Warum Merkel und ihre Medien eine Mitschuld am Asyldrama haben

Thomas Böhm
Thomas Böhm

Von Thomas Böhm *)

Das klingt zwar recht makaber, aber entspricht der Wahrheit. Wenn Merkel & Co weiterhin so planlos und verantwortungslos mit der Asylproblematik umgehen, wird hier bald die GANZE Hütte brennen, gerät die verfahrene Situation gänzlich außer Kontrolle.

Für unsere Politiker sind die Flüchtlinge nichts weiter als eine „entfernte“ Menschenmasse, die von kriminellen Schleusern, tot oder lebendig, nach Deutschland geschickt wird und die man mit Hilfe der geldgierigen Asylmafia nach Belieben hierhin und dorthin verschieben kann. Die Folgen, die Konsequenzen, die ganzen Probleme, die diese menschenverachtende Politik mit sich bringt, müssen die Bürger alleine bewältigen und bezahlen sowieso.

Die meisten Verantwortlichen wissen überhaupt nicht, was es bedeutet, Flüchtlinge bei sich (also in der Nachbarschaft, in der Gemeinde oder Kommune) aufzunehmen. Auf ihrem Weg von der Villa im Dienstwagen zum Büro oder Abgeordnetenhaus sehen die Flüchtlinge für unsere Herrschaften, wenn sie mal den Zebrastreifen überqueren, hinter den getönten Scheiben alle gleich aus und mir ist nicht bekannt, dass auch nur ein einziger Politiker eine Flüchtlingsfamilie einen Tag bei sich im Vorgarten beherbergt und beköstigt hat.

Von den Bürgern aber, die fortan und wohl für alle Zeiten mit den „Flüchtlingen“ leben müssen, wird erwartet, dass sie alles still und brav verdauen, was ihnen Politik und Medien vorkauen.

Von den Bürgern aber, deren unmittelbares gesellschaftliches und kulturelles Umfeld sich durch die Flüchtlinge von heute auf morgen ändert und die berechtigterweise zumindest verunsichert sind, wird erwartet, dass sie die Klappe halten und weiterhin ihre Brieftasche und Haustüren öffnen.

Zugegeben, mit Streichhölzern zu spielen oder dumpfe Parolen zu brüllen, bringt nichts und trifft – wie immer die Falschen und nicht die Verantwortlichen.

Wer sich mit Gewalt gegen Asylantenheime zu Wehr setzt, um seinen Frust abzubauen, oder seiner Wut gegenüber den politischen Verhältnissen ein Ventil zu verschaffen, begibt sich auf das primitive Niveau der Linken. Sie sind es, die ihrem Hass auf den Staat freien Lauf lassen und sich an den unschuldigen „Geschöpfen“ dieser Welt wie Müllcontainern, Schaufensterscheiben, Polizeiautos mit den darinsitzenden Polizisten und politischen Gegnern abreagieren.

Aber man sollte zumindest Verständnis zeigen gegenüber der Verzweiflung vieler Bürger, die auf die Straße gehen und friedlich protestieren, ob dieses schuldkomplexbeladenen Asylirrsinns, statt die Alleingelassenen noch zusätzlich zu reizen, in dem man sie ins Naziloch rammt.

Wenn zwei so unterschiedliche Kulturen und Gesellschaftsformen unvorbereitet und ungebremst aufeinanderprallen, wie es in vielen Gemeinden und Bezirken der Großstädte durch die „Flutung von Flüchtlingen“ (BILD, 16.4.2015) der Fall ist, kommt es unweigerlich zu Konflikten, die auch schnell in Konfrontationen ausarten können. Hier lediglich der Geberseite die Schuld in die Schuhe zu schieben, wie es Politik und Medien machen, ist erbärmlich und zeugt von ungeheurer Arroganz.

Keiner käme zum Beispiel auf die Idee, von einem Vegetarier zu verlangen, ein Lämmlein zu schächten, nur weil es sein Gast so gewohnt ist.

Nun ist Frühling, der Sommer ist nicht mehr weit und wir wissen, dass das, was im Augenblick passiert, erst der Anfang ist. Gute Nachrichten sprechen sich schnell und in der ganzen Welt herum. Geht es nach dem Willen der Wirtschaftsvertreter und ihrer Handlanger in der Politik, kann jeder nach Deutschland kommen, der weniger verdient, als der Durchschnittsbürger hier im Land. Keiner wird abgeschoben, kein Mensch ist illegal und Wirtschaftsflüchtlinge sind Kriegsflüchtlinge. Jeder wird ernährt, bekommt einen Handyvertrag, das Bleiberecht und ein Dach über dem Kopf. Und einen Job mit Sklavenlohn. Denn nur darum geht es.

