Great reset – Scharlatanerie oder ein Masterplan?

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dieter Farwick, BrigGen a.D. und Publizist *)

Auch wenn man sich länger mit diesem Thema befasst, wird die Beantwortung dieser Frage nicht einfacher, zumal eine Machbarkeitsstudie einer anerkannten Institution nicht vorliegt.

Die Ziele des WEF mit ihrem Gründer Prof. Klaus Schwarz und dem engen Verbündeten China sind relativ klar umrissen:

Schlagworte: Weltherrschaft, neue Weltordnung durch eine „vierte industrielle Revolution“, durch eine Weltregierung, den „neuen Menschen“ – oder „Bioroboter“, den Entzug von privatem Eigentum und der Zerstörung der Nationalstaaten und deren Mittelstand. Harmonisierung der Arbeitswelt und dem neuen Menschen, dem Bioroboter mit menschlichem Antlitz.Das soll alles friedlich geschehen – mehr oder weniger – bis 2030.

Ein ambitioniertes, für heute lebende „ echte“ Menschen kaum vorstellbar, aber in Umrissen durchaus erkennbar. Ein Schlagwort ist: Umvolkung, das in den Themen „Migration“ und „Integration“ und „Brechen der Vorherrschaft des „bösen, weißen Mannes – besonders in den USA“ – bereits von entscheidender Bedeutung war. Diese Zusammenhänge drängen sich auf, wenn man danach sucht. Allerdings gibt es bislang wenig Konkretes – außer der Bewegung „Black lives matter“, die bei der Niederlage von Trump bereits eine wesentliche Rolle gespielt hat.

Was bedeutet „Umvolkung“?

In der Erkenntnis, dass man die Vorherrschaft“ des „weißen Mannes“ nicht in seinen Territorien und nicht zu seinen „Spielregeln“ brechen kann, will man durch massenhaften Zuzug anderer Ethnien und Religionen die Vorherrschaft des „weißen Mannes“ brechen. Zur Sicherheit wird man „weiße Menschen“ in freiwerdende Räume in „bunten Regionen“ in Afrika oder Asien oder Lateinamerika bringen.

Kann man den überraschenden Verzicht auf Kontrolle und Registrierung bei dem massenhaften Durchbrechen deutscher Außengrenzen am 5.September 2015 nach einer Bauchentscheidung von Kanzlerin Merkel als Vorgeschmack oder Generalprobe auf spätere Aktionen werten?

Gibt es sogar Zusammenhänge zwischen dieser Aktion Deutschlands und dem Vorantreiben der „Migrationsabkommen“ der EU und VN mit starkem Engagement der deutschen Regierung?

Die sog. “Herkunftsländer“ haben in der Vollversammlung der VN mehr als die absolute Mehrheit bei einer VN-Abstimmung. Alle Menschen dieser Welt werden das Recht erhalten, in ein Land ihrer Wahl zu gehen. Deutschland hat gute Chancen, das Reiseziel deren Wahl an vorderster Stelle zu werden. Deutsche Bürger müssen ihre eigene Wohnung oder Haus verlassen, um Platz zu machen für die Einwanderer. Die neue Bleibe im Ausland dürfte kaum deutschen Standards entsprechen.

Das bedeutet „Umvolkung“. Das WEF rechnet mit einer Milliarde. Das sind 1.000.000.000 entwurzelte Menschen.

Was sagen deutsche Politiker zu diesem Vorhaben?

Sie begrüßen und loben das WEF für seine Vision. An der Spitze prominente Christdemokraten – wie z.b. Schäuble, Merkel und von der Leyen.

Sehen die nicht die Diskrepanz zwischen diesem größenwahnsinnige Projekt und ihrem Amtseid?

Dieser lautet:

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde, so wahr mir Gott helfe.“

Angesichts der Zustimmung zu „Great reset“ klingt das wie blanker Hohn. Die Verletzung des Amtseides ist in Deutschland keine Straftat – leider.

Als Berufssoldaten haben wir den Eid zur moralischen, politischen und ethnischen Grundlage unseres Berufes gemacht. Es war undenkbar, den Eid zu verletzen, ohne die sofortige Entlassung aus dem Dienst zu beantragen. Es war eine Frage der Ehre.

Haben diese Politiker keine Ehre?

Es gab einmal den „ehrbaren Kaufmann“. Und heute?

Warum beteiligen sich große Konzerne und Großbanken in Deutschland an diesem Verbrechen?

Nach eigenen Angaben hat das WEF 1007 Mitgliedsorganisationen, die das WEF mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden großzügig unterstützen.

Sie werden – wie Privatpersonen – enteignet.

Wer übernimmt die Führung komplexer Unternehmen sowie kleiner und mittlerer Unternehmen?

Funktionäre und WEF-Apparatschiks.

Die Großindustrie und Hochfinanz – aber auch die Kirchen – haben auch in Deutschland hinsichtlich ihrer Loyalität gegenüber Staat und Gesellschaft keinen guten Ruf.

Über ihren Zahlen vergessen sie zu häufig, dass es Menschen sind, die mit ihrer Arbeit Wohlstand schaffen.

