Thomas Böhm
Thomas Böhm

Von Thomas Böhm *)

Wenn die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt: „Mit dem Parteitag in Essen hat sich die AfD zur Pegida-Partei gemacht. Intoleranz, Dumpfheit und Ressentiments gegen den Islam werden nach dem Abgang von Bernd Lucke dominieren. Die alleinige Chefin Frauke Petry weiß diese Stimmungen zu nutzen…“ (http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-parteitag-ruck-nach-rechts-1.2551444) …wissen wir, dass alles gut gelaufen ist. Und tatsächlich kann man die Machtübernahme von Petry, Gauland und von Storch in der AfD als Zeichen der Hoffnung werten.

Die von den linken Medien weichgekochten Lucke, Henkel und Kölmel sind Geschichte, sie sollten ihre Mandate abgeben und zu ihrem Kerngeschäft, die Erhaltung des Systems, zurückkehren. Es schlägt die Stunde der Patrioten, mit der AfD als parlamentarischem Arm und Pegida als außerparlamentarischer Bewegung, die nun gemeinsam mit anderen Organisationen ein Bündnis eingehen müssen, deren wichtigste Aufgabe darin besteht, die vielen Millionen Nichtwähler zu mobilisieren.

Das funktioniert aber nur dann, wenn die Protagonisten ihre persönlichen Eitelkeiten und ihr unerträgliches Konkurrenzgehabe hinten anstellen, wenn marginale Differenzen beiseite geräumt werden und man sich auf das große Ganze konzentriert.

Zwei Dinge sind für die Zukunft Deutschlands entscheidend: Die Islamisierung muss aufgehalten und der illegalen Masseneinwanderung die Grenzen aufgezeigt werden. Wenn man im Zuge dieses überlebenswichtigen politischen Kampfes nebenher dem linken System eins auf die Mütze geben kann, umso besser.

Fatal wäre es, wenn Lucke, Henkel und Co. jetzt eine neue Partei gründen würden und rechts neben der CDU/CSU eine weitere Splitterpartei reindrücken sollten. Sie spielten damit Frau Merkel und ihrer linken Gefolgschaft in die Hände und man käme sogar auf die Idee so etwas wie Absicht zu vermuten.AFD

Es wird schwer werden. Politik und Medien werden nun verstärkt, vermehrt ihre einzige, gleichzeitig lächerliche, aber immer noch wirksame Trumpfkarte „NPD“ zücken und die AfD zur Schlachtbank führen, um sie dort betäubungslos zu schächten.

Aber wir haben einen dicken Hals, also müssen wir so lange dadurch, bis auch dieser billige Trick bei den Wählern nicht mehr fängt. Lassen wir endlich das System links liegen und schreiten wir gemeinsam vorwärts – und bloß Lucke dabei vergessen!

*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo

http://www.conservo.wordpress.com

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