausschließlich gewaltsame Vorgehensweise. Das brachte die Salafisten in die Spur.

Diese wollen wie alle die Dschihadisten einen Staat nach dem Vorbild von Mekka und Medina zur Zeit des Propheten Mohammed errichten. Es hilft nicht, immer wieder zu wiederholen, dass „die Terroristen die Religion instrumentalisieren“ oder „missbrauchen“. Es sind gläubige Muslime, die überzeugt sind, dass ihre Gewalttaten ein Gottesdienst sind. Und sie haben ihre Sympathien bei den meisten Muslimen weltweit.

Mythos 2: Schuld am islamistischen Terror sei die Politik des Westens.

Es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass Interventionen nach dem 11. September 2001 dazu beigetragen haben, viele Muslime, vor allem die jungen Männer des „Youth Bulg“ in vielen Ländern davon zu überzeugen, dass vor allem der Westen einen Krieg gegen den Islam führen. Man sprach von einem neuen „Kreuzzug“. Gewiss erhielten die Dschihadisten dadurch immer neue Rekrutierungspools. Insbesondere der Irak-Krieg der USA 2003, der dazu noch auf Lügen und erfunden Massenbedrohungs-Szenarien beruhte, hatte katastrophale Auswirkungen auf die Stabilität im Nahen Osten und war bestimmt ein Grund für den Aufstieg des IS. Man sollte aber zuvorderst bedenken, dass die Entstehung großer und beinahe weltumspannender terroristischer Netz­werke ohne die parallele Entwicklung einer aus sich heraus attraktiven Ideologie – des Islam an sich – nicht möglich gewesen wäre. Die vom Westen angezettelten Kriege und die dschihadistische Ideologie stehen in einer Wechselwirkung; die Ideologie des (politischen) Islam ist aber der weitaus wichtigere Faktor. Als der IS tatsächlich ein staatsähnliches Gebilde erobert und ein Kalifat ausgerufen hatte machten sich Tausende neuer Rekruten, unter ihnen auch zahlreiche Frauen, auf den Weg nach Syrien, um sich dem anzuschließen. Es ging nicht nur um den Sturz des Assad-Regimes, denn dann hätte man auch der Nusra-Front und zahlreichen kleineren Organisationen beitreten können, die damals große Erfolge vorweisen konnten.

Mythos 3: der israelisch-palästinensische Konflikt ist die Ursache des islamischen Terrorismus.

Diese These war schon in den siebziger Jahren falsch, dass der so genannte Nahost-Konflikt die wichtigste Ursache des islamistischen Terrors sei, war schon in den siebziger Jahren falsch. Es ist ein beliebtes Argument, dass ausländische Interventionen Terrorismus verursachten. Besonders in Deutschland heißt es oft, der israelisch-palästinensische Konflikt sei der Schlüssel- oder Kernkonflikt im Nahen Osten. So entsteht der Eindruck, man müsse nur diese Auseinandersetzung lösen, damit sich die Situation in der gesamten Region verbessere und den islamistischen Terroristen der Nährboden geraubt werde.

Nach Beginn der mit Hilfe des Westens (USA, Frankreich, UK) angezettelten Bürgerkriege in Syrien, Libyen und dem Jemen, infolge des euphemistisch genannten „arabischen Frühlings von 2011“ zeigt sich, dass nicht Israel für den Nahen Osten das größte Problem sei, die These von der zentralen Bedeutung des israelisch-palästinensischen Konflikts wird angesichts der Auswirkungen dieser spezifischen Auseinandersetzungen im Grunde immer absurder.

Mit diesen Kriegen wurde der sogenannte „Islamische Staat“ (IS) als wichtigster Antipode nach oben gespült. Der IS bediente den nicht nur unter Salafisten verbreiteten Wunsch, in einem „islamischen Staat“ zu leben und dafür zu kämpfen, wie das der Prophet Mohammed und seine Gefährten im 7. Jahrhundert getan hatte.

Mythos 4: mangelnde Integration ist die Ursache des Terrorismus in Europa

In unserer linksgeprägten Wissenschaftsszene, Politik und Öffentlichkeit werden vor allem soziale und vielleicht wirtschaftliche Hintergründe häufig für wichtiger erachtet, als ideologische und religiöse Motivation. Für die verweichlichten und moralisch aufgeladenen Deutschen und Europäer ist es offensichtlich unverständlich, dass allein eine auf mehr oder weniger extremistischer Islaminterpretation basierende Weltanschauung junge Leute in den Krieg treibt.

Integrationsprobleme betreffen in Deutschland Hunderttausende junger Menschen – aus fremdem wie aus eigenem Kulturkreis. „Die Zahl der Salafisten bei uns liegt zwischen 10 000 und 20 000, die der Dschihadisten zwischen 1000 und 2000. Träfe die Integrationsthese zu, wäre eine deutlich höhere Zahl zu erwarten.“

Es gibt sehr viele Gegenbeispiele von gut ausgebildeten jungen Männern und Frauen, die aus ideologischen oder persönlichen Gründen Terroristen werden. Die Terroristen vom 11.9. waren überwiegend gebildete und nicht nur in ihrem „akademischen Milieu“ durchaus integrierte junge Männer.