Bei so viel von oben herab verordneter Willkommenskultur können ganz schnell mal mehrere Millionen Menschen dazukommen und irgendwann wird auch dieser Laden dicht gemacht werden müssen. Nur wer entscheidet dann, welcher Flüchtling noch aufgenommen werden darf, und welcher draußen vor der Tür bleiben muss? Wer spielt dann freiwillig den rassistischen Türsteher?

Völlig verantwortungslos und feige agieren in diesem komplizierten Asylspiel – mal wieder – unsere Medien. Fast täglich bombardieren sie uns mit Horrormeldungen aus den Asylantenheimen. Mal fackelt hier einer fremdes Eigentum ab, der nächste brät seine Pässe, um nicht abgeschoben zu werden. Einer geht im Streit mit Messern auf seinen Bettnachbarn los, rütteln Massenschlägereien an den Fundamenten eines Heimes, dann wieder begrapscht ein Asylant blonde Frauen auf der Straße, werden Christen von Muslimen bedroht, wenn sie nicht schon auf dem Mittelmeer über Bord gegangen sind.

Wehe aber, einer der Bürger findet das nicht gut und artikuliert gemeinsam mit anderen besorgten Bürgern seine Angst. Dann wird er aus den gleichen, flüchtlingsfreien Redaktionen als „Rassist, „Nazi“ und „Fremdenhasser“ gebrandmarkt.

Politik und Medien stehen in der Pflicht, die Fragen zu beantworten, die uns alle brennend interessieren:

Wie viele Asylbewerber leben mittlerweile in Deutschland?

Wie viele Anträge wurden in den letzten 10 Jahren bewilligt, wie viele abgelehnt und wie viele dieser abgelehnten Asylbewerber leben immer noch in Deutschland?

Was kostet den Steuerzahler ein Asylbewerber im Jahr inklusive aller Nebenkosten (Miete, Einrichtung, Instandhaltung, Reinigung, Verpflegung, Tele-Kommunikation, Medikamente, Arztkosten, Fahrtkosten, Bekleidung, Kultur & Unterhaltung, Wachpersonal, Betreuungspersonal, Taschengeld)?

Mit wie vielen Asylbewerbern müssen wir in den nächsten Jahren rechnen und aus welchen Ländern werden diese kommen?

Warum kommen fast ausschließlich junge Männer nach Deutschland? Sind das alles Singles? Werden die Frauen und Kinder in ihren Heimatländern als Geiseln gehalten, kümmern sie sich dort um Ackerbau und Viehzucht oder werden sie einfach ihrem Schicksal überlassen?

Wie wird aus einem Asylanten so mir nichts, dir nichts ein Einwanderer mit hoher beruflicher Qualifikation?

Warum sehen die Kriegsflüchtlinge aus Syrien und Libyen mittlerweile fast alle so aus, als ob sie aus dem Kongo, Eritrea, Sudan und Mali stammen?

Woher nimmt ein Mensch, der sozusagen am Hungertuch nagt, oder ständig in Todesangst und auf der Flucht ist, bis zu 10.000 Euro?

Kann es sein, dass die Islam-Terroristen diese Flüchtlingswellen provozieren, um Europa zu destabilisieren?

Wie hoch ist der Anteil der Muslime unter den Flüchtlingen der letzten fünf Jahre und was macht man mit den Muslimen, die auf dem Weg nach Deutschland die “christliche Konkurrenz” über Bord werfen? Heißt man die auch willkommen?

Warum verhandelt die EU nicht mit den reichen Staaten wie Saudi Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten über die Aufnahme von Flüchtlingen aus den benachbarten Krisengebieten? Damit wäre doch vielen armen und verfolgten Menschen mehr geholfen. Sie müssten keine lebensgefährlichen Reisen auf sich nehmen, der Kulturschock beim Anblick nicht schariakonform gekleideter Frauen wäre ebenfalls nicht so groß und sie würden sich in der Nähe ihrer Glaubensbrüder und Verwandten aufhalten können.

Wer verdient hier in unserem Lande wie viel an den Asylanten?

 

Ob diese Fragen jemals beantwortet werden? Eher hat man mittlerweile das Gefühl, dass die ins Nirwana abgehobenen Verantwortlichen ihr ungeliebtes Volk diesbezüglich gerne im Unklaren lassen wollen, damit sie weiter ihr trübes undurchsichtiges Süppchen kochen können.

So lange die überforderten Bürger mit Problemen, Sorgen, Fragen und weiteren vielen hunderttausend Flüchtlingen alleine gelassen werden, muss man sich nicht wundern, wenn der Unmut überkocht und da Merkel und ihre Medien weiterhin mit ihrer unverantwortlichen Haltung Öl ins Feuer gießen und die besorgten Menschen in Deutschland öffentlich als Bösewichter hinstellen, kann man ihnen zumindest als Streichholzlieferanten einen Teil der Schuld zumuten.

Deshalb fordere ich Aufklärung, Ehrlichkeit und Dialog statt Hass, Hetze, Täuschung und Verdrängung.

*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo

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