Glauben die bisherigen Eigentümer, dass die „neue Weltordnung“ ihnen eine Sonderrolle mit Sonderkonditionen einräumt? Sie werden sich täuschen. Sie werden vielleicht in der ersten Phase der „Umvolkung“ dabei sein, weil sie als gefährlich eingestuft werden. Ihre Netzwerke werden gekappt.

Wie soll die Menschheit mit rd. acht Milliarden von rd. „3000 Superreichen und Ex-Politikern“ geführt werden?

Diese rd. acht Milliarden leben in fast 200 Staaten über den Globus verteilt.

Die acht Milliarden Menschen müssen gesund geboren, in leistungsfähigen Bildungseinrichtungen geschult und in Familien gesund ernährt werden.

Die „Gruppe der 3000“ lebt oberhalb der arbeitenden Bevölkerung im Luxus in paradiesischen Verhältnissen an einem oder mehreren „resorts“.

Sie hält sich eine „Weltregierung“ für das operative Geschäft. Wer soll diese Weltregierung bilden?

Es werden Vertraute des WEF sein und treue Anhänger. Aber wie steht es um deren Regierungsfähigkeit? Welche Vorbildung haben sie?

Zwischen der „ Weltregierung“ und den Menschen in allen Kontinenten muss es Zwischenstrukturen geben, wenn das angestrebte „Durchregieren“ klappen soll.

Das ist heute schwer genug, aber wie sieht es nach dem „ great reset“ – dem „Großen Neustart“ – aus, nach dem „kompletten Umbruch“.

Neben der politischen Struktur ist die Verwaltungsstruktur von großer Bedeutung für eine gerechte Behandlung und Versorgung der „Bürger“.

Wer kann dieses risikoreiche Experiment mit der gesamten Weltbevölkerung politisch und menschlich verantworten? Niemand!

Der „ great reset“ in der Bewährung ?

In einer Hochschule oder in einem Labor kann man viele Experimente starten – und wieder einstellen.

In dem anvisierten totalen Umbruch um den Globus mit einer neuen „Weltordnung“ mit „neuen Menschen oder Biorobotern“ kann man nicht wenige Jahre vor dem Zieldatum 2030 erklären, dass das Experiment leider gescheitert ist. Aber ein „Zurück auf los“ gibt es nicht.

Nur wenige Menschen könnten mit Hilfe von Tesla auf den Mond oder den Mars fliegen, um dort eine „neue Menschheit“ aufzubauen. Eine „schöne neue Welt“.

Im Ernst:

Angesichts des hohen Risikos für die gesamte Menschheit muss der „great reset“ mit seinen bekannten Vorläufern gestoppt werden.

Das riesige Vermögen muss von einer politisch unabhängigen Institution aufgenommen und „gerecht“ nach klaren Regeln und transparent verteilt werden.

Die verantwortlichen Politiker müssen in bekannte Umerziehungslager verlegt werden. Warum nicht in China, das Herr Schwab als Blaupause für seine „neue Welt“ sieht?

Die Menschheit ist zu wertvoll, um von Tagträumern einem zu hohen Risiko ausgesetzt zu werden.

Die Menschheit braucht keine Revolution, sondern eine friedlichen Evolution in kleinen Schritten.

Das dauert länger, aber mit beherrschbaren Risiken.

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*) Brig.General a.D. Dieter Farwick wurde am 17. Juni 1940 in Schopfheim, Baden-Württemberg, geboren. Nach dem Abitur wurde er im Jahre 1961 als Wehrpflichtiger in die Bundeswehr eingezogen. Nach einer Verpflichtung auf Zeit wurde er Berufssoldat des deutschen Heeres in der Panzergrenadiertruppe.
Vom Gruppenführer durchlief er alle Führungspositionen bis zum Führer einer Panzerdivision. In dieser Zeit nahm er an der Generalstabsausbildung an der Führungsakademie in Hamburg teil. National hatte er Verwendungen in Stäben und als Chef des damaligen Amtes für Militärisches Nachrichtenwesen.
Im Planungsstab des Verteidigungsministers Dr. Manfred Wörner war er vier Jahre an der Schnittstelle Politik-Militär tätig und unter anderem an der Erarbeitung von zwei Weißbüchern beteiligt. Internationale Erfahrungen sammelte Dieter Farwick als Teilnehmer an dem einjährigen Lehrgang am Royal Defense College in London.
In den 90er Jahren war er über vier Jahre als Operationschef im damaligen NATO-Hauptquartier Europa-Mitte eingesetzt. Er war maßgeblich an der Weiterentwicklung des NATO-Programmes ´Partnership for Peace` beteiligt.
Seinen Ruhestand erreichte Dieter Farwick im Dienstgrad eines Brigadegenerals. Während seiner aktiven Dienstzeit und später hat er mehrere Bücher und zahlreiche Publikationen über Fragen der Sicherheitspolitik und der Streitkräfte veröffentlicht.
Nach seiner Pensionierung war er zehn Jahre lang Chefredakteur des Newsservice worldsecurity.com, der sicherheitsrelevante Themen global abdeckt.
Dieter Farwick ist Beisitzer im Präsidium des Studienzentrum Weikersheim und führt dort eine jährliche Sicherheitspolitische Tagung durch.
Seit seiner Pensionierung arbeitet er als Publizist, u. a. bei conservo.
www.conservo.wordpress.com    5.2.2021
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Conservo-Redaktion