Ein Blick auf Belgien: Marokkaner und marokkanischstämmige junge Menschen den Dschihadisten schließen sich vorwiegend den Dshihadisten an. Marokkaner sind in Belgien neben Türken die größte Migrantengruppe. Sie unterscheiden sich darin, dass sie deutlich besser „integriert“ sind als die Türken. „Deren Probleme beginnen mit der Sprache, die die meisten marokkanischen Einwanderer schon aus ihrem ursprünglichen Heimatland kennen. Die Bildungschancen der Türken sind deutlich schlechter. Dennoch stammen fast alle Dschihadisten in Belgien aus Marokko.“

Der Dschihadismus des IS und von Al Kaida ist eine stark arabisch geprägte Ideologie, die zwar in wachsendem Maße Eingang in den türkischen Kulturkreis findet, aber für Araber besonders überzeugend und attraktiv zu sein scheint. Insofern ist es ein zusätzliches Gefahrenmoment, gerade arabisch-stämmigen oder den davon dominierten Volksgruppen (auch Afghanen gehören inzwischen dazu) unkritisch Zugang in unserem Lebensbereich zu gewähren.

Mangelnde Integration als Ursache des islamistischen Terrorismus ist nicht nur weit überbewertet, es geht am grundsätzlichen Problem vorbei.

Wir erinnern uns, wie in den muslimischen Ländern die Terrorakte nicht nur vom 11. September gefeiert wurden. Die muslimischen „Kommunitäten“ in Deutschland und Europa zeigten damals wie bei allen nachfolgenden Terrorakten ein unüberhörbares Schweigen, das auf nichts anderes als auf eine mehr oder weniger „klammheimliche“ Zustimmung schließen lassen muss. Nach dem Anschlag auf die Charlie-Hebdo-Redaktion sabotierten muslimische Schüler in Hunderten französischen Schulen die Schweigeminute für die Opfer. Ein vertraulicher Behördenbericht, den die Zeitung Le Parisien veröffentlichte, beschrieb schier unglaubliche Szenen: Trauerplakate wurden zerrissen, Lehrer mit dem Tod bedroht und die Gedenkminute mit „Allahu Akbar“-Rufen gestört. So extrem hat man es in Deutschland nicht wahrgenommen, das Verhalten z.B. vieler Vertreter des Zentralrats der Muslime bei den Anschlägen auch hierzulande, kann aber in keinem anderen Kontext gesehen werden.


Die bei uns gern bemühte Trennung zwischen einem religiösen und einem politischen Islamismus existiert im Islam nicht. Das ist eine Tatsache. Und diese Trennung ist auch nicht integriert in das Verständnis der vorhandenen und hiesig angekommenen Muslime.

Der bekannte und renommierte Forscher und Propagandist eines „Euro-Islam“ Bassam Tibi hat schon vor geraumer Zeit die Segel gestrichen. Er konnte sich innerhalb der Moslemgemeinde nicht durchsetzen: „Ich kapituliere. Der Kopftuch-Islam hat den Euro-Islam besiegt. Ich würde sagen, fünf bis 10 Prozent, aber nicht mehr als 10 Prozent der Muslime, die ich kenne, die ich beobachte, sie leben europäisch, auch als Bürger, deutsche Bürger des Herzens. Aber die Mehrheit nicht“, schrieb der Politikwissenschaftler frustriert im Magazin Cicero.

Aber es gibt nichtsdestotrotz politisch Blinde und Unbelehrbare. Heribert Prantl ein deutscher Spitzenjournalist (SZ) nach dem Attentat von Würzburg: https://www.sueddeutsche.de/politik/attentat-von-wuerzburg-trauer-darf-nicht-zu-hass-werden-1.5340238

Resultat aus „Nine-Eleven“

Der Zustrom von Muslimen nach Europa, in unser „Abendland“ muss gestoppt werden.
Der mit der Aufnahme von „Flüchtlingen“ und sonstigen Migranten verbundene Humanitarismus ist der Todesstoß für unsere christlich geprägte und philanthropische Kultur und Lebensweise.

Muslime sind nicht in derart unser Wertesystem integrierbar, dass damit in der Zukunft unsere Kultur und Lebensart erhalten bleiben kann. Das Beispiel des türkischen Unternehmers, Handwerkers oder Gemüsehändlers, des syrischen Arztes oder eines „Kunstschaffenden“ etc. in der Nachbarschaft widerlegt die Erfahrung der Nichtintegrierbarkeit von Muslimen nicht.

Die Muslime werden zweifelsohne den „demographischen Sieg“ über unsere kulturellen wie ethnischen Prägungen auch in Mitteleuropa davontragen.
Es muss nicht nur der Zustrom, sondern auch die materiellen wie sozialen Alimentierungen der Kommenden und bereits Zugeströmten beschnitten werden.

Das bedeutet, dass die teils übergroße Vorsicht bei repressiven Maßnahmen, nicht nur gegen den Terrorismus, auch gegen den Zustrom an weiteren Muslimen fehl am Platze ist.

Es müssen präventive Maßnahmen, sofern sie noch nützen sollen, stärker auf die Bekämpfung der religiös-ideologischen Grundlagen abzielen.
Politiker und Parteien, die dem nicht Einhalt gebieten wollen, sind als Verbrecher an unserer Kultur, Lebensweise und unserem Leben überhaupt dingfest bzu machen.

Das sind die Lehren aus den Ereignissen vor 20 Jahren – aber eigentlich nicht erst seit diesem Datum.

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*) Blogger „altmod“ (http://altmod.de/) ist Facharzt und seit vielen Jahren Kolumnist bei conservo